Stuttgart (ots) - Bei der Verleihung der Club of Budapest Awards 2003 am vergangenen Samstag im Stuttgarter Neuen Schloss unterstützte Hans-Dietrich Genscher nachdrücklich die Forderung führender Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Club of Rome und Club of Budapest nach einem globalen Marshallplan zur Überwindung der Armut in der Welt und zur Schaffung von Standards für eine weltweite öko-soziale Marktwirtschaft.

Vor der anwesenden internationalen Prominenz bezeichnete er den 11. Oktober als eine historische Stunde, denn an diesem Tag unterzeichneten mehr als 70 führende Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft wie Franz Alt, Karlheinz Böhm, Eugen Drewermann, Hans-Peter Dürr, Hazel Ervin Laszlo, Sandra Maischberger, Mary Robinson, Rita Süssmuth, Sir Peter Ustinov und Ernst Ulrich von Weizsäcker die so genannte Stuttgarter Erklärung. Mit dieser fordern die Erstunterzeichner die Einrichtung eines Beratungsgremiums der Europäischen Union zur Entwicklung eines öko-sozialen globalen Marshallplans.

Hans-Dietrich Genscher, der bei der Veranstaltung die Ehrenmitgliedschaft in dem renommierten Vordenkerclub annahm, erinnerte daran, dass Stuttgart schon einmal geschichtsträchtig mit dem Marshallplan verbunden war: "Im September 1946 blickte die Welt auf diese Stadt" und rekapitulierte, dass der damalige US- Außenminister und Marshall-Vorgänger James F. Byrnes hier das Konzept vorstellte, das dann als Marshallplan Geschichte machte.

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Die Initiative für einen globalen Marshallplan geht auf einen Impuls von Franz Josef Radermacher von der Uni Ulm zurück sowie auf Ernst Ulrich von Weizsäcker. Im Mai dieses Jahres vereinbarten Repräsentanten von zwölf NGOs, darunter BUND, UnternehmensGrün, Stiftung Weltethos und Attac Deutschland, die Initiative gemeinsam voranzutreiben.

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Deutsche Presse Agentur 13.10.2003

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