Der Weg eines konvertierten Klimaskeptikers

Richard Muller, Physikprofessor an der University of California in Berkeley, zweifelte sogar die Existenz der globalen Erwärmung an, als er Mängel an bestehenden Studien zum Klimawandel entdeckte.
An Richard Mullers Überzeugung, dass die Pflicht jedes Wissenschaftlers darin besteht, skeptisch zu sein, hat sich nichts verändert. An seiner Einstellung gegenüber der globalen Erwärmung jedoch schon.


2010 initiierte Muller das "Berkeley Earth Surface Temperature Project". Ein Team von Wissenschaftlern ist seitdem darum bemüht, durch objektives und unabhängiges wissenschaftliches Arbeiten zu einem besseren Verständnis der globalen Erwärmung beizutragen. Finanziell unterstützt wird das Team in ihrem Unterfangen durch eine Vielzahl zweckungebundener Spenden. Eine Liste der Sponsoren ist hier zu finden.


Die intensive Forschungsarbeit führte die Wissenschaftler des Projekts zu dem Ergebnis, dass das Phänomen “globale Erwärmung“ existiert und die Menschheit als Hauptursache für diese Entwicklung festzustellen ist.
In großflächig angelegten Analysen von Datensätzen haben sie den Verlauf der Temperaturen rekonstruiert. Dabei zeigte sich eine Erwärmung der Kontinente um durchschnittlich 1,4 Grad Celsius in den vergangenen 250 Jahren. Mit Blick auf die nächsten 50 Jahre ist Mullers Prognose, dass es zu einer zusätzlichen Erwärmung von 0,8 Grad Celsius kommen wird.

Mullers Anliegen ist, die wissenschaftliche Debatte über die globale Erwärmung, insbesondere den Streitpunkt der menschlichen Verantwortung, mit Hilfe der Ergebnisse des Berkeley-Earth-Projekts beizulegen. Somit stände der disziplinenübergreifenden Diskussion über mögliche Handlungsansätze nichts mehr im Wege.

Den Originalartikel können Sie hier nachlesen.

(Quellen: sueddeutsche.de, berkeleyearth.org, Bilder:berkeleyearth.org, http://muller.lbl.gov/)