2052: Droht ein globaler Kollaps?

Die aktuelle Ausgabe der ApuZ, des Magazins der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), befasst sich mit dem Thema „Weltuntergang“ – u.a. mit einem Beitrag von Jorgen Randers. Der Professor für Klimastrategie ist Co-Autor des Club of Rome-Berichts "Die Grenzen des Wachstums" (1972). Die damalige Botschaft lautete: „Aufgrund verspäteter globaler Entscheidungen wird die Menschheit zulassen, dass ihr ökologischer Fußabdruck (Bevölkerung und Wirtschaft) größer wird, als es der kleine Planet Erde auf lange Sicht hin verträgt.“

Was vor 40 Jahren ungläubige Reaktionen hervorrief, ist heute ein realistisches Szenario. Dieses Jahr hat Randers einen neuen Bericht an den Club of Rome veröffentlicht: „2052 - Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre”, erhältlich im Global Marshall Plan Shop.

Diese wohlbegründete Prognose setzt sich aus Einzelvorhersagen für fünf Weltregionen zusammen und beschreibt, welche Entwicklung am wahrscheinlichsten ist. Randers geht in „2052“ davon aus, dass sich das das weltweite Wachstum zwar verlangsamen wird, doch die Weltgemeinschaft nicht schnell genug handeln wird, um eine Klimakrise in der Mitte des 21. Jahrhunderts zu vermeiden.

Seiner Prognose zufolge verlangsamt sich auch das Wachstum der Weltbevölkerung durch die Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf Gesundheit und Landwirtschaft. Fortwährende CO2-Emissionen werden in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts einen schnellen Rückgang des menschlichen Wohlergehens bewirken. Die Lebensqualität wird zudem durch immer häufigere Klimakatastrophen beeinträchtigt werden.

Randers schlägt folgende Maßnahmen vor, um diese Vorhersagen zu vermeiden:

  • Drosselung des Bevölkerungswachstums
  • Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks
  • Hilfe und saubere Energie für die Armen
  • Ende der Kurzsichtigkeit
  • Neue Ziele für reiche Gesellschaften in einer Welt ohne Wachstum

Zusammengefasst sagt „2052“ einen Rückgang im Wohlergehen der Menschen in den meisten Regionen noch vor Mitte des 21. Jahrhunderts voraus. Wie diese zukünftige Lebensqualität von den Menschen wahrgenommen wird, kann jedoch unterschiedlich sein: Während für die heutigen Eliten ihre Welt bereits zusammengebrochen sein wird, nehmen die Mittelschichten diesen Niedergang als aktuellen Prozess wahr. Dagegen wird eine weitere große Gruppe (darunter viele Chinesen) angeben, die vergangenen 40 Jahre seien sehr gut gewesen, und weiterhin Fortschritte erwarten.

Hier finden Sie den vollständigen Essay von Jorgen Randers als PDF-Datei.

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(Quelle: bpb.de; Bilder: clubofrome.at, rundschau-online.de)