12.06.2014 - 13:40

TTIP - Proteste in Österreich nehmen weiter zu!

Die Proteste gegen den zwischen den USA und der EU verhandelten Handelspakt TTIP nehmen nicht nur in der österreichischen Bevölkerung, sondern jetzt auch von Seiten der auflagenstärksten Zeitung im Land und zwei der größten Supermarktketten zu. 

 

So hat die österreichische Kronen Zeitung - die auflagenstärkste im Land - einen Aufruf gegen TTIP gestartet: "Im Geheimen verhandeln USA und EU derzeit über ein Freihandelsabkommen, das alle Lebensbereiche massiv betreffen würde. Mit Hilfe unserer Leser sagen wir Nein zu Genmais, Chlor-Hühnern & Co. Jede Unterschrift zählt!" Sie klären ihre Leser über die Risiken des Abkommens auf und fordern: "Stellen Sie sich dagegen! Unterschreiben Sie die Online-Petition gegen das Freihandelsabkommen oder laden Sie die Unterschriftenliste  herunter und sammeln Sie Unterschriften."


Auch die österreichischen Bundesländer haben eine Einheitliche Länderstellungnahme gemäß Art. 23d B-VG zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) veröffentlicht. Darin verlangen sie unter anderem "verbindliche Regelungen im Abkommen, um die in der EU geltenden arbeitsrechtlichen Normen und gesetzlichen Standards für Produktsicherheit, Daten-, Verbraucher-, Gesundheits-, Umwelt- und Tierschutz weiterhin zu gewährleisten" und "Transparenz und Einbindung der österreichischen Bundesländer".


Mit dem „Manifest zur Erhaltung der österreichischen Qualitäts-Landwirtschaft“ spricht sich die Einzelhandelskette SPAR zur Erhaltung der österreichischen Qualitäts-Landwirtschaft" klar für traditionelle heimische Produkte und gegen das derzeit diskutierte Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) aus.


Auch der REWE Group engagierte sich mit einem Offenen Brief an die österreichischen Mitglieder des Europäischen Parlament. Sie setzen sich vor allem gegen eine Absenkung der hohen Qualität ihrer Lebensmittel durch TTIP  ein. Rewe-Chef Frank Hensel schreibt "Die zuletzt bekannt gewordenen Entwürfe lassen leider befürchten, dass die hohe Qualität österreichischer Lebensmittel durch das Abkommen gefährdet werden könnte". Hensel appelliert an die EU-Abgeordneten, "einen transparenten Entscheidungsprozess sicher zu stellen". Um dies sicherstellen zu können müssten dazu Vertretern von Umwelt- und Konsumentenschutzorganisationen, die heimische Landwirtschaft und der Handel einbezogen werden.

Damit erreicht der Protest in Österreich eine neue Stufe der Aufmerksamkeit. Das freut uns!


Und das können Sie sebst tun:


Präsentation nutzen!

Ob für Freunde, Bekannte, Kollegen, das Uni-Seminar, Info-Veranstaltungen oder zum posten und versenden an Freunde: Unsere Präsentation fasst die Infos zu TTIP zusammen. Wenn Sie nicht selbst präsentieren möchten können Sie auch einen Referenten aus dem Bündnis zu Ihrer Veranstaltung einladen!


Verbreiten Sie Informationen!

Auf unserer Seite tragen wir die aktuellsten Medienberichte zusammen. Ob Gespräche mit Freunden, Mails, soziale Netzwerke, Mailverteiler, Infostände, Veranstaltungen, Vorträge, PR: Die Pläne über das Abkommen sind noch weitgehend unbekannt, ändern Sie dies!


Schicken Sie Informationen an die EU Abgeordneten Ihres Landes!

Das EU-Parlament kann mit entscheiden.Viele Politiker wissen bisher zu wenig über die Auswirkungen des Freihandels. Ändern Sie dies!


Petition gegen TTIP und CETA

Unsere gemeinsame Aktion ist jetzt abgelaufen. Vielen Dank für die Teilnahme. Sehen Sie hier das Video von der Übergabe von 715.000 Unterschriften an die deutschen EU-Spitzenkanidaten am 22. Mai in Berlin durch das Bündnis "TTIP unfairhandelbar"! Neue Aktionen sind in Vorbereitung.



Der Widerstand gegen das transatlantische Freihandelsabkommen wächst:


Europäischer Zusammenschluss zivilgesellschaftlicher Organisationen - Gemeinsam gegen TTIP (Mai 2014)

Videomitschnitt der Übergabe von 715.000 Unterschriften gegen TTIP und CETA an die deutschen EU-Spitzenkanidaten (Mai 2014)

Positionspapier "TTIP unfairhandelbar": deutsche Nichtregierungsorganisationen gegen TTIP (März 2014)

Gemeinsamer Brief: Global Marshall Plan Initiative gemeinsam mit europäischen und amerikanischen NGO's an EU-Handelskomissar de Gucht und US-Handelsbeauftragten Michael Froman Michael Froman (Dez. 2013)

Gemeinsamer Brief: Europäische und amerikanische NGO an Obama, Barroso und van Rompuy (Nov. 2013)

 

 


Spenden Sie für den Fortgang der Kampagne gegen TTIP und CETA!

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