13.04.2015 - 09:23

Europa mahnt Griechenland - und duldet selbst Steuerflucht

Jeroen Dijsselbloem, Vorsitzender der Eurogruppe und Finanzminister der Niederlande, mahnt Griechenland zu handeln und erklärte, er unterstütze die dortige Regierung, wenn sie Steuerflucht bekämpfen wolle. Doch das Amsterdamer Forschungszentrum für Multinationale Unternehmen veröffentlichte jüngst eine Studie, die zeigt, wie die Niederlande es internationalen, in Griechenland tätigen Konzernen ermöglichen, dort keine Gewinnsteuern mehr zahlen zu müssen.  

Die erzielten Gewinne werden sogenannten "Briefkastenfirmen" im holländischen Nirgendwo zugeschoben. Auf diese Weise betreiben Finanzminister Dijsselbloem und die niederländischen Behörden aktive Beihilfe zur Steuerflucht, die dem griechischen Staat schadet. Dieses schmutzige Geschäft wird von den Regierungen der übrigen EU-Länder geduldet, so wie in der Vergangenheit bereits im Falle Irlands und Luxemburgs (Luxleaks-Skandal).

Jetzt will die EU-Kommission die Regierungen dazu verpflichten, sich gegenseitig über steuerliche Vereinbarungen mit ausländischen Firmen zu unterrichten. Doch ob diese Pflicht etwas nützt, ist fraglich, denn offiziell gibt es sie schon seit 1977. Bislang hat sich allerdings keine Regierung daran gehalten…

Lesen Sie hier den Tagesspiegel-Artikel!


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