Neue Impulse für die Post-2015-Agenda

Das neue UN-Gremium „High-level Panel on the Post-2015 Development Agenda” hat sich Ende Oktober zu seiner ersten bedeutenden Sitzung zusammengefunden. Die Mitglieder erhoben die Ausmerzung der weltweiten Armut - innerhalb der Spanne eines Menschenlebens - zum wichtigsten Ziel nach 2015.

Als entscheidende Maßnahmen zur Ausmerzung von Armut müssten Transparenz, Zugang zur Justiz, persönliche Sicherheit und Gewaltfreiheit in den Post-2015-Rahmen eingebunden werden. Zudem seien die Beendigung von Korruption und Konflikten, Gewährleistung von Eigentumsrechten, Rechtstaatlichkeit und starke Institutionen wichtige Komponenten zur Bildung wohlhabender Gesellschaften. Bei allen zukünftigen Maßnahmen sei auch eine nachhaltige Perspektive notwendig.

Eine Woche zuvor hatte Oxfam ein Impulspapier zur Post-2015-Agenda veröffentlicht. In dem Bericht “How Can a Post-2015 Agreement Drive Real Change?” geht es vor allem um die Lehren, die aus den Millenniumsentwicklungszielen (MDGs) gezogen werden können.

Die Autoren fordern, in der Post-2015-Agenda die Veränderungen im geopolitischen, ökonomischen und intellektuellen Kontext zu berücksichtigen, die sich seit der Verabschiedung der MDGs ereignet haben. Sie prognostizieren, dass anstelle der Hilfsleistungen in Zukunft der Einfluss auf nationale Regierungen entscheidend sein wird. Deshalb sei eine tiefere Untersuchung von ökonomischen und politischen Kontexten für die Agenda notwendig. In dem Bericht werden sechs globale und regionale Handlungsinstrumente für den Post-2015-Rahmen vorgeschlagen: Umfassende globale Standards, globale und regionale Zielsetzungen, globale Erhebungen wie den Human Development Index (HDI), Datentransparenz und internationale Gesetze.

Das vollständige Impulspapier können Sie downloaden oder hier lesen:


(Quellen: dfid.gov.uk, uncsd.iisd.org, oxfam.org)