09.02.2016 - 09:00

Update: 5 Bausteine für eine Welt in Balance

Die Verabschiedung der SDGs und des Weltklimavertrags haben wir zum Anlass genommen auch unsere fünf Bausteine für eine Welt in Balance weiterzuentwicklen.


Bereits auf dem Jahrestreffen 2014 in Salzburg wurde über eine Änderung der fünf Ziele diskutiert. 2015 hat Prof. Franz Josef Radermacher dann den Überarbeitungsprozess weitergeführt, in dem er einen ersten Entwurf entwickelte. Dieser Entwurf wurde auf dem letzten Jahrestreffen in Graz vorgestellt, um möglichste viele Mitglieder in den Prozess miteinzubeziehen. Alle waren eingeladen Änderungsvorschläge einzureichen. Daraus resultierten Ende November eine Telefonkonferenz und mehrere Rückmeldungen einzelner Mitglieder. Vielen Dank für die Anregungen! Zudem hat Prof. Radermacher selbst noch weitere Personen um ihren Input gebeten.

All dies wurde nun zusammengefasst und vom Koordinierungskreis der Initative final verabschiedet.

 


Der Global Marshall Plan für eine Welt in Balance – 5 Bausteine


1.    Umsetzung der Sustainable Development Goals
Die Sustainable Development Goals (SDGs) 2015-2030 umsetzen. Dies beinhaltet insbe-sondere die vollständige Umsetzung der ursprünglichen Millenniumsentwicklungsziele. Eine Kernidee lautet: Nachhaltigkeitsorientierte Rahmenbedingungen der Weltmärkte gegen substantielle Co-Finanzierung von Entwicklung.


2.    Erreichung des 0,7-%-Ziels
Endlich das 0,7-%-Ziel verwirklichen, d.h. mindestens 0,7 % des Bruttonationaleinkom-mens der Industrieländer in Entwicklungskooperation investieren und die dafür erfor-derlichen, zusätzlichen Mittel von rund 150 Mrd. US $ jährlich für Entwicklung verfügbar machen.


3.    Faire Besteuerung globaler Wertschöpfung als Finanzierungsbasis
Besteuerung globaler Transaktionen und des Verbrauchs von globalen Gemeingütern zur Finanzierung von Entwicklungskooperationen und der SDGs. Hierzu gehören auch weitere Finanzierungsbeiträge zu einem globalen Klimaschutzabkommen zur Einhaltung, besser noch Unterschreitung, des 2°C-Limits und Mitfinanzierung des in Paris verabredeten Klimafinanzausgleichs.

4.    Förderung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft
Eine bessere Global Governance – Entwicklung eines tragfähigen Ordnungsrahmens für eine nachhaltige Weltökonomie (z. B. Ökosoziale Marktwirtschaft / green and inclusive economy) und die digitale Transformation. Faire Besteuerung aller, insbesondere auch globaler Wertschöpfungsprozesse, insbesondere im Finanzsektor. Durchsetzung einer balancierten Eigentums- und Vermögensverteilung und der Transparenz von Eigentum.

5.    Faire globale Entwicklungspartnerschaft
Faire globale Partnerschaft und wirksame Mittelverwendung in der Entwicklungszu-sammenarbeit. Nachhaltige Entwicklung in Verbindung mit einer gerechten Entwicklungspolitik.
 



In Kürze werden wir Ihnen außerdem jedes Ziel in einem einzelnen Artikel ausführlich erklären plus Beispiele geben, wie Sie diese praktisch umsetzen können .