Regionaler Globalismus

Johannes Dreer, engagierter Dipl. Volkswirt und seit kurzem Unterstützer unserer Initiative, setzte seinen Wunsch sich aktiv am notwendigen Wandel zu beteiligen bereits vor einiger Zeit in die Tat um: Er startete lokal einen Diskussionskreis über nachhaltige Entwicklung, in welchem er sich seit geraumer Zeit mit Gleichgesinnten Denkern austauscht. Konkret befasst sich Herr Dreer dabei mit dem Grundgedanken des „Regionalen Globalismus“ als Konzept lokal-pragmatischem Handelns, nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit bedeutet der Einklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Auf globaler Ebene ist dies ein Problem, da Nachhaltigkeit erst eine Rolle spielt, wenn die persönliche Betroffenheit bedroht wird. Dies macht das Konzept auf globaler Ebene nur schwer durchsetzbar. Dreer ist der Überzeugung, dass grundlegende nachhaltige Veränderungen unsers globalen Systems notwendig sind, um Lösungsansätze zu finden. Bisher war Nachhaltigkeit, laut Dreer, nur ein gut gemeintes Wunschgebilde, ohne ein bindendes Regelwerk für internationale Akteure. Jedoch braucht es konkretes, dauerhaftes verantwortungsvolles Handeln.

Hier kommt die Idee des „Regionalen Globalismus“ ins Spiel. Der Begriff steht für verantwortungsvolles regionales Handeln, das der ganzen Welt zu Gute kommt. Das Konzept basiert auf der Überzeugung, dass Mitgefühl regional im Hier und Jetzt entsteht. Die Idee des „Regionalen Globalismus“ führt zur Weiterentwicklung des Konzeptes Nachhaltigkeit zu einer pragmatisch umgesetzten Verantwortung im menschlichen Handeln.

Global gravierende Probleme stehen in engem Zusammenhang mit bestehenden Strukturen. Es ist nicht möglich mit den bestehenden Systemen, die zum Teil eben durch diese Systeme entstandenen Probleme, zu lösen. Deshalb benötigen wir eine Änderung der Strukturen. Der „Regionale Globalismus“ könnte einen Entwurf für ein faires Win-Win-System darstellen. Die Nähe zwischen Handelnden und Betroffenen ermöglicht ein freies Handeln auf Basis von Überzeugung, von Werten und Visionen.

Es benötigt lokale Diskussionen, um die Überzeugung des „Regionalen Globalismus“ in der Gesellschaft anzustoßen. Regionale Diskurse tragen zur Bewusstseins- und Meinungsbildung bei. Überall müssen solche Diskussionen entstehen. Globales Denken und Engagement auf regionaler Ebene ist ein guter Mix für eine verantwortliche Gestaltung unserer Zukunft.

Neugierig geworden? Dann lesen Sie den gesamten Aufsatz von Dreer hier. Sind Sie an Austausch und Weiterentwicklung der Idee des „Regionalen Globalismus“ interessiert, dann nehmen Sie unter kirchdorf@globalmarshallplan.org mit den Engagierten Kontakt auf.

(Quelle: Regionaler Globalismus von Johannes Dreer )