19.10.2012 - 12:15

Energiewende: Das globale Wendemanöver stockt

Die Financial Times Deutschland (FTD) zeichnet im Artikel „Das globale Wendemanöver stockt“ ein eher ein pessimistisches Bild der gegenwärtigen Entwicklungen der Energiepolitik sowohl in Deutschland als auch global. Der Artikel trägt jedoch auch Hoffnung bezüglich der Zukunft in sich.

Das deutsche Wort „Energiewende“ hat aufgrund des bisher geleisteten bereits seinen Einzug in den englischen Sprachgebrauch gefunden, der Atomausstieg ist inzwischen auf gutem Weg. Allerdings werden gleichzeitig auch neue fossile Kraftwerke gebaut, die, abzüglich der Stilllegungen, ein mehr an 14 Gigawatt bringen. Ein weiteres Problem bringen noch die sich weiterhin zögerlich ausgebauten Netze mit sich, bei denen vielerorts noch Geld sowie die Zustimmung der Bevölkerung fehlt. Die Ziele des Kyoto-Protokolls sind nicht in Gefahr, aber von einer tief greifenden Wende sieht die FTD uns noch weit entfernt.

International bewegt sich die Energiepolitik ebenfalls in keine positive Wendung, Japan wird trotz des inzwischen geplanten Atomausstiegs zu den Blockierern eines Nachfolgeprotokolls für Kyoto gezählt und in Nordamerika herrscht ein Boom, was die Förderung von Gas und Erdöl aus schwerer erreichbaren Quellen angeht, die durch Preissteigerungen und technologischen Fortschritt lukrativ geworden sind.

Für eine Rückkehr zum Klimaschutz schlägt die FTD drei Strategien vor: Stärkung der CO2- Aufnahme durch Bodenfruchtbarkeit mit Synergieeffekten für die Ernährung und mit der ökologische Landwirtschaft, eine ernsthaftere Förderung von Energieeffizienz und vor allem eine fortschreitende Verminderung des Energiebedarfs mit einer Steigerung der Energieproduktivität um etwa den Faktor fünf innerhalb von 30 bis 40 Jahren. Nötig ist hierbei eine langfristige Erhöhung von Energiepreisen bei möglichst hoher, langfristiger Planungssicherheit für Investoren und Ingenieure.

Die FTD ist der Meinung dass international vor allem eine Allianz mit den asiatischen Staaten sinnvoll ist, da hier eine Abstimmung in der Klimapolitik einfacher ist, als mit etwas den USA oder Kanada. Und „wenn wir schon mal 20 Jahre vorausrennen, werden sich auch die transatlantischen Freunde der Klimaschonungsallianz anschließen.“

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen.

(Quelle: ftd.de, Bild: ftd.de)