12.11.2014 - 09:46

Steuerskandal Luxemburg-Leaks: Ein Dossier in elf Punkten.

Seit Mitte November erschüttert ein Finanzskandal Luxemburg und die EU. Wie nun das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) enthüllte, sparen deutsche und internationale Konzerne seit Jahren mithilfe der luxemburgischen Behörde und der Wirtschaftsprüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers Steuern in Milliardenhöhe.


Die Steuertricks sind zwar in Luxemburg legal, allerdings prüft die Europäische Kommission bereits, ob diese gegen europäisches Recht verstößt, da sie womöglich den europäischen Wettbewerb verzerren. Besonders brisant: die umstrittenen Unternehmenspraktiken fallen auch in die Zeit als Jean-Claude Junker, jetziger Präsident der Europäischen Kommission, luxemburgischer Premierminister war. Ermittelt nun Juncker gegen Juncker und kann das gutgehen?

 

Eine Übersicht von Artikeln zum Thema finden Sie hier:

 

1) Explore the Documents: Luxembourg Leaks Database

Werfen Sie einen Blick auf die Originaldokumente, die die Steuertricks der großen Unternehmen wie Ikea und Amazon zeigen

 

2) Konzerne ertricksen sich in Luxemburg Milliarden an Steuern

„Geheime Dokumente ermöglichen einen einmaligen Blick auf die Steueroase Luxemburg. Konzerne wie Amazon, Pepsi und EON können ihre Abgabenlast durch Umwege über das Großherzogtum kleinrechnen.“

 

3) Luxemburg-Leaks: Juncker gegen Juncker

„Der ehemalige Premier Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, ist jetzt Präsident der Europäischen Kommission - und muss gegen sich selbst ermitteln lassen. Denn die Steuerpolitik des Großherzogtums könnte gegen EU-Recht verstoßen.“

 

4) Steuertrickser vom Dienst

„Die Firma lebt davon, Konzernen zu verraten, was das Steuerrecht des Großherzogtums so hergibt. Luxemburg-Leaks bringt die Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers nun in Verlegenheit.“

 

5) Luxemburg-Leaks: Eine Steueroase im Herzen Europas? (Video)

„Es ist eine kleine Welt– und doch bietet sie schier grenzenlose Möglichkeiten, wenn es ums Steuersparen geht. Für große Unternehmen ist Luxemburg ein Paradies – dank besonderer Gesetze. Und Dank großer Unternehmensberatungen wie Price Waterhouse Coopers (PWC).“

 

6) Luxemburg erspart Firmen Milliarden Steuern

„Luxemburg hat Hunderten Konzernen in geheimen Absprachen hohe Steuerabschläge zugesichert und so weltweit Steuerzahlungen in Milliardenhöhe verhindert. (…)Zu den Firmen gehören börsennotierte Konzerne wie Pepsi, FedEx, Ikea, die Deutsche Bank, Amazon und Fresenius ebenso wie Mittelständler und Spezialfonds. Der Datensatz zeigt, dass über 340 Firmen die Vorteile der Steuerdeals nutzen. Zum Teil erreichen sie in Luxemburg eine effektive Steuerrate von weniger als einem Prozent - ganz legal, obwohl Luxemburg eine Unternehmensbesteuerung von nominell 30 Prozent hat.“

 

7) Luxemburg Leaks: Kritik an Juncker wächst

„Nach der Veröffentlichung geheimer Steuerdaten aus Luxemburg wächst die Kritik an dem Großherzogtum. Auslöser sind Absprachen, die die luxemburgische Steuerverwaltung mit Konzernen aus der ganzen Welt getroffen hat.“

 

8) Fragen und Antworten zu Luxemburg Leaks

Wieso ist Luxemburg ein Steuerparadies? Ist das legal – Diese und weitere Fragen werden in dem Beitrag vom NDR geklärt.

 

9) Juncker kontert auf Kritik an Steuermodellen: Call him Mr. Cool

„Laut einem Sprecher reagiert EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker betont gelassen auf die Vorwürfe, deutschen Unternehmen bei der Steuervermeidung geholfen zu haben.“

 

10) Die Rolle der großen Beraterfirmen

„Auf den mehr als 340 Dokumenten, die internationale Journalisten in den vergangenen Monaten ausgewertet haben, prangt stets dieselbe Anschrift: Route d’Esch 400 in 1014 Luxemburg. An dieser Adresse sitzt ein Unternehmen,  das das Geschäft mit den Steuererklärungen der Unternehmen perfekt beherrscht: PricewaterhouseCoopers, Ableger Luxemburg. Hier entwickelten die Berater die komplexen Umstrukturierungen und Schlupflöcher, mit denen Firmen wie E.ON, Pepsi und Ikea ihre Steuerlast radikal drücken - zur Freude der Anleger und zu Lasten der Staatskassen.“

 

11) "Luxemburg trickst nicht, das ist alles legal"

„Das Großherzogtum hat bisher stets betont, dass es nicht an einer EU-Lösung im Kampf gegen die Steuerflucht von Konzernen interessiert sei - Luxemburg werde nur mitmachen, wenn es eine weltweite Lösung gebe.

Nun sagt Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna allerdings: "Man kann andenken, ob die EU als Pionier vorangehen muss."“

 

Teaser-Bild Quelle


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