08.01.2015 - 16:32

Die Auswirkungen des Freihandels auf die Agrarpolitik

Global Marshall Academy Alumni Gerald Schmid hat auf seinen Blog eine übersichtliche Zusammenfassung darüber gemacht, wie sich die Freihandelsabkommen TTIP und CETA auf die Landwirtschaft auswirken werden. Ein lesenswerter Text - nicht nur für LandwirtInnen!

 

1) Landwirtschaft: Vor allem die von den Folgen der Freihandelsabkommen besonders betroffenen Landwirte wurden von den Medien (u. a. durch bestimmte landwirtschaftliche Zeitungen) völlig unzureichend informiert. Scheinbar soll der Eindruck entstehen, mit TTIP wären überwiegend Vorteile für die Landwirte verbunden. Dabei ist das Gegenteil der Fall!

Aber was tun? Viele denken, als Einzelner kann man nichts erreichen. Diese Meinung teile ich nicht. Zudem glaube ich, dass es immer mehr werden, die sich mit der aktuellen Situation nicht mehr abfinden wollen und sich für eine andere (Agrar-) Politik einsetzen.

Gerade die Vorgänge im Zusammenhang mit TTIP haben vielen Bürgern die Augen geöffnet und werden dies auch noch weiter tun.

Meine Einschätzung sowie Links zu teils erschreckenden Hintergrundinfos habe ich im Dokument Agrarpolitik-Freihandel (pdf) zusammengefasst. Bitte leitet diesen Beitrag oder darin enthaltene Texte, Textteile oder Links entsprechend weiter.

2) Kommunen: Obwohl weitreichende negative Auswirkungen – nicht zuletzt auf kommunale Belange – zu befürchten sind, zeigen sich viele Politiker (vor allem unsere Abgeordneten) unbelehrbar! In Anbetracht der inzwischen bekannt gewordenen Details, ist dieses Verhalten für uns Bürger sowie für viele Kommunalpolitiker nicht mehr nachvollziehbar. 

Sehr viele Initiativen und NGO´s verfolgen die Vorgänge um TTIP kritisch und starten immer wieder gute Kampagnen. So wurde von Attac die Aktion 10000 Kommunen TTIP Frei ins Leben gerufen.

Entsprechende Musteranträge, welche von Mandatsträgern, Fraktionen oder jedem Bürger eingebracht werden können, sind beispielsweise hier verfügbar: TTIP-Musteranträge.  

“Nur durch das Engagement möglichst vieler Bürger, Städte und Gemeinden sehen wir eine Chance, die Verantwortlichen zu bewegen, die Abkommen nicht in dieser Form zu unterzeichnen.”

Informationen und Kampagnen:
Stellungnahmen aus dem kirchlichen Bereich:
Filmbeiträge: