23.11.2012 - 10:00

Weltbank warnt vor Vier-Grad-Katastrophe

Genau eine Woche vor dem Beginn der nächsten UNO-Klimakonferenz in Doha am 26.11.2012 veröffentlichte die Weltbank Anfang dieser Woche einen Bericht zu den erwarteten Schäden, die bei einem Klimaanstieg von durchschnittlich vier Grad bis zur kommenden Jahrhundertwende entstünden.

Der Bericht entstand vor allem am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Berliner Think-Tank Climate Analytics. Der vier-Grad-Ansatz wurde gewählt, da die bisherige internationale Klimapolitik droht, das zuvor von der Politik gesetzte zwei-Grad-Ziel zu verfehlen.

Das bedeut same an diesem Bericht ist vor allem, dass hinter ihm keine ökologische sondern eine ökonomische Institution, die Weltbank, steht. Diese arbeitet vor allem mit ökonomischen Kennzahlen, wie zu erwartende Schäden und Kosten für Wirtschaft und Gesellschaft. Trotz dieser von der üblichen Natur- und Sozialwissenschaftlichen Herangehensweise sich stark unterscheidenden Methode warnt die Weltbank ebenfalls entschieden davor, den Klimawandel auf die leichte Schulter zu nehmen.

Berichte wie dieser steigern die Hoffnung, dass ein Umdenken auch in der Wirtschaft beschleunigt wird und den drohenden Klimaveränderungen verstärkt entgegengetreten wird.

Auf der Seite der Weltbank (Englisch) ist der vollständige Bericht sowie eine Zusammenfassung einsehbar.

(Quellen: spiegel.de, worldbank.org; Bild: worldbank.org)