Entwicklungshilfe: Ein in sich schlĂĽssiges Gesamtkonzept ist notwendig!
Leserbrief „Die Presse“
Ein „Dankeschön“ für die hervorragend gestaltete Doppelseite über Millenniums-Entwicklungsziele und die künftige Gestaltung der Entwicklungszusammenarbeit in der „Presse“ vom 10. Jänner 2005.
Es gibt eine europäische Initiative, die noch einen Schritt weiter geht und das derzeit weltweit wohl umfassendste und in sich schlüssigste Modell repräsentiert: Den „Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft“.
Die Vision: Weltweit Gerechtigkeit, Friede und nachhaltige Entwicklung.
Der Weg: Globale Partnerschaft durch eine weltweite Ă–kosoziale Marktwirtschaft.
Die Strategie: Eine „Win-Win-Situation“ für alle durch:
1. Faire Entwicklungschancen für alle durch neue Wege der Finanzierung der Millenium-Entwicklungsziele und Mobilisierung der Eigenverantwortung der Empfängerländer.
2. Faire Marktwirtschaft für alle durch weltweit verbindliche ökologische und soziale Standards und Marktöffnung (weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft).
3. Dadurch breite Kaufkraft und Investitionsimpulse als Grundlage für ein "weltweites Wirtschaftswunder“ und eine wirksame Strategie gegen den Zwang zur Migration.
Für Europa – konkret die EU – ergibt sich die einmalige Chance, mit einem neuen, innovativen und partnerschaftlichen Modell als positive politische Kraft auf Weltebene viele Partner zu gewinnen.
Die UNO-Konferenz zu „5 Jahre Millenium-Entwicklungsziele“ bietet einen optimalen Anlass.
Vizekanzler aD Josef Riegler
Präsident des Ökosozialen Forum Europa