02.07.2015 - 15:05

Umdenken statt umverteilen? Von Josef Riegler

Für eine gerechte Welt. Ohne Armut.

Umverteilung findet statt. Weltweit und bei uns im schönen Österreich. Aber in die verkehrte Richtung: Superreiche gewinnen enorm, der Mittelstand wird ausgezehrt, Arme bleiben arm.

 

Das ist die fatale Konsequenz eines profitgetriebenen "Raubtier-Kapitalismus", der seit 20 Jahren die Welt beherrscht. EIN (!) Prozent der Weltvevölkerung besitzen mehr als die restlichen 99 Prozent!
Extreme Ungleichheit und drückende Ungerechtigkeit produzieren gesellschaftlichen und politischen Sprengstoff. Das spüren wir auch in Europa. Volksverhetzer und Demagogen machen reiche Ernte – siehe Wahlergebnisse bei uns und anderswo. Globale Ungerechtigkeit untergräbt die Demokratie, fördert Terror, Revolutionen und diktatorische Regime.

Wir müssen umdenken – und zwar alle!

Beginnend bei uns selbst: Weniger Egoismus, mehr Solidarität!

In der Wirtschaft: Nur, wenn es  ALLEN  gut geht, geht es auch der Wirtschaft gut!

In der Politik: Erkennt doch endlich, dass nationalstaatlicher Egoismus von vorgestern ist!

Weltweite Herausforderungen und Bedrohungen erfordern weltweit gemeinsames Handeln! Klimawandel und Armut führen zur größten Völkerwanderung aller Zeiten.

Redet nicht herum, sondern handelt endlich!

1. Eine weltweite Abgabe auf Kapitaltransfers bremst die

    Spekulation und bringt die dringend notwendigen Mittel.

2. Jede Form der Steuerhinterziehung bzw. von Regierungen geduldete Steuervermeidung 

    im großen Stil gehört rasch abgestellt. Gerechte Steuersysteme müssen her!

3. Die EU sollte rasch ein wirksames Entwicklungsprogramm für den ausgebeuteten und

    geschundenen Kontinent Afrika starten. Der Massenflucht an der Wurzel begegnen!

4. Wir brauchen weltweit ökologische Kostenwahrheit und Verursacherprinzip, um den

    Klimawandel einzubremsen.

5. Investiert in mehr Gerechtigkeit statt in Waffen – nur das bringt Frieden!

 

Noch ist es nicht zu spät – aber die Zeit drängt!

 

Josef Riegler, 15. Juni 2015