Aktueller Waldbrandsbericht des WWF

Im Sommer 2012 sind vielerorts wertvolle Waldgebiete durch Brände bedroht. Besonders verheerend ist die Lage in Spanien. Dort gingen dieses Jahr bereits bis August mehr als 135.000 Hektar Wald verloren. Über zwei Drittel der betroffenen Flächen sind ökologisch wertvolle Schutzgebiete.

Der WWF (World Wide Fund For Nature) macht nun mit einer aktuellen Studie auf die weltweite Bedrohung von Mensch und Natur durch Waldbrände aufmerksam. Allein im Mittelmeerraum habe sich die durchschnittliche jährliche Waldbrandfläche seit den 1960er Jahren vervierfacht. Dies zeige, dass viele Ökosysteme durch menschliche Eingriffe aus den Fugen geraten sind. Die Folgen sind gravierend: Die wichtigsten Ökoregionen der Welt seien auf 84 Prozent ihrer Fläche von Feuern gefährdet.

Die Brände seien jedoch meist nicht nur auf trockenes, heißes Wetter zurückzuführen – laut WWF wird der Großteil aller Waldbrände durch menschliche Unachtsamkeit oder sogar Brandstiftung verursacht.

Umfangreichere Maßnahmen zur Vorbeugung von Waldbränden sind somit weltweit notwendig. Der WWF empfiehlt eine naturnahe Waldbewirtschaftung mit heimischen Baumarten, da diese den lokalen Bedingungen angepasst sind. So erhöhe sich die Widerstandfähigkeit des Ökosystems.
Zugleich fordert der WWF die Einführung von Managementplänen, die konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung und Vermeidung von Waldbränden enthalten.

Hier können Sie die aktuelle WWF-Studie „Wälder in Flammen“ lesen.

(Quellen: umweltdialog.de, wwf.de; Bilder: wwf.de, wwf.de)