14.07.2015 - 11:50

Vorabstimmung über TTIP im Europaparlament enttäuschend: 241 „Nein“ aber 436 „Ja“

„Unglaublich“, nennen es einige, „eine bodenlose Frechheit“ andere. Egal, was für Ausdrücke der Entrüstung man findet, eines ist sicher: Was am 8. Juli 2015 im EU-Parlament passierte, ist eine gehörige Portion Empörung wert.

 

„241 Nein-Stimmen gegen 436 Ja-Stimmen“ lautete das Ergebnis, nachdem die Europa-Abgeordneten über das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP abgestimmt hatten. Dabei stimmten alle Abgeordneten der  CDU, FDP und der Alternative für Deutschland für die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), die SPD war ebenfalls bei nur 3 NEIN-Stimmen dafür. Nur die Abgeordneten der GRÜNEN und LINKEN waren gegen das Abkommen. Diese Abstimmung gilt lediglich als"Stimmungscheck", könnte aber eine Aussicht auf den Ausgang der Verhandlungen widerspiegeln, die bisher  hinter verschlossenen Türen geführt wurden - und somit ohne demokratische Zustimmung.  


Wenn TTIP durchkommt, dann werden nicht nur Menschen- und Arbeitnehmerrechte beschnitten, sondern es wird auch noch mehr Macht an Konzerne übertragen und Klima und Umwelt müssten darunter leiden.

 

Doch der Widerstand wächst: Mehr als 2,3 Millionen Menschen haben schon die Europäische Bürgerinitiative (EBI) unterschrieben – so viele wie noch nie zuvor eine EBI unterschrieben hatten. In mehr als 17 EU-Ländern haben wir die an die Bevölkerungsstärke gekoppelte Unterschriftenhürde bereits übersprungen – die Bürger Europas sehen also nicht nur tatenlos zu.  

Leider konnten wir trotzdem die Politiker noch nicht vollständig überzeugen, deshalb müssen wir jetzt noch schnell das Ruder herum reißen!

Dafür wir brauchen IHRE Hilfe, um noch mehr Unterschriften und Stimmen gegen TTIP zu sammeln.  Jetzt erst Recht!
 


Noch mehr Informationen zu TTIP und wie sie aktiv werden können, finden sie hier:  www.globalmarshallplan.org/aktiv