05.09.2012 - 15:15

Für den Erhalt unserer Welt: Wir müssen vegetarischer leben!

Wie eine wissenschaftliche Studie des Stockholm Internationale Water Institute herausgefunden hat, könne nur die Umstellung auf eine fast ausschließlich vegetarische Ernährungsweise die drohende Lebensmittelknappheit und den drohenden Hunger bis 2050 vermeiden.
Die Studie wurde während der Weltwasserwoche 2012, welche vom 26. bis zum 31. August in Stockholm stattfand, vorgestellt.

Laut der Untersuchung seien momentan noch ca. 20 % der für die Ernährung des Menschen nötigen Proteine tierischen Ursprungs. Um die in 2050 auf 9 Milliarden Menschen angewachsene Bevölkerung dann allerdings auch weiterhin mit Nahrung versorgen zu können, sei eine drastische Reduzierung von 20 % auf 5 % notwendig. Malik Falkenmark, einer der Autoren der Studie, fordert deshalb, dass der übermäßige Fleischkonsum, den man vor allem in der westlichen Welt gewohnt ist, drastisch reduziert werden müsse.
Erschwerend käme allerdings noch hinzu, dass die Tendenz wachsend und nicht fallend sei. So nähme der Fleischkonsum vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern extrem zu.

Für Falkenmark führt so eins zum anderen: Der wachsende Fleischkonsum der Menschheit erfordere ein Vielfaches an landwirtschaftlicher Fläche und Wasserreserven, welche nötig wären, um die Tiere zu ernähren, welche hinterher wiederum als Nahrung für die Menschen dienten. Die im Zuge dessen zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Erde erlaube es folglich nicht, diese landwirtschaftlichen Flächen zu bewässern, so dass es schwierig sei, im Jahr 2050 eine Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen zu versorgen.
Eine pflanzliche Ernährung erfordere weitaus weniger landwirtschaftliche Fläche und Wasserreserven, so der Autor.
Derzeit wird ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen für den Futteranbau verwendet.

Laut den Wissenschaftlern würden momentan 70 % des Wassers in der Landwirtschaft verbraucht. Der Klimawandel fördere die Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt, was bei gleichzeitig steigenden Bevölkerungszahlen zudem den Druck auf die vorhandenen Wasserreserven erhöhen dürfte.

Anlässlich der Weltwasserwoche in Stockholm, fand vom 26. bis zum 31. August 2012 eine Konferenz zu den Themen Wasser und Ernährungssicherheit statt, an der mehr als 2.000 Wissenschaftler, Unternehmensvertreter, Politiker und Vertreter internationaler Organisationen teilnahmen.

Klicken Sie hier, um die Studie im Original (auf Englisch) zu lesen.

(Quellen: Teaser: 55PLUS-magazin.net, Bild: Klimaretter.info, Text: Klimaretter.info)