Lokalgruppe München beim Tollwood-Festival

Das Tollwood-Festival ist seit vielen Jahren ein Ort, an dem auch Weltverbesserungsthemen diskutiert werden. Fairtrade- und Naturprodukte sind auf Verkaufsständen zu finden.

Der Nord-Süd-Forum e.V. umfasst diverse Aktionsgruppen (z.B. Afrika, Südamerika, FIAN, Terre des Femmes) und kann einen Ausstellungsstand auf dem Tollwood-Festival jeweils tageweise diesen Aktionsgruppen zur Verfügung stellen. Die Lokalgruppe München (LG-M) ist Mitglied bei Nord-Süd-Forum e.V. und hat so ein Tagesangebot genutzt, um mit Postern auf folgende Themen aufmerksam zu machen:

  • Wer oder was ist die Global Marshall Plan Initiative?
  • Wie groß ist das Klima-Dilemma?
  • Welche Möglichkeiten gibt es für Einzelpersonen, einem klimafreundlichen Lebensstil näher zu kommen?
  • Gibt es bessere Alternativen zur staatlich verordneten Besteuerung von CO2-Emissionen?

tollwood_muc

Foto vom Präsentationsstand bei Winter-Tollwood-Festival 2019 München
Gegen 2 € Schutzgebühr je Poster, stellt die LG-M Posterdatei und -dokumentation zur Verfügung.

Ein wesentliches Anliegen war die Diskussion eines neuen Projekts mit dem Titel „1day4future“. Das Fundament des Projekts besteht darin, dass das Biotop Erde 365 Tage im Jahr für uns Menschen arbeitet. Warum arbeiten wir Menschen nicht wenigstens 1 Tag im Jahr für das Biotop Erde?

Das Projektkonzept folgt dem Marshall Plan Prinzip, wonach die Transformation eines Wirtschaftssystems dann erfolgreich stimuliert werden kann, wenn konsequent und über mehrere Jahre / Jahrzehnte kontinuierlich eine gewisse Finanzierungsmenge für eine bestimmte Zielrichtung eingesetzt wird.

Die Lokalgruppe München schlägt vor, dass (skalierbar auf alle Menschen der Erde) das Einkommen von 1 Tag Arbeit (p. J.) zielgerichtet für die Reduzierung von CO2-Emissionen eingesetzt wird. Für Menschen in armen Ländern folgt dieser „1day4future“ also der identischen Philosophie wie für reiche oder superreiche Länder.

Für die Bundesrepublik Deutschland läßt sich das Potenzial von „1day4future“ wie folgt abschätzen:

  1. Angenommen es machen bei dem Projekt jene ca. 1 Mio. Menschen mit, die durch ihre Teilnahme an Demonstrationen für Friday-For-Future sehr deutlich ihr Interesse am Klimaschutz zum Ausdruck gebracht haben. Unter der Annahme, dass diese 1 Mio. Menschen ein Einkommen gemäß dem deutschen, statistischen Durchschnitt haben, ergäben sich jährlich ca. 100 bis 150 Mio. €, die für Klimaschutz eingesetzt werden könnten.
  2. Angenommen es nehmen an dem Projekt jene ca. 25% der Bevölkerung teil, die „grüne Parteien“ gewählt haben oder mit einer „grünen Organisation“ verbunden sind (z.B. Alpenverein, Bund Naturschutz, Greenpeace, LBV, usw.). Bei statistisch durchschnittlichen Einkommen ergäben sich ungefähr 900 bis 1400 Mio. €, die jährlich für Klimaschutz investiert werden könnten.
  3. Angenommen, dieses Konzept würde gesetzlich für alle Steuerpflichtigen wirksam, dann ergäben sich grob geschätzt 5 Mrd. €, die jährlich zielgerichtet für Klimaschutz eingesetzt werden könnten. Dabei wäre die soziale Komponente wirksam, dass Geringverdienende mit der gleichen Quote wie Superreiche an der gemeinsamen Klimaschutzaufgabe partizipieren würden.

Die Einnahmen aus 1day4future könnten per Ausschreibungen an jene Projekte vergeben werden, bei denen die Emissionsreduzierung pro eingesetzter Geldmenge hoch ist. Auf diese Weise wäre ein Anreizsystem zu schaffen, mit dem ein hoher Klimaschutz-Wirkungsgrad gefördert wird.

Der momentane Präsentationsstand zu diesem Global-Marshall-Plan-Community-Projekt ist in einem Flyer dokumentiert. Das Feedback von manchen Tollwood-Besuchern war sehr positiv:

1day4future sollte einer großen Community nähergebracht werden!

Ok, wir nehmen gerne Unterstützung zur Verbreitung des Konzeptes an. Spenden oder personelle Unterstützung sind ebenso willkommen wie Kontakte zu Organisationen, die bereit sind, das Konzept zu verbreiten.

 

LG-M Spendenkonto:
Empfänger: Lokalgruppe München der Global Marshall Plan Foundain
IBAN:          DE32 2512 0510 2124 9200 80

 

Für die Inhalte und Bilder des Artikels ist die Lokalgruppe verantwortlich.