08.03.2013 - 11:45

8. März: Heute ist Internationaler Frauentag

UN Generalsekretär Ban Ki-moon: "Es gibt eine Wahrheit, anwendbar in allen Ländern, Kulturen und Gemeinschaften der Welt: Gewalt gegenüber Frauen ist niemals akzeptabel, niemals entschuldbar, niemals tolerierbar.”

Der Internationale Frauentag (erstmals 1911 gefeiert) – auch Weltfrauentag genannt – wird inzwischen stets am 8. März gefeiert und ist für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In einigen Ländern ist er sogar gesetzlicher Feiertag.
"Heraus mit dem Frauenwahlrecht!" war die Hauptforderung der "Mütter" des Internationalen Frauentags. Auch wenn diese Zielsetzung inzwischen erreicht wurde, so ist die Gleichstellung der Geschlechter dennoch bei weitem keine Realität. Dadurch hat der Tag bis heute nicht an Relevanz verloren.

Laut dem Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) sind weltweit sind bis zu 70 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben physischer, psychischer oder sexueller Gewalt durch den Ehemann oder Partner ausgesetzt. Etwa 150 Millionen Mädchen unter 18 Jahren mussten in ihrem Leben bereits sexuelle Gewalt erfahren. Nach wie vor sind weltweit bis zu 150 Millionen Mädchen und Frauen Opfer von Genitalverstümmelung.
Frauen auf der ganzen Welt machen am 8. März mit Veranstaltungen, Feiern und Demonstrationen auf noch immer nicht verwirklichte Frauenrechte aufmerksam.

Der internationale Charakter des Weltfrauentags wird durch die Tatsache unterstützt, dass die Vereinten Nationen an die Tradition des Internationalen Frauentags angeknüpft haben. 1977 rief die UN-Generalversammlung in einer Resolution einen Tag im Jahr zum „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ aus. Die jährlich stattfindenden Veranstaltungen stehen seither unter wechselnden Schwerpunktthemen von länderübergreifender Relevanz. Mit der Kampagne UNiTE fordert Generalsekretär Ban Ki-moon Regierungen, die Zivilgesellschaft, Frauenorganisationen, Männer, junge Menschen, private Unternehmen und die Medien sowie das gesamte UN System dazu auf sich den Kräften anzuschließen diese weltweite Pandemie zu bekämpfen.

2013 lautet das Motto der Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag: „A promise is a promise: Time for action to end violence against women“ („Versprochen ist versprochen: Zeit etwas für das Ende der Gewalt gegen Frauen zu unternehmen“), in Deutschland lautet das Motto auch in diesem Jahr "Heute für morgen Zeichen setzen!".

Par­la­men­ta­rische Staats­sekre­tärin beim BMZ, Gudrun Kopp, lud in der ver­gan­ge­nen Woche die Bot­schaf­ter­innen der Ko­ope­ra­tions­länder Deutschlands zu einem in­ten­siven Aus­tausch ins BMZ in Berlin ein­. Unter dem Titel 'Power Talk' nahmen die Bot­schaf­ter­innen von Indien, Ruanda, Georgien, Madagaskar, Liberia und Burkina Faso teil­. Die Ergebnisdeklaration finden Sie hier.

(Quellen: www.bmz.de, www.lpb-bw.de, www.un.org)