11.03.2015 - 10:28

Mit Ecosia den Regenwald retten

Die Suchmaschine Ecosia verspricht eine CO2-neutrale Suche im Internet und pflanzt zum Ausgleich für das aufgewendete CO2 Bäume. 

Haben Sie schon einmal überlegt, wie viel CO2 Ihre Suchanfrage bei Google oder Yahoo produziert? Bei geschätzt 200 Millionen Suchanfragen, die Google täglich über seine Server verarbeitet, kommt da einiges zusammen. Diesen Umstand hat sich der Gründer von Ecosia, Christian Kroll, zunutze gemacht. Er gründete im Jahr 2009 Ecosia, eine ökologische Suchmaschine. Sucht man über Ecosia statt über Google, verarbeiten mit Ökostrom betriebene Server die Suchanfrage. Ecosia verdient zudem, wie andere Suchmaschinen auch, über Anbieter Geld, die ihre Webseiten prominent bei den Suchergebnissen platzieren lassen. Damit enden die Gemeinsamkeiten mit Google und Co aber bereits, denn während diese Gewinne in Milliarden Höhe generieren, hat Ecosia zugesichert, mindestens 80% seiner Einnahmeüberflüsse an Aufforstungs- und Baumpflanzprojekte zu spenden. Zu Beginn wurde dabei der WWF unterstützt, dann ein Aufforstungsprojekt in Brasilien, während die Einnahmen momentan an WeForest gespendet werden. WeForest ist eine NGO, die sich für das Pflanzen von Bäumen einsetzt, um biodiverse Wälder aufzubauen. Damit machen sie sich auch gegen den Klimawandel und gegen Armut stark. Momentan unterstützen sie unter anderem Projekte in Burkina Faso, Indien oder Madagaskar. 

Im Schnitt werden mit jeder Suchanfrage über Ecosia 2 Quadratmeter Regenwald geschützt,  da mithilfe des Unternehmens CO2-neutral im Internet gesucht werden kann. Sind Cookies aktiviert, sieht man bei der Verwendung von Ecosia zudem, wie viele Bäume durch die eigenen Suchanfragen gepflanzt werden konnten. Zurzeit hat Ecosia fast 2,5 Millionen Nutzer weltweit, die täglich circa 700.000 Suchanfragen stellen. Damit lässt sich im Schnitt alle 8 Sekunden ein Baum pflanzen. Doch ein Wermutstropfen bleibt: Für die Darstellung der Suchergebnisse greift Ecosia auf Yahoo zurück, ein Unternehmen, das selbst nicht klimafreundlich agiert.

Wer selbst eine Website betreibt, der kann über die hier vom BUND empfohlene Website nach Anbietern suchen, die ihre Server mit Strom aus erneuerbaren Energien betreiben.

Weitere Informationen zu anderen Suchmaschinen, die ebenfalls grün sind oder ökologische und nachhaltige Anbieter listen, finden Sie hier.

(Lena Pohl)

Quellen: https://info.ecosia.org/what

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/suchmaschine-ecosia-per-mausklick-den-regenwald-retten-11053612.html

http://www.bund.net/nc/service/oekotipps/detail/artikel/umweltfreundlich-durchs-internet/


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