Marshall Plan für New Orleans (!) und für die Welt (?)
Klaudius Gansczyk
Der Zynismus der Natur hat in New Orleans medienwirksam entlarvt hat, wie wenig fürsorglich die mächtigste Regierung der Welt insbesondere seine ärmste Bevölkerungsschicht schützt. Erfreulicher Weise wurde nun innerhalb weniger Tage (!) ein Marshall-Plan mit 50-60 Milliarden Dollar zum Wiederaufbau für das Katrina-Katastrophen-Gebiet beschlossen. Das Geld ist also da - was nicht sehr überrascht - und muss nur umgeleitet werden.
Nun ist in der Welt seit vielen Jahren jeden Tag „New-Orleans“. Mit Spannung dürfen wir erwarten, ob nächste Woche beim UN-Gipfel ein „Global Marshall Plan“ beschlossen wird: Mit nur 100 Milliarden Dollar jährlich lassen sich die von allen Regierungen bereits versprochenen Milleniums-Entwicklungsziele erreichen und damit einige Weltprobleme friedlich und ebenfalls zur Freude der Menschheit lösen. An dem bisschen Geld dürfte es ja wohl nicht scheitern, nur an dem Willen, die globale Apartheid überwinden zu wollen.
Von den Medien wird es erneut abhängen, ab das entsprechende Verantwortungsbewusstsein produziert wird. DIE ZEIT kann hier einen weiteren wichtigen Beitrag leisten.
(08.09.2005 11:25:32)
Quelle: http://www.zeit.de/2005/37/lehrstunde_fuer_woelfe
Dieser Kommentar bezieht sich auf den folgenden Artikel:
Eine Lehrstunde für Wölfe