11.03.2013 - 15:00

Too Big to Jail – Zu Mächtig fürs Gefängnis

In dieser Ausgabe unseres Newsletters möchten wir Sie auf einen Artikel der etwas anderen Art hinweisen, welcher am 28. Februar auf rollingstones.com erschien. Anstatt mit hochgestochenen Begriffen und viel Schnörkel dem Leser das Leben schwer zu machen, nimmt sich dieser Beitrag kein Blatt vor den Mund und veranschaulicht und verurteilt auf sehr direkte und deutliche Art und Weise die alarmierenden Methoden großer Bankinstitute. Zweifelsohne, bietet dieser Artikel „Sprengstoff“.

„Sie haben gegen jedes gottverdammte Gesetz verstoßen“, äußert sich Jack Blum, Anwalt und ehemaliger Senatsermittler zu den schockierenden Hintergründen von HSBC’s Geldwäscheunternehmungen, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Bank ziehen. Tatsächlich scheint es ganz so, als wenn neben den Hilfestellungen für die unzähligen Steuerhinterziehungen, auch Drogenhändler, Mörder, Terroristen und Schurkenstaaten in ihren schmutzigen Geschäften unterstützt wurden.

Bisher ging kein Bankenangehöriger ins Gefängnis und niemand musste individuelle Strafen zahlen, da befürchtet wird, dass jegliche schwerwiegende Aktion gegen Banken die Weltwirtschaft gefährden könnte, indem sie das ganze Bankensystem destabilisiert. Banken wie die HSBC oder die Schweizer UBS, die eine Schlüsselrolle in dem so genannten LIBOR-Skandal spielte, wurden immer wieder von Ministerien gewarnt und aufgefordert, dieses Problem anzupacken. Obwohl anfängliche Versprechungen darauf hindeuteten, dass der Wille für Veränderungen da war, wurden keine ernstzunehmenden Maßnahmen getroffen um die fragwürdigen Transaktionen zu stoppen. Trotzdem wurden keine Strafanzeigen gegen die allmächtigen Giganten gestellt.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel "Too Big to Jail" des Rolling Stones Magazins (Englisch) für verblüffende Einsichten in eine Welt voller Macht und Ohnmacht, die an Absurdität kaum zu überbieten ist und erfahren Sie mehr über die kontroversen Methoden und Entwicklungen im Weltfinanzsektor.

In deutscher Sprache bietet außerdem der Artikel "Amerika diskutiert über „too big to jail“ aus der Frankfurter Allgemeinen (online) vom 07.03.2013 einen guten Überblick über die Lage und lässt Hoffnung aufkommen, dass in Zukunft vielleicht doch korrupte Banken mit härteren Sanktionen zu rechnen haben.

(Quelle: rollingstones.com, faz.net; Bild: thinkabout.ch)