11.03.2013 - 14:30

Stimmen Sie ab: Welches ist das gefährlichste Finanzprodukt?

Im Februar-Newsletter wiesen wir Sie auf den Wettbewerb "Europa sucht das gefährlichste Finanzprodukt" hin. Sven Giegold (Fraktion die Grünen im EU-Parlament) und die zivilgesellschaftlichen Organisationen Share und WEED wollen gefährliche Finanzprodukte, die in Europa gehandelt werden, ermitteln und dafür Öffentlichkeit schaffen. Aus der Vielzahl von Vorschlägen, die sie erhalten haben, wurden nun von einer Jury in zwei Kategorien jeweils vier Produkte für die Endabstimmung nominiert.

Sie sind nun aufgefortdert mit abzustimmen welche zwei Produkte verboten werden sollen!

Hintergrund: Die Verordnungen zur Gründung der Europäischen Finanzaufsichtsbehörden ESMA (Märkte, Börsen, Investmentfonds), EBA (Banken) und EIOPA (Versicherungen) geben den EU-Finanzaufsichtsbehörden die Möglichkeit, Finanzprodukte vom Markt zu nehmen. Die Finanzpraxis „ungedeckte Leerverkäufe“ wurde vor einigen Monaten europaweit auf einer gesonderten speziellen Rechtsgrundlage verboten. Das neue Instrument aus den Verordnungen wurde bislang nicht genutzt, obwohl bekannt ist, dass zahlreiche Finanzprodukte gefährlich sind: Sie sind unnötig komplex oder intransparent.

Bisher konnten die Aufseher von dem neuen Recht nur schwer Gebrauch machen. Wenn jedoch die verschärfte EU-Marktrichtlinie „MifID“ im Laufe 2013 beschlossen wird, kann ESMA voraussichtlich gefährliche Finanzprodukte leichter vom Markt nehmen.

Noch bis zum 14. März 2013 haben Sie nun die Gelegenheit über die zwei gefährlichsten Finanzprodukte Europas abzustimmen. Hier gehts zur Abstimmung.

(Quelle: www.dangerous-finance.eu)