23.04.2013 - 14:45

Weltweit jedes vierte Kind mangelernährt


Eigentlich ist es eines der Millenniums Entwicklungsziele: Halbierung der Anzahl unterernährter Kinder. Eine neue Studie des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) ergab jetzt, dass es wahrscheinlich nur in Ostasien, der Pazifikregion, Lateinamerika und der Karibik sowie vereinzelten anderen Regionen, wie dem indischen Bundesstaat Maharaschtra, erreicht wird. Gravierend wiederum sind die Probleme besonders in Südasien und im östlichen und südlichen Afrika sowie den Kriegsregionen im Mittleren Osten und Nordafrika. Generell ist zu beobachten, dass Kinder vom Land eher unterernährt sind, als in der Stadt. Den kompletten Bericht in der englischen Originalversion können sie hier anschauen.


Unter- bzw. Mangelernährung ist einer der Faktoren die Armut verstärken. Unterernährung reduzieren ist somit ein wichtiger Bestandteil der Armutsbekämpfung. Sauberes Wasser und eine ausgewogeneres Nahrungsangebot sind dabei die wichtigsten Bestandteile. Außerdem sind die ersten 1000 Tage von Beginn der Schwangerschaft an entscheidend für das Leben des Kindes. Die frühe Entwicklung hängt stark davon ab, ob der Körper mit genügend Nährstoffen versorgt wird. Ist dies nicht der Fall und kommen Krankheiten oder Parasitenbefall dazu, leidet die körperliche Entwicklung, die Kinder sind zu klein und/ oder zu leicht, und durch die Unterentwicklung des Gehirns leidet auch die kognitive Entwicklung. Durch Jodmangel sind zum Beispiel bis zu 37 Millionen Neugeborene jährlich von geistiger Behinderung bedroht.


UNICEF betont besonders die chronische Unterernährung von Kindern, die im Gegensatz zu den Auswirkungen von akuten Hungerkatastrophen weniger sichtbar sind. Die oben genannten Folgen von Unterernährung sind nach dem zweiten Lebensjahr nicht wieder gut zu machen. In Gegenden in denen Armut, Diskriminierung von Mädchen und Frauen, Nahrungsmangel und unhygienische Lebensumstände auf einander treffen, ist die Anzahl der chronisch unterernährten Kinder besonders hoch. In Indien, Pakistan und Bangladesch lebt dadurch rund die Hälfte aller unterernährten Kinder.


Im Kontrast dazu stellt UNICEF fest, dass in den Industrieländern immer mehr Kinder übergewichtig sind. Zu fette und kalorienhaltige Nahrung sorgt dafür, dass grade Kinder aus Familien der unteren Einkommen zu Fettleibigkeit neigen. Besonders in einigen Regionen Südeuropas ist die Zahl hoch. Hier ist teilweise jedes dritte Kind übergewichtig.


(Quellen: sonnenseite.com, unicef.de Bilder:unicef.de, sonnenseite.com unicef.de Video: youtube.com)