Krise des Europäischen Emissionshandel: CO2 Preise müssen wieder steigen

Der CO2 Preis hat seinen historischen Tiefstand von 6,50€ pro Tonne erreicht. Dies hat die Auswirkung, dass für industrielle Unternehmen wenige bis gar keine Anreize mehr für klimafreundliche Investitionen bestehen. Die Wirtschaftskrise und Schlupflöcher für die Industrie haben nicht nur den Emissionshandel ins Wanken gebracht, sondern verursachten auch ein erhöhtes Maß an industrieller Verschmutzung.

Dieses Ergebnis resultierte aus den niedrigen CO2 Preisen, welche zu einer mangelnden  Motivation führten die Emissionsgrenze einzuhalten. Jedes vom Europäischen Emissionshandel System (ETS)erfasste Unternehmen hat eine feste Menge an Emissionsrechten. Bei geringem CO2-Ausstoß kann ein jeweiliges Unternehmen überschüssige Emissionsrechte weiterverkaufen. Im umgekehrten Falle, wenn mehr CO2 ausgestoßen wird als erlaubt, kann ein Unternehmen auch diesen Mehrbedarf an Emissionsrechten  auf dem Emissionshandel erwerben.

Dieser Lage muss sich die EU anpassen. Aus der Studie des Öko-Instituts gehen Lösungsansätze aus der Krise hervor, um den weiteren Verfall der CO2 Preise zu verhindern. EU-Staaten könnten den Emissionshandel von überschüssigen Emissionsrechten befreien um die CO2 Preise langfristig wieder zu steigern und die jährlichen Emissionen weiter zu senken. Das bedeutet, dass die EU ambitionierte Klimaziele braucht. Greenpeace und der WWF fordern ein neues EU-internes Ziel von mindestens 30% an Emissionsreduktion, anstelle von zuvor 20%.

Weitere Informationen und Handlungsmöglichkeiten können Sie im Artikel „Niedergang des europäischen Emissionshandels verhindern“ nachlesen.

(Quelle: sonnenseite.com, greenpeace.de, Bilder: greenpeace.de, xn-europäischeremissionshandel-khc.com)