05.04.2013 - 16:45

Steueroasen gibt es nicht!

Der Verharmlosung von Steueroasen bzw. Steuerbetrug mithilfe von beschönigenden Bezeichnungen, wie "Steueroasen- oder paradiesen" muss ein Ende gesetzt werden. Heribert Prantl, Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, fordert: "Die erste Maßnahme gegen Steueroasen ist daher eine semantische: Man muss ihnen diesen Namen entziehen".

Steueroasen sind in Wahrheit Steuersümpfe!

Machen Sie es wie Heribert Prantl und fordern Sie eine Umbennung. Jede und jeder ist gefragt. Überall wo über Steueroasen gesprochen wird, reicht ein Hinweis - ob in einem Leserbrief, online-Kommentar, Twitter, Facebook, beim Stammtisch oder im Büro: Steueroasen sind in Wahrheit Steuersümpfe! Falls Sie Kontakte zu Journalisten, Bloggern, Künstlern oder anderen Menschen mit großen Netzwerken haben, sprechen Sie die Menschen darauf an.

Die Macht von Worten wird leider viel zu oft unterschätzt. Doch Worte erzeugen Bilder in unseren Köpfen. So schrieb die Global Marshall Plan Initiative vor Jahren schon Journalisten an "Globalisierungskritiker" statt "Globalisierungsgegner" zu verwenden. Steuerhinterziehung mit dem Begriff Steueroasen zu umschreiben war eine "Glanzleistung" der Kommunikation. Doch wir können das nun ändern. Steueroasen sind in Wahrheit Steuersümpfe.

Auch Claus Kleber spricht im heute-Journal von der Austrockung des (Steuer)sumpfs 

 

Bis zu 32 Billionen US-Dollar sind in solchen Steuersümpfen versteckt. Die hinterzogenen Steuereinnahmen könnten für eine globale Energiewende, ein gigantisches Baumpflanzprogramm oder die Umsetzung der Millenniumsziele eingesetzt werden.

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(Quellen: sueddeutsche.de)