01.12.2015 - 10:17

"Mit Zwang geht gar nichts" F.J. Radermacher zur COP21 in Paris

Wie kann man die Erderwärmung aufhalten? Darum geht es derzeit bei der UN-Klimakonferenz in Paris. Der Ulmer Klimaexperte setzt auf Freiwilligkeit. Ein Interview mit dem SWR:

 

Franz-Josef Radermacher ist Professor für Informatik an der Universität Ulm und Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung. Bekannt geworden ist er unter anderem durch sein Engagement in der "Global-Marshall-Plan-Initiative", die sich seit 2003 für eine gerechtere Globalisierung einsetzt. SWR-Moderator Volker Wüst hat sich mit Professor Rademacher über den Klimaschutzgipfel unterhalten.

Herr Professor Radermacher, mehr als 170 Staaten haben ihre Pläne eingereicht, wie sie künftig das Klima schützen wollen. Wenn Sie selbst in Paris sprechen dürften, welche Kernbotschaft würden Sie den gut 150 Staats- und Regierungschefs gerne mit auf den Weg geben?

Dass es wichtig ist, sich zu einigen. Dass es wichtiger ist, dass viele mitmachen, auch wenn der Vertrag nicht ganz scharf ist, als dass es nur wenige sind, die sich in einem harten, engen Vertrag wiederfinden. Und dass der Ansatz, dass jeder selbst sagt, was er zu tun bereit ist, besser ist, als zu versuchen über das Aufbauen von Druck Staaten in Lösungen zu zwingen, zu denen sie letzten Endes nicht wirklich Ja sagen können.

Das ganze Interview finden Sie HIER auf der Homepage des SWR.