17.04.2013 - 09:15

Von weißem Gold und goldenem Öl

Der gemeinnützige Verein Südwind hat eine Studie veröffentlicht, die die Auswirkungen der landwirtschaftlichen Flächennutzung auf die Migration im globalen Süden untersucht. Unter dem Titel „Von weißem Gold und goldenem Öl. Flächennutzungskonflikte und Migration an den Beispielen Baumwolle und Palmöl“ wurden zwei konkrete Fälle der landwirtschaftlichen Flächennutzung für exportbestimmte Produktion analysiert. Zum einen handelt es sich um die Baumwollproduktion in China, bei der überwiegend Arbeiterinnen für eine drei-monatige Saison aus den zentralen Provinzen in die nordöstliche Provinz Xinjiang kommen, zum anderen um die Palmölproduktion in Malaysia. Hier emigrieren vor allem indonesische und philippinische ArbeiterInnen in die Region Sabah.

Im Fokus der Studie stehen die ländliche Armut und die prekären Arbeitsbedingungen im Agrarsektor. Dadurch kommt sie zu dem Schluss, dass die Bekämpfung der Armut der ländlichen Bevölkerung über drei Wege erreicht wird. Ein verbesserter Zugang und eine verbesserte Verfügung der ländlichen Bevölkerung über Land, existenzsichernde Löhne (living wages) für LohnarbeiterInnen im Agrarsektor. Mit der Studie und weiteren Fachpapieren zum Thema, leistet Südwind einen Beitrag zur Debatte um die globale Flächennutzung, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu spitzt.

Auf suedwind-institut.de gibt es weitere Informationen zum Verein, die Studie können Sie hier herunterladen.

(Quellen: suedwind-institut.de Bilder: suedwind-institut.de)