30.08.2012 - 09:45

„Ocean Health Index“: Industrieländer schneiden besser ab als Entwicklungsländer

In einer von der University of California, Santa Barbara (UCSB), durchgeführten Studie über die Qualität der Meere belegt Deutschland den 4. Platz.
In dem in der Zeitschrift "Nature" veröffentlichten Index wurden die angrenzenden Meere von insgesamt 171 Staaten untersucht. Faktoren wie bspw. die Wasserqualität oder die Rolle des Meeres für Wirtschaft und Fischerei, aber auch Themen wie Tourismus und Küstenschutz wurden bei den Untersuchungen berücksichtigt.

Der Leiter der Studie, Ben Halpern, möchte diese nun erstmalig durchgeführten Tests in Zukunft erweitern und laufend aktualisieren; auch, um den jeweiligen Ländern aufzuzeigen, wie sich verschiedene Maßnahmen jeglicher Art den Meeren gegenüber bemerkbar machen.

Spitzenreiter mit 86 Punkten ist Jarvis Island, eine unbewohnte Insel im Südpazifik. Das westafrikanische Land Sierra Leone ist mit 36 Punkten hingegen Schlusslicht der Statistik.

Generell schnitten reichere Länder in der Statistik besser ab als ärmere Staaten, da diese zur Versorgung ihrer Einwohner vermehrt Überfischung vorantreiben müssen und ihnen des Weiteren technische Mittel zur Verbesserung des Klimaschutzes fehlen.

Dass 60 von 100 Punkten zu wenig für den Durchschnitt sind, weiß auch Martin Visbeck vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Für ihn sind Werte zwischen 70 und 80 Punkten im Durchschnitt für die Zukunft erstrebenswert.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel zur Studie (komplette Studie kostenpflichtig unter www.nature.com).
 
(Quellen: Teaserbild: Pacific Standard, Text: UmweltDialog, Bild: UmweltDialog)