11.12.2012 - 11:45

Weltklimakonferenz in Doha zu Ende

Nach langem Warten, ob es überhaupt ein Ergebnis gäbe, haben sich die Länder auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls geeinigt, das zum Ende des Jahres 2012 ausläuft.

In Zahlen bedeutet dies, dass sich 37 Staaten dazu verpflichtet haben, ihre Emissionen bis 2020 weiter zu reduzieren, konkrete neue Nennwerte neben den bestehenden wurden nicht beschlossen. Diese 37 Staaten repräsentieren derzeit 15% der globalen Emissionen. China und die USA als größte Emittenten der Erde sind wie Kanada und Japan, die ausgestiegen waren, weiterhin nicht Teil des Kyoto-Protokolls.

Deutschland ist Teil der 37 Staaten, hat jedoch nominal seine Ziele des Kyoto-Protokolls bereits erreicht durch die Auslagerung schmutziger Industrien in Länder, die nicht Teil des Protokolls sind. Der gesamte ökologische Fußabdruck Deutschlands verbleibt unverändert hoch.

An positiven Ergebnissen gab es zu vermerken, dass die Industrienationen sich entwickelnden Ländern Hilfen für Klimaschäden in Höhe von 100bn US-Dollar (77,3bn Euro) bis 2020 zugesagt haben. Wie diese jedoch konkret finanziert werden sollen wurde nicht festgelegt.

Letzten Endes bleibt die Erkenntnis, dass vor allem der Druck aus der Zivilgesellschaft noch stärker werden muss, um eine deutliche Umkehr zu bewirken. Vor allem eine Verschiebung des politischen Schwerpunkts weg vom Wirtschaftswachstum und hin zur Nachhaltigkeit ist unabdingbar. Der Einsatz des Umweltministers Altmaier für ambitioniertere Ziele geschah ohne Rückendeckung Merkels, was den Bemühungen jegliches Gewicht nahm.

(Quellen: sueddeutsche.de, dw.de, sonnenseite.com; Bild: dw.de)