15.04.2015 - 15:39

Österreichische Gesellschaft für Europapolitik fordert nachhaltige Wachstumsstrategie

Die Österreichische Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) hat ihren neuen Policy Brief zum Thema „Europas Zukunft heißt Lebensqualität: Eine nachhaltige europäische Wachstumsstrategie" veröffentlicht. Darin fordert sie eine neue, nachhaltige Wachstumsstrategie für Europa und die gesamte Welt, die Voraussetzung für eine ökosoziale Wende sei.


Die neue Wachstumsstrategie stammt von Kurt Bayer, der selbst Mitglied der ÖGfE ist. Der Sozialdemokrat war Spitzenbeamter im Wiener Finanzministerium und Vertreter Österreichs bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London. Die Strategie bestände aus den drei Säulen Wirtschaft (Einkommen), sozialer Zusammenhalt (Arbeitsmarkt, Wohlfahrt, Verteilung) und Umwelt und würde diese nachhaltig gestalten. Das Hauptziel ist es, die Wohlfahrt der Europäer zu steigern. Bayer fordert außerdem, die Länder bei der Umsetzung der Ziele stark einzubinden und die Zivilgesellschaft zu aktivieren.

Mögliche Maßnahmen sind laut Bayer z.B.:

  • eine ökosozial ausgerichtete Investitionspolitik mit den Schwerpunkten auf Forschung und Entwicklung, Ausbildung, sozialem Zusammenhalt und Umweltinvestitionen,
  • eine Regulierungsreform mit Regulierungen im Bereich Wettbewerb, Arbeitsmarkt, Verkehr, Energie und Umweltschutz, die lebensqualitätssteigerndes Verhalten fördern und schädliches Verhalten verbieten
  • die Bereitstellung einer „grünen“ Infrastruktur.

Auf der Homepage der ÖGfE finden Sie alle bisher erschienenen Policy Briefs als PDF zum Download!