31.10.2014 - 10:34

Nachhaltige Geldanlagen: Mit Sparen die Welt verbessern!

Wie kann man sein Geld am besten investieren, um weltweit eine nachhaltige Entwicklung zu fördern ohne auf gute Performance verzichten zu müssen? Nachhaltige Geldanlagen sind die Lösung.


Viele Menschen haben den Wunsch durch ihr Tun einen positiven Einfluss auf ihre Umwelt zu haben. Für manche bedeutet dies die regelmäßige Teilnahme an ehrenamtlichen Aktivitäten, für andere heißt es die pflegebedürftige Nachbarin beim Einkauf zu unterstützen. Beim Thema des nachhaltigen Handelns denken jedoch die wenigsten an Geldanlagen. Dabei ist es gerade unser Geld, das in den Händen von Fondmanagern sowohl positive aber auch negative Entwicklungen unmittelbar ermöglicht – und wer möchte schon, dass mit dem eigenen Geld Dinge finanziert werden, die man selbst ablehnt, seien es klimaschädliche Investitionen, Waffengeschäfte, Glücksspiel oder Atomkraft?

Das Weltfinanzsystem ist für Normalbürger leider zu weiten Teilen undurchsichtig und bei der Wahl der richtigen Geldanlage wird daher viel Vertrauen in die Berater der Hausbank gelegt. Die Mehrheit sucht nach sicheren und gleichzeitig gewinnbringenden Geldanlagen. Die Wenigsten hingegen möchten Ihr Geld in umstrittene Branchen wie die Tabak- oder Rüstungsindustrie investieren. Was also kann jeder Einzelne tun, um sein Geld nachhaltig anzulegen?

In den vergangenen Jahren ist auf dem deutschen nachhaltigen Anlagemarkt ein stetiges Wachstum erkennbar gewesen. 2012 betrug das Gesamtvolumen rund 73,3 Milliarden Euro und verzeichnet seit 2011 eine Wachstumsrate vom 16,3 % (FNG, 2013). 64,4 % des Gesamtvolumens sind in Kundenanlagen bei Banken mit Nachhaltigkeitsfokus und den Eigenanlagen der Förderbank KfW angesiedelt.  Mandate machen mit 21,6 % einen weitaus geringeren Anteil aus und Investmentfonds bilden mit 14 % das Schlusslicht. Interessenten können sich zwischen verschiedenen Anlagestrategien entscheiden. Es gibt eine Reihe von nachhaltigen Fondprodukten, die mit unterschiedlichen Methoden arbeiten und deren Performance ebenso gut ist wie die der herkömmlichen Geldanlagen.  Die bekanntesten und meist genutzten sind die folgenden:  

  • Anwendung von Ausschlusskriterien (positiv und negativ),
  • Best in Class,
  • Integration von Nachhaltigkeitskriterien,
  • Nachhaltige Themenfonds und
  • Engagement.

Die Höhe der nachhaltigen Geldanlagen zeigen ein positives Bilanz, auch wenn das Volumen nachhaltiger Geldanlagen in Relation zum Gesamtmarkt noch stark ausbaufähig ist. Marktbeteiligte sehen eine Fortführung des positiven Trends für die kommenden Jahre. Besonders die Spezialbanken mit Nachhaltigkeitsfokus sind ein wichtiges Segment und erfüllen eine wichtige Funktion für den gesamten Markt der nachhaltigen Geldanlagen.

Das Öko-Institut e.V. machte sich bereits 2004 Gedanken über die Wirkung nachhaltiger Geldanlagen. Besonders auf folgenden drei Ebenen werden Effekte verzeichnet:

  • Wirkungen innerhalb des Finanzmarktes,
  • Direkte und indirekte Wirkungen für Unternehmen und
  • Einfluss von nachhaltigen Geldanlagen auf eine nachhaltige Entwicklung.

Durch steigende Nachfrage werden mehr nachhaltige Finanzprodukte entwickelt. Unternehmen werden stärker für nachhaltige und soziale Themen sensibilisiert, um neue Investoren zu gewinnen. Im Hinblick auf die allgemeine nachhaltige Entwicklung können nachhaltige Geldanlagen die Realisation sinnvoller Projekte, wie z.b. den Ausbau regenerativer Energien, vorantreiben.

Doch woher bekommen Interessierte nun Informationen über mögliche nachhaltige Geldanlagen? Der erste und einfachste Weg ist der zum persönlichen Bankberater. Viele klassische Hausbanken haben ein Angebot für nachhaltige Geldanlagen, jedoch wird dieses Angebot bis jetzt leider nur sporadisch genutzt und häufig nicht aktiv angeboten. Fragen sie aktiv danach! Das Angebot an nachhaltigen Finanzprodukten umfasst die gesamte Palette am Markt, wie Aktien einzelner Unternehmen, Fonds, Riesterverträge, Lebensversicherungen u.v.m.

Eine weitere Möglichkeit ist der Wechsel zu einer Spezialbank mit Nachhaltigkeitsfokus, wie z.B. GLS, Triodos, EthikBank oder UmweltBank. Eine Übersicht, welche Schritte und Aspekte bei einem Bankenwechsel zu berücksichtigen sind, wird auf dieser Internetseite gut dargestellt: www.bankwechsel-jetzt.de/startseite

Nachhaltige Geldanlagen bieten ein großes Portfolio an verschiedensten Finanzprodukten und stellen somit für Jedermann eine interessante Investitionsmöglichkeit dar – bei gleicher Rendite das Gefühl zu haben, dass das eigene Geld nicht gegen sondern für eine positive Entwicklung arbeitet ist die – relativ geringe – Mühe eines Wechsels allemal wert!
 


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