18.09.2012 - 13:00

Weltrisikobericht 2012 veröffentlicht

Das Bündnis "Entwicklung Hilft" zeigt mit dem WeltRisikoIndex wie hoch die Bedrohung verschiedener Länder und Regionen durch Naturkatastrophen und deren gesellschaftlichen Folgen ist. Die Gefährdung bezieht sich hier hauptsächlich auf das Risiko von Naturgefahren und durch den Klimawandel bedingte Bedrohungen, während die Vulnerabilität sich auf Anfälligkeit, Bewältigungs- und Anpassungskapazitäten der Gesellschaft bezieht. Der Index wird in Prozentzahlen angegeben und bewegt sich zwischen 0,1% für Katar und 36,3% für Vanuatu. Deutschland liegt bei 3,27%. Am stärksten konzentriert sind die Risiken in Südostasien, in Afrika und im Westen Südamerikas.


Der 68-seitige Bericht entsteht in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis. Er versucht auf die enge Verbindung zwischen ökologischen und gesellschaftlichen Faktoren vor allem in Extremsituationen hinzuweisen. Der Bericht besteht aus einer Einführung in die Thematik, einer Vorstellung des Konzepts und der Ergebnisse, dem diesjährigen Schwerpunktthema "Umweltzerstörung und Katastrophen" und anschließenden Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass geschädigte Umwelt wesentlich das Katastrophenrisiko erhöht. Als Folge seiner Ergebnisse fordert das Bündnis Entwicklung Hilft die Verfolgung von vier Zielen, die sich an den Faktoren des WeltRisikoIndex orientieren: Die Gefährdung durch extreme Naturereignisse zu reduzieren, strukturelle Anfälligkeit zu verringern, die Kapazitäten der Gesellschaft zur Bewältigung von Katastrophen zu erhöhen und Maßnahmen zur Anpassung an Katastrophenrisiken zu verbessern. Konkret bedeutet dies Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und gegen die Zerstörung der Umwelt auf der einen Seite und sowohl eine Verbesserung von sozialen und ökonomischen Lebensbedingungen vulnerabler Bevölkerungsgruppen, als auch eine Stabilisierung gesellschaftlicher Institutionen.

Hier können Sie den vollständigen Weltrisikobericht 2012 herunterladen.

(Quellen: weltrisikobericht.de, Bilder: weltrisikobericht.de)