Letzte Aktualisierung:
Dienstag, 06.03.2007, 22:00 Uhr
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Von: Plan Energie Info [mailto:]
Gesendet: Dienstag, 6. März 2007 13:47
An: 'Global Marshall Plan'
Betreff: - Aussetzung der Fördermitgliedschaft AW: Global Marshall Plan News 3/2007 - Medienkampagne und Strukturpläne
[...]
Wenn aber der einzige Grund der Kampagne sein soll, Interessenten auf die Homepage der GMPI zu locken, dann gibt es wesentlich billigere und bessere Möglichkeiten, die von einer breiteren Basisbewegung der GMPI ausgehen könnten. In diesem Zusammenhang habe ich mich in Vorbereitung auf das geplante Lokalgruppentreffen in Köln und einen geplanten Besuch im BMZ mit den im letzten Rundbrief zitierten Papieren „Identity Statement“ und dem Entwurf zur Entscheidungsstruktur befasst und das Buch von Peter Spiegel „Kioto Plus“ gelesen. Dem Strukturvorschlag ist zu entnehmen, dass alle Entscheidungen der GMPI von wenigen Personen/Organisationen ohne wesentliche Einbeziehung einer (bisher noch nicht vorhandenen) Basis getroffen werden. Diese Einstellung respektiere ich, bedauere jedoch, dass damit die Möglichkeit der Einflussnahme mitbestimmender lokaler, regionaler und nationaler Gliederungen entfällt.
[...]
Herzliche Grüße aus Wachtendonk an alle, die an Wandel interessiert sind, der sich an menschlichen Bedürfnissen und den Möglichkeiten auf dieser Welt nachhaltig zu leben, ausrichtet.
Johannes Hegmans
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Von: Gerhard KARPINIEC
Gesendet: Montag, 5. März 2007 16:20
An: Global Marshall Plan
Betreff: Re: Global Marshall Plan News 3/2007 - Diskussion der Struktur der Initiative
GMP – Diskussion der Struktur der Initiative
Als Teilnehmer des bereits ersten Arbeitstreffen des GMP in Österreich am 26.11.2004 sowie auch des Zweiten als auch in einem Beitrag des Buches „SOLIDARITÄT die ankommt“ der GMP-Initiative, habe ich immer auf folgendes hingewiesen: In der politischen und aufklärenden Arbeit des GMP bedarf es auch in der Struktur einige Beispiele, wie die praktische vorbildliche Arbeit der öko-sozialen-Marktwirtschaft funktionieren soll. Das heißt praktizierte Arbeit in der Entwicklungszusammenarbeit, dies wäre mein Anliegen als Strukturverbesserung.
Nun habe ich immer kritisiert das der GMP andere auffordert etwas zu tun was es selbst nicht durchführt. Um mir selbst nicht diesen Vorwurf einzuhandeln, hielt ich am 20.2.2007 einen Vortrag mit dem Titel: „Entwicklungszusammenarbeit – Jouin Ventures. Widerspruch oder zukünftige Lösungshilfe“. Auf diesen wurde dankenswerter Weise auch in den GMP – News als auch in den ÖSFO-News hingewiesen.
Nach dem Vortrag ergab sich folgende Situation.
Einige Personen sind dabei hier eine Aktiengesellschaft zu gründen welche sich dann ausschließlich bei Klein- und Mittelbetrieben in Afrika beteiligen will , also ein Joint Venture eingehen. Als Beginn für diese AG wird ein Anfangskapital von EURO 150 bis 200.000.- angepeilt. Im Augenblick sind EURO 40.000.- zugesagt.
Einerseits suchen wir Personen oder auch Firmen welche sich bei der AG in Europa beteiligen. Anderseits sind wir an afrikanischen Firmen interessiert welche an einer Zusammenarbeit im Zuge eines Joint Ventures teilnehmen möchten.
Bei den bereits interessierten Investoren handelt es sich auch um einen Vorsitzenden eines Aufsichtsrates einer AG.
Hier ersuche ich die werte Leserschaft nicht nur über Strukturen des GMP zu diskutieren sondern helfen Ideen umzusetzen.
Es wäre natürlich sehr schön wenn wir im Bereich des GMP Personen oder Firmen finden welche sich bei dieser AG beteiligen möchten.
Selbstverständlich geben wir unsere Erfahrungen gerne weiter. Ein Kopieren dieses Systems ist sogar wünschenswert. Die Entwicklungszusammenarbeit kann genügend AGs vertragen welche nach den Grundsätzen der öko-sozialen-Martwirschaft arbeitet.
Dies mein Beitrag zur „Diskussion der Struktur der Initiative“ für GMP-Newsletter 3/2007
Gerhard Karpiniec
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From: Leo Borchardt
Sent: Friday, March 02, 2007 6:05 PM
To: strukturdiskussion@globalmarshallplan.org
Cc: Frithjof Finkbeiner
Subject: Finanzierung und Rechtliches
Importance: High
Liebes GMP-Team, lieber Frithjof,
vielen Dank für die Zuverfügungstellung des begrüßenswerten Entwurfs
zur Soft-Formalisierung unserer Initiative, den ich wie gewünscht
durchleuchtet habe.
Ich gehe atypischerweise vom Konkreten zum Abstrakten und möchte in
diesem Zusammenhang zu Beginn auf eine Inkonsistenz auf Seite 9 des
Entwurfes hinweisen. Dort heißt es einerseits, "[e]in Unterstützer oder
Träger darf keinerlei Gelder für die Global Marshall Plan Initiative
annehmen," andererseits aber bspw. "[d]er Trägerkreis legt fest, welche
Bankkonten von Trägern berechtigt sind, Gelder für die Global Marshall Plan
Initiative anzunehmen," und, [der Träger muss] "das Geld unverzüglich
weiterleiten." Entweder Träger dürfen Geld im Namen und auf Rechnung der
Initiative annehmen oder nicht. Beides gleichzeitig ist denkunmöglich.
Weiters ist zu hinterfragen, inwieweit das "Durchreichen" von Spenden
(vom Spenderkonto auf das Trägerkonto und weiter auf ein
GMP-Konto) dem Gebot der Unmittelbarkeit entspricht, das in vielen Ländern
eine wesentliche Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit von
gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Spenden darstellt.
Auf Seite 10 ist von Adressdaten die Rede, die weitergegeben werden
sollen. Inwieweit das datenschutzrechtlich gedeckt ist bzw. organisiert
werden kann, muss man sich genauer ansehen.
Ganz allgemein möchte ich festhalten, dass nach den vorliegenden
Informationen nicht davon auszugehen ist, dass die Initiative als e.V.
organisiert werden soll. Was soll sie aber dann werden? Ein nicht
rechtsfähiger Verein? Eine Gesellschaft nach bürgerlichem Recht? Ist man
sich bewusst, welche Konsequenzen das für die Innen- und Außenhaftung hat?
Für die Fähigkeit, Verträge wie jenen mit der Stiftung Weltvertrag
abzuschließen? Für die Möglichkeit, zu klagen und geklagt zu werden? Und was
vielleicht am schlimmsten ist: Für die Möglichkeit, rechtswirksam Beschlüsse
zu fassen und die Gruppierung nach außen hin zu vertreten?
Vielleicht habe ich da etwas überlesen, aber just dieser fundamentale Punkt
scheint noch ungeklärt zu sein.
Eine Möglichkeit, dieses eben angesprochene Governance-Defizit zu
beheben, wäre es, die Initiative als Verein einzutragen, die Mitglieder des
Trägerkreises zu ordentlichen Mitgliedern zu machen und alle Förderer,
Unterstützer und Sympathisanten zu außerordentlichen Mitgliedern. Da
letztere fluktuieren, braucht ihrem Tun wenig dezisionale Qualität
zuzukommen, aber hohe partizipatorische. Das wäre mit der vorgeschlagenen
Lösung gewährleistet und wird auch in anderen Organisationen so gehandhabt.
(Modell: Innerer, sich selbst ergänzender Kreis der Entscheider, äußerer
Kreis aller Interessierten. Vorteil:
entscheidungsstark, schlagkräftig, inhaltlich fokussiert. Nachteil:
könnte in der Praxis zu sehr top-down "gelebt" werden.)
Bei den annexierten Vertragsentwürfen kann es sich - nicht nur mit
Blick auf die Höhe der involvierten Finanztransaktionen - wohl nur um
Diskussionsgrundlagen handeln ...
So, das war's für heute mit meiner juristisch-ökonomischen Tour
d'Horizon. Für weiteren Input stehe ich bei Bedarf gerne zur Verfügung.
Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein gedeihliches
Wirken im Sinne unserer Ideale,
Euer Leo Borchardt
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Von: Tobias Guller
Gesendet: Montag, 5. März 2007 11:56
An: info@globalmarshallplan.org
Betreff: Feedback zur Struktur II
Hallo liebes Team,
mir ist noch was eingefallen was eventuell zu Vereinfachungen führt.
Da der Trägerkreis wie geschrieben nicht die nötige Zeit hat um mit allen
Dingen der Initative vertraut zu sein würde es Sinn machen das die
Nachfolger von Koordinatoren und eventuell auch anderen Gremienmitgliedern
nicht vom Trägerkries bestimmt werden sondern nur abgestimmt wird über
Kandidaten.
Da sich die Amstsinhaber am besten auskennen sollte es auch ihnen obliegen
mindestens 2 Nachfolgekandidaten vorzuschlagen über die dann der Trägerkreis
entscheidet. Das entlastet den Trägerkreis und stärt die Kompetenzen der
Amtsinhaber die sich gleich um ihre Nachfolger Bemühen sollen und dabei
meist ein eigenes Interesse mitbringen!
Sollte sich kein Nachfolger finden fällt die Aufgabe zurück an den
Trägerkreis. Wann die Nacchfolgersuche notwendig wird sit davon unberühert.
(ob durch freiwilliges Zurücktreten oder durch eine eventuell
vorgeschriebene Prozedur wie Absetzung oder turnusmäßigen Wechsel alle x
Jahre)
Das halte ich für Sinnvoll. Funktioniert bei AIESEC auch so seit über 50
Jahren.
Grüße Tobias
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Von: Tobias Guller
Gesendet: Montag, 5. März 2007 10:01
An: info@globalmarshallplan.org
Betreff: Feedback zur Struktur
Hallo ihr lieben,
hier einige Anregugen von mir zu der vorgeschlagenen Struktur.
Zu aller Erst sollte eine Diskussion oder Konsultation dazu nicht per Mail
und Veröffentlichung auf der Homepage erfolgen denn dort kann kein
effektiver Austausch erfolgen. Bitte für soche Sachen demnächst ein Forum
einrichten!
- zur Transparenz schreibt ihr im Identity Statement das Infos allen Partern
verfügbar gemacht werden und ins Intranet gestellt werden. Aber auf das
Intranet kann nicht jeder zugreifen, oder können das alle Partner (wie
geschrieben) und wer ist dann ein Partner und wer nicht?
- Meiner Meinung nach ist ein Trägerkreis sicher sehr nahe an
Basisdemokratischen Strukturen und somit nahe an dem was gewollt ist. Auch
weil der Kreis als Basis alles wählt. Ich finde das dort jedoch nicht die
wirklich wichtigen Leute vertreten sind. Alle die sich als Koordinatoren
oder in anderen Gremien ehrenamtlich betätigen sollten auch gleichzeitig
automatisch Mitglieder im Trägerkreis sein um denen ein Mitspracherecht zu
geben. Schließlich haben Vertreter von Trägern keine Zeit um sich
ehrenamtlich mit den Themen des GMP zu beschäftigen und deshalb haben die
auch nicht solch einen Durchblick und Gefühl für die Abläufe wie jene die
involviert sind. Von jenen die sich ehrenamtlichen engagieren wird aber
keiner die 2000€ haben!
- Koordinatoren, Träger und Plenum vertreten die Initiative nach außen ohne
sich abstimmen zu können. Wenn alle aber im Trägerkreis vertreten wären
würde auch ein Einheiltliches Verständnis davon geschaffen wie man die
Initiative nach Außen vertritt. So sagt eventuell jeder etwas anderes und
ohne böse Absicht kommt es zu Missverständissen.
- Ich würde das Wort Verträge nur dann benutzen wenn es sich um Verträge im
rechtlichen Sinne handelt und nur dort wo Verträge nötig sind. Dort wo durch
(Kooperations-)Vereinbahrungen oder ein Anforderungsprofil dem der andere
Zustimmt ein Vertrag nicht nögtig ist würde ich auch keinen machen. Ihr habt
z.B. einen Vertrag für die Rollenzusage vorgesehen zwichen dem Engagierten
und der Initiative. Besser wäre hier ein Anforderungsprofil dem die Person
durch die "Bewerbung" auf die Stelle zustimmt.
- Die Wiederwahl einiger Gremienmitglieder ist nicht erwähnt, also wie lange
bleibt z.B. der Finanzkreis in der Anfangskonstellantion wenn er dann Teil
der GMPI wird, oder wie lange bleibt das Plenum im Amt; wenn ist Wahl.
Ganz liebe Grüße aus Karlsruhe
Tobias Guller
p.s. weil ich es noch nicht gesagt habe, ich begrüße es, dass ihr den
Schirtt nun unternehmt und daran arbeitet eine Struktur zu entwickeln!