13.11.2015 - 10:53

Weltweite Bodenerosion – Zerstören wir unsere Lebensgrundlage?

Die industrielle Landwirtschaft hat kurzfristig zu einem Rückgang von Hunger und Armut geführt. Insbesondere in China ist in den letzten Jahrzehnten ein Wohlstandszuwachs zu beobachten. Die Entwicklung beruht auf dem vermehrten Einsatz von Düngemittel, Pestiziden und Gentechnik. Betrachten wir also eine Erfolgsstory, oder werden die Risiken lediglich verdrängt?

 

 

Einige Nachteile der industriellen Landwirtschaft sind allseits bekannt: Die Zustände in der Massentierhaltung. Die Auswirkungen auf das Klima. Der Zusatz von Aromastoffen, Emulgatoren und Farbstoffen in unsere Nahrungsmittel.  
Etwas weniger Beachtung findet der zunehmende Bodenverschleiß, hervorgerufen durch Monokulturen und intensive Anbaumethoden. Dabei sind Böden eine unserer wichtigsten Ressourcen. Sie ermöglichen nicht nur Landwirtschaft und Viehhaltung, sondern speichern auch große Mengen an CO2. Global betrachtet verzichtet die Mehrzahl der Bauern auf den Einsatz von Giften, setzt dafür auf Biodiversität. Doch die industrielle Landwirtschaft ist weiter auf dem Vormarsch. In Südamerika verschwindet immer mehr Regenwald für den Anbau von Cash-Crops, in Afrika kaufen Investoren große Mengen an Land auf. Gleichzeitig blüht das Geschäft internationaler Agrarkonzerne: alleine Monsanto kann regelmäßig Umsatzerlöse von über 10 Milliarden US-Dollar vorweisen.