dpa. STUTTGART. Eine aus mehr als 50 Personen des öffentlichen Lebens zusammengesetzte Initiative hat die Einrichtung eines globalen „Marshallplans" gefordert, mit dem die Armut in der Dritten Welt bekämpft werden solle.

„Das amerikanische Militär gibt in 32 Stunden mehr Geld aus als die Vereinten Nationen in einem Jahr", beklagte der Mitinitiator der Bewegung, der Autor Franz Alt, in Stuttgart. In einer am Samstag verabschiedeten "Stuttgarter Erklärung" appellieren die Unterzeichner dafür, ein Beratergremium bei der Europäischen Union einzurichten.
Dieses solle die Entwicklung und Umsetzung eines Aufbauprogramms nach dem Vorbild des Marshallplans vorantreiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe Nordamerika vier Jahre lang 1,3 Prozent seines Bruttosozialprodukts für wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen ausgegeben, heißt es in der Erklärung. Dies habe entscheidend zum Wohlstand und zur Befriedung Europas beigetragen.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung 12.Oktober 2003

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