Planetary Contract
Dem institutionellen Design, das die Global Marshall Plan Initiative anstrebt, soll ein “planetarischer Vertrag” zwischen allen Teilen der Welt zugrunde liegen. Das Konzept trägt deswegen den Titel “Global Marshall Plan / Planetary Contract”. Damit wird betont, daß sich die langfristigen Interessen der ganzen Welt in dem Plan wiederfinden, und daß kein Vertragspartner übervorteilt wird.

Protektionismus
Protektionismus ist die Gesamtheit protektionistischer Maßnahmen im allgemeinen oder in einem bestimmten Fall. Sie dienen zur Abschottung nationaler oder regionaler Märkte mit dem Ziel, auswärtige Konkurrenten vom inneren Wettbewerb auszusperren. Neben Verboten, Importzöllen und Subventionen (d.h. Unterstützungen der inländischen Anbieter) werden in zunehmendem Maße auch technische Handelsbarrieren eingesetzt, etwa langwierige Abfertigungsprozesse bei der Einfuhr von Gütern oder eine besonders aufwendige Prüfung importierter Waren. Protektionismus geht nicht nur auf Kosten der ausländischen Wettbewerber, die ihre Ware nicht absetzen können und mit unnatürlich tiefen Weltmarktpreisen zurechtkommen müssen, sondern ist häufig auch mit (versteckten, aber hohen) Kosten in der eigenen Volkswirtschaft verbunden. Rechtfertigt wird er mit dem Argument, die betroffenen Branchen müßten politisch unterstützt werden, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben oder damit aufstrebende Unternehmen sich etablieren können, bevor sie mit dem weltweiten Wettbewerb konfrontiert werden. Im Einzelfall und in überschaubaren Zeitrahmen können solche Argumente stichhaltig sein, aber es ist schwer, einmal eingerichtete protektionistische Maßnahmen wieder abzubauen.


Reproductive Rights
Reproduktionsrechte beziehen sich auf Geburtenkontrolle und Familienplanung, teilweise bis hin zur Legalisierung von Abtreibung. Solche “Rechte” sind stark umstritten und finden sich in keinem der offiziell verabschiedeten Menschenrechtskataloge wieder.

Rio 1992
Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED für United Nations Conference on Environment and Development) fand im Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Sie gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und war seit der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen (United Nations Conference on the Human Environment) in Stockholm (1972) die erste größere internationale Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutierte. Auch 2400 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen nahmen an der Konferenz teil, und weitere 17.000 Menschen beteiligten sich am parallel stattfindenden NGO-Forum. Ergebnisse der UNCED sind u.a. die Agenda 21, die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung und die Klimarahmenkonvention. In der Folge fand 1997 die Konferenz Rio+5 und 2002 der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (WSSD für World Summit on Sustainable Development) statt.


Seed Phase
Der englische Begriff “seed phase” bezeichnet die Anschubphase eines jungen Projekts, in der es mit Seed Money ausgestattet wird.

Sonderziehungsrechte
Sonderziehungsrechte (SZR) sind eine Art virtuelle Währung, in welcher der Internationale Währungsfonds (IWF oder IMF) Kredite an Staaten vergibt, wenn sie (z.B. aufgrund fehlender Exporteinnahmen) in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Der Wert dieser Währung und die Menge, die ein bestimmter Staat in Anspruch nehmen darf, errechnen sich aus den Beiträgen der Staaten zum Budget des IWF. Eine weitere Funktion der SZR ist die Schaffung zusätzlicher Liquidität, also praktisch die Bereitstellung zusätzlichen Geldes (vgl. Mittelaufbringung). Siehe auch Transfer von SZR.

Spill-overs
Spill-overs sind “externe Effekte”, d.h. Auswirkungen des Verhaltens eines Akteurs auf einen oder mehrere eigentlich unbeteiligte andere Akteure. Als Spill-overs können zum Beispiel umweltschädigende Emissionen bezeichnet werden, die in einem Staat verursacht werden, sich aber auf alle Staaten auswirken. In einem solchen Fall entsteht oft z.B. Problem, daß der verursachende Staat kein Interesse an der umweltgerechten Besteuerung (oder gar am Verbot) der Emission hat, weil er dadurch einen Wettbewerbsnachteil hätte und schließlich den anderen Staaten mehr nutzen würde als sich selbst.

Subventionen
Als Subvention wird die finanzielle Unterstützung einer Branche oder eines Betriebes durch den Staat bezeichnet, die unterschiedlichen Zwecken dienen kann und nur im Einzelfall zu bewerten ist. Ein bekanntes Beispiel sind etwa die Agrarsubventionen der EG, mit denen die europäische Landwirtschaft vor der billigeren Konkurrenz aus Übersee geschützt wird (vgl. Protektionismus).

Die Klima-Krise ist in aller Munde. Doch das reicht nicht! Es ist unsere Aufgabe jetzt gemeinsam zu Handeln: Neben dem drastischen Reduzieren von CO2-Emissionen, müssen wir nicht vermeidbare Emissionen durch dauerhafte CO2-Bindung ausgleichen. Diese entsteht durch großflächig angelegte Wälder. Dafür pflanzen wir Bäume! [Mehr]
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