Washington Consensus
Unter dem Washington-Konsens wird ein Reformpaket verstanden, das 1989 ins Leben gerufen wurde, um einen Wirtschaftsaufschwung in Lateinamerika auszulösen. Die vereinbarten Maßnahmen der betreffenden Staaten zielten insbesondere auf Liberalisierung (Deregulierung, Privatisierung), disziplinierte Haushaltsführung und verbesserte Rechtssicherheit.

Win-win-Situation
Unter einer Win-win-Situation wird (ursprünglich in der Spieltheorie) eine Konstellation verstanden, in der aufgrund einer bestimmten Entscheidung oder Maßnahme mehrere Akteure profitieren, also einen Gewinn (win) verbuchen. Hierzu ist häufig, aber nicht grundsätzlich, eine bestimmte Kooperation der Beteiligten erforderlich (vgl. Gefangenendilemma). Als Beispiel für eine Win-win-Situation kann etwa der Marshallplan angeführt werden, der die Aufbauhilfe für das kriegsgeschädigte Europa mit den wirtschaftlichen und strategischen Interessen der USA verband.

Weltbank
Die Weltbank (WB für World Bank, offiziell jedoch “Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung”) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und wird zusammen mit vier weiteren Institutionen als Weltbankgruppe, gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds hingegen als Bretton-Woods-Institution bezeichnet. Aufgabe der 1944 gegründeten Bank ist es, Entwicklungsländer mit Krediten, Zuschüssen und technischer Hilfe zu unterstützen. Als Empfänger der projektgebundenen Unterstützungsleistungen müssen die Staaten weitreichende Bedingungen erfüllen, welche im Einzelfall verordnet werden und meist auf wirtschaftliche Liberalisierung abzielen.

Weltbankgruppe
Die Weltbankgruppe (World Bank Group) umfaßt fünf formal selbständige Organisationen, nämlich neben der Weltbank (IBRD) noch die internationale Entwicklungsorganisation (IDA), die internationale Finanzkorporation (IFC), die multilaterale Investitionsgarantieagentur (MIGA) sowie das internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID). Anteilseigner sind die 184 Mitgliedsstaaten, größter davon die USA.
Website der Weltbank

World Business Council on Sustainable Development
Der im Januar 1995 gegründete “Weltwirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung” (WBCSD) ging aus dem Zusammenschluß des Business Council for Sustainable Development (BCSD) in Genf und dem World Industry Council for the Environment (WICE) in Paris hervor und umfaßt mittlerweile mehr als 160 internationale Unternehmen, darunter die deutschen Firmen Adidas-Salomon, Allianz, BASF, Bayer, DaimlerChrysler, Degussa, Deutsche Bank, Gerling-Konzern Insurances, HeidelbergCement, Henkel und Volkswagen. Der WBCSD versteht sich als Vorreiter und Katalysator auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung. Anknüpfend an die Ergebnisse der Konferenz von Rio und die Agenda 21 will er die Rolle von Ökoeffizienz, Innovation und gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung voranbringen. (In Anlehnung an das Lexikon der Nachhaltigkeit, Aachener Stiftung Kathy Beys.)
Website des Weltwirtschaftsrates für nachhaltige Entwicklung

Weltgipfel zur Informationsgesellschaft
Ein Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS für World Summit on the Information Society) fand erstmals 2003 in Genf statt und wurde von den Vereinten Nationen und der Internationalen Telekommuniationsunion (ITU) gemeinsam veranstaltet. Gegenstand der Konferenz waren die globalen politischen Aspekte der gesellschaftlichen Entwicklungen, die sich aus der modernen Informationstechnologie ergeben. Neben einer Erklärung über allgemeine Prinzipien wurde auch ein Aktionsplan verabschiedet, mit dem eine politische Steuerung der Informationsgesellschaft insbesondere zugunsten der Millenniumsziele und anderer Entwicklungsziele angestrebt wird. Eine zweite “Phase” ist für 2005 in Tunis angesetzt und wird bereits vorbereitet.
Website des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft

Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung
Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Agenda 21 in Rio de Janeiro zog der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung (WSSD für World Summit on Sustainable Development) 2002 in Johannesburg Bilanz, inwieweit ihre Ziele erreicht wurden und was weiterhin werden muß, um eine weltweite nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Zusätzlich zu den in Rio behandelten Themen wurden auf Drängen von Nichtregierungsorganisationen auch die Frage nach der politischen und ethischen Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen und das gegenseitige Verhältnis von internationalen Umweltschutzabkommen und WTO-Recht diskutiert.
Website des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung

Welthandelsorganisation
Die Welthandelsorganisation (WTO für World Trade Organization) ist 1995 aus dem GATT-Vertrag hervorgegangen, der seinerseits 1947 anstelle der eigentlich angestrebten Internationalen Handelsorganisation geschlossen wurde. Sie hat 147 Mitglieder, wobei es sich mit Ausnahme der EG um Staaten handelt, und beschäftigt sich mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen. Ihre Prinzipien schreiben den Mitgliedern unter anderem vor, etwaige Handelsvorteile (wie z.B. niedrige Zölle) allen teilnehmenden Staaten zu gewähren, und importierte Waren nicht schlechter zu behandeln als gleichartige inländische Waren. Mit ihrem Streitbeilegungsverfahren verfügt die WTO (als einzige internationale Institution) über einen effizienten Durchsetzungsmechanismus, der quasi “intern” von Schiedsgerichten vollzogen wird.
Website der Welthandelsorganisation

Welthandelsorganisation
Die Welthandelsorganisation (WTO für World Trade Organization) ist 1995 aus dem GATT-Vertrag hervorgegangen, der seinerseits 1947 anstelle der eigentlich angestrebten Internationalen Handelsorganisation geschlossen wurde. Sie hat 147 Mitglieder, wobei es sich mit Ausnahme der EG um Staaten handelt, und beschäftigt sich mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen. Ihre Prinzipien schreiben den Mitgliedern unter anderem vor, etwaige Handelsvorteile (wie z.B. niedrige Zölle) allen teilnehmenden Staaten zu gewähren, und importierte Waren nicht schlechter zu behandeln als gleichartige inländische Waren. Mit ihrem Streitbeilegungsverfahren verfügt die WTO (als einzige internationale Institution) über einen effizienten Durchsetzungsmechanismus, der quasi “intern” von Schiedsgerichten vollzogen wird.
Website der Welthandelsorganisation


Zedillo-Report
Der sogenannte Zedillo-Report wurde im Vorfeld der UN-Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (Monterrey 2002) von dem ehemaligen mexikanischen Präsidenten Ernesto Zedillo im Auftrag von UN-Generalsekretär Kofi Annan erstellt. Nach diesem Bericht sind die Entwicklungsziele der armen Länder bis 2015 (siehe Millenniumsziele) nur dann zu erreichen, wenn die reichen Länder ihre Unterstützung um fünfzig Milliarden Dollar pro Jahr aufstocken. Er thematisiert außerdem globale öffentliche Güter wie Frieden, Schutz vor ansteckenden Krankheiten und den Erhalt der Umwelt, mit denen die Welt unter den Bedingungen des freien internationalen Wettbewerbs nicht ausreichend versorgt wird.
Der Report als PDF

Die Klima-Krise ist in aller Munde. Doch das reicht nicht! Es ist unsere Aufgabe jetzt gemeinsam zu Handeln: Neben dem drastischen Reduzieren von CO2-Emissionen, müssen wir nicht vermeidbare Emissionen durch dauerhafte CO2-Bindung ausgleichen. Diese entsteht durch großflächig angelegte Wälder. Dafür pflanzen wir Bäume! [Mehr]
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