Lokalgruppe Freudenberg: Vortrag zum Volksbegehren "Rettet die Bienen"

Die Ökosysteme unseres Planeten befinden sich nicht  mehr im Gleichgewicht, seit immer mehr Menschen die Böden, das Wasser und die Luft ausbeuterisch und extensiv nutzen.

Das weltweite Aussterben von vielen hunderttausenden Tierarten ist nur ein Aspekt dieses bedrohlichen Ungleichgewichts. Die Lage ist so dramatisch, dass nur verbindliche Regelwerke die Zukunft der Artenvielfalt sichern können. Das Volksbegehren Artenschutz in Baden-Württemberg (www.Volksbegehren-Artenschutz.de) gibt die Möglichkeit, dass wir gemeinsam etwas tun können, am 24. September ging es los!

Vor diesem Hintergrund hat die Global Marshall Plan Lokalgruppe Freudenberg den Landesvorsitzenden der ÖDP Baden-Württemberg, Herrn Guido Klamt gebeten, in Freudenberg ausführlich zu diesem Thema Rede und Antwort zu stehen. Nachdem die ÖDP Baden-Württemberg das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ erfolgreich auf den Weg gebracht habe, habe es vor allem bei den Landwirten massive Kritik hervorgerufen. Klamt betonte, dass die Maximalforderungen des im Begehren vorgelegten Gesetzesentwurfs sicher nicht eins zu eins umgesetzt würden. Kein Landwirt müsse sich Sorgen um seine Existenz machen. Ganz sicher werde es nach Gesprächen der Initiatoren mit der Landesregierung Ausnahmegenehmigungen geben. Fakt sei: Der wachsende Flächenverbrauch, die Versiegelung der Landschaft, der extensive Pestizideinsatz, aber auch die falsche Förderung für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung (Prämiensystem) haben dazu beigetragen, dass die Zahl der Tier- und Pflanzenarten im Lande seit Jahren zurückgeht. Rund 40 Prozent sind inzwischen gefährdet, um 80% sei die Biomasse von Fluginsekten in den letzten drei Jahrzehnten zurückgegangen. Deshalb fordere das Volksbegehren 50% Ökolandwirtschaft, man liege derzeit bei 16%. Hierfür soll die Landesregierung eine Strategie zur Nachfrageerhöhung nach Bioprodukten entwickeln, um diese Ziele zu erreichen. Es werde aber keine Zwangsumstellung geben. Ebenso solle der Einsatz von Pestiziden halbiert werden. Erlaubt sein solle, was in der Ökolandwirtschaft zugelassen ist. Des Weiteren sei beabsichtigt, die Streuobstwiesen zu erhalten und zu schützen.

Nach angeregter Diskussion unter den gut zwei Dutzend Zuhörern erhielt der Referent von der Global Marshall Plan Lokalgruppe zum Dank das Buch „2052, Der neue Bericht an den Club of Rome“ – von Jorgen Randers und eine Spezialität aus Freudenberg mit auf den Heimweg.

freudenberg

 Bericht und Foto von der Lokalgruppe Freudenberg