Sir Peter Ustinov, Reinhold Messner, Almaz Böhm und andere fordern in der
Stuttgarter Erklärung globalen Marshall Plan


Stuttgart. "Wir haben einen erbarmungslosen Krieg gegen unsere eigenen Kinder und Enkel, gegen die kommende Generation entfesselt. Wir werden ihnen eine verwüstete Welt hinterlassen, auf der das Leben für sie sehr schwer sein wird.[...]", zeichnete Michael Ende schon vor Jahrzehnten ein schwarzes Bild unserer Gesellschaft.

Dass wir vielleicht doch anders können, meint eine überparteiliche Gruppe, die in der "Stuttgarter Erklärung" die Entwicklung eines globalen Marshall Plans fordert. [...]

Europa soll sich an die Spitze eines weltweiten Aufbauplans stellen. In der
"Stuttgarter Erklärung" wird die Einrichtung eines EU-Gremiums zur Entwicklung und Umsetzung des Plans gefordert.

Ziel ist es, ein weltweites wirtschaftliches Wachstum, Freiheit und Sicherheit durch internationale Kooperation und eine Balance von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu sichern, wie die Initiative erklärte. Sie schlägt vor, dafür das beim europäischen Erweiterungsprozess angewendete Prinzip der Ko-Finanzierung von Entwicklung zu übertragen. [...]

Die Initiative verweist auf extreme ökonomische Ungleichheit zwischen Nord und Süd, abnehmende globale Sicherheit, verheerende Umweltzerstörung und jährlich 60 Millionen Tote durch Hunger und vermeidbare Krankheiten.[...] (apa/mk)

Wirtschaftsblatt 12.10.2003

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