10.04.2013 - 11:45

Artists against Fracking


Nach der Ankündigung von Gouverneur Andrew Cuomo, dass Fracking eventuell bald auch im US Staat New York eingesetzt werden soll, wollten Yoko Ono und ihr Sohn Sean Lennon aktiv werden. Innerhalb weniger Tage haben sie fast 150 weitere Künstler davon überzeugen können, wie wichtig es ist, über Fracking aufzuklären. So schlossen sich im August 2012 die Artists against Fracking zusammen.

Beim Fracking [Methode des Hydraulic Fractioning (hydraulisches Aufbrechen, kurz „Fracking“)], wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in Gesteinsschichten gepresst, um das darin enthaltende Gas zu fördern. Chemikalien wie Kaliumchlorid, Isopropanol oder Boratsalze werden benötigt, um die Anlagen vor Korrosion zu schützen und Bakterien abzutöten. Außerdem dienen sie als Schmier- und Verflüssigungsmittel.

Von Kritikern wird diese Methode als umweltbelastend eingestuft. Die Forschungsergebnisse der US Wissenschaftler von Resources of the Future geben den Kritikern recht. Sie haben herausgefunden, dass durch Fracking die Seen und Flüsse und somit auch das Grundwasser stärker mit toxischen Chemikalien belastet werden als bisher angenommen.

Eine weitere Problematik der Fracking-Methode ist der immens hohe Wasserverbrauch. Pro Gasquelle werden in den USA zwischen 8 und 19 Millionen Liter Wasser benötigt. Bei den etwa 50 000 Quellen, die allein jährlich gebohrt werden, liegt der Wasserbedarf also bei bis zu 530 Milliarden Litern Wasser.

Auf diese Problematiken wollen die Künstler aufmerksam machen und das Thema gezielt in die Öffentlichkeit tragen.

Hier finden Sie ihren aktuellen Song Don’t frack my mother:



(Quellen: www.focus.de, artistsagainstfracking.com; Bild: www3.pictures.zimbio.com)