Lange hatten die zivilen und politischen Rechte Priorität gegenüber den sozialen und kulturellen Rechten. Dies ändert sich in der heutigen, globalisierten Welt, allmählich. Aktuelle wirtschaftliche Veränderungen, marktorientierte Wirtschaftspolitik, ungeregelte Globalisierung sowie die Herbeiführung der Interdependenz und der Unsichtbarkeit aller Menschenrechte machen diese Veränderung notwendig. Das Recht auf Bildung, kultureller Entwicklung, Teilnahme am kulturellen Leben, Gesundheit, Wohnung, angemessene Nahrung, Arbeit, soziale Sicherheit, gleiche Rechte für Mann und Frau, die zu den sozialen und kulturellen Rechten gehören, werden stärker hervorgehoben, als eine Gegenmacht zu den negativen Auswirkungen der Globalisierung. Die Global Marshall Plan Initiative, als Verfechter einer Ökosozialen Marktwirtschaft, unterstützt die Verbesserung sozialer und kultureller Rechte.
von Michael Krennerich und Priska Stamminger
Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte sind bis heute umstritten. Doch ihre Bedeutung hat in den letzen Jahren zugenommen.