08.10.2012 - 16:00

Reichtumsbericht fördert Debatte über Besteuerung

Nachdem der aktuelle Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung an die Presse gelangt ist, hat das Ökosoziale Forum Deutschland diesem Thema und der Vermögenssteuer gleich drei Einträge in ihrem aktuellen Newsletter gewidmet, die der aktuellen Presse entnommen sind und einen Einblick in das Thema geben.

Das Ökosoziale Forum Deutschland ist Partner der Global Marshall Plan Initiative im Projekt Hochschultage. Es ist ein wissenschaftlich arbeitendes, unabhängiges Forum, das sich zum Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt zu leisten. Dabei unterstützen die Mitglieder die Kernziele der Global Marshall Plan Initiative. Es versteht sich als integrative Dialog- und Handlungsplattform und arbeitet derzeit mit der Global Marshall Initiative unter anderem bei den Hochschultagen Ökosoziale Marktwirtschaft & Nachhaltigkeit zusammen.

Der neue Armuts- und Reichtumsbericht, eine alle vier Jahre vom Arbeitsministerium herausgegebene Analyse der Vermögens- und Einkommensverteilung in Deutschland, offenbart, wie die Vermögen der Reichsten immer weiter anwachsen und die der Ärmeren teils relativ, teils trotz eines immensen Zuwachses der Nettovermögen, absolut abnehmen. Ähnlich verhält es sich bei den Löhnen, die bei den unteren 40 Prozent inflationsbereinigt sanken. Die Andeutungen in der noch vorläufigen Version, man denke über erhöhte Steuern für vermögende nach, wurden dementiert. „Linksrhetorik pur“, sagte Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter. Angela Merkel ist der Meinung, dass sich für die Ärmeren ja die Chancen verbessert hätten.

Die deutsche Gewerkschaft Verdi hingegen befürwortet eine Vermögenssteuer wie auch die Parteien SPD, Die Linke und Die Grünen. Verdi-Chef Bsirske stellte in einem Interview mit der FAZ bereits vor einem Monat dar, wie er sich eine solche Abgabe vorstellt.

Die vollständigen Artikel zum Thema - der Beitrag zum noch unveröffentlichten Reichtumsbericht, zur Position Merkels und das Interview mit Verdi-Chef Bsirske - sind im aktuellen Newsletter des Ökosozialen Forums nachzulesen. Die endgültige Fassung des Armuts- und Reichtumsberichts erscheint nach offiziellen Angaben Mitte November.

(Quellen: oesf.de, Bilder:oesf.de)