10.01.2014 - 12:17

Filmtipp: 20 Jahre NAFTA und die Auswirkungen auf die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Mexiko (Arte-Doku)

Der 29-minütige Dokumentarfilm zeigt die Folgen des 1993 verabschiedeten NAFTA Abkommens zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Während multinationale Unternehmen vom Wegfallen der Handelsschranken zwischen den Ländern profitieren, leiden besonders die kleinen Leute, wie hier am Beispiel mexikanischer Bauern gezeigt wird.

In weniger als 20 Jahren haben mehr als 3 Millionen Kleinbauern die ländlichen Gegenden verlassen.

Der Film zeigt die Wut und Verzweiflung der Menschen, denen das Freihandelsabkommen die Lebensgrundlage genommen hat. Während der Vertrag der mexikanischen Regierung die Subventionierung ihrer Bauern verbietet, ist dies in den USA noch immer erlaubt. Als Folge wird der mexikanische Markt mit billiger Importware überschwemmt und die einheimischen Bauern können ihre Produkte nicht mehr verkaufen.

Der Export von Rinder-, Schweine- und Hühnerfleisch von den USA nach Mexiko hat sich vervierfacht.

Mit TTIP und TPP hätten wir nun ähnliches zu erwarten. Die Dokumentation lässt erschreckende Zukunftsvisionen aufkommen und der Zuschauer stellt sich die Frage, wieso das Beispiel nicht bereits genug vor einem weiteren Freihandelsvertrag abschreckt. Denn auch die USA profitieren nicht von dem Abkommen. Tausende Jobs sind als Folge von NAFTA verloren gegangen.

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