Wie lange werden die jungen Menschen noch mit der Weltrevolution warten?
Der Selbstmord eines tunesischen Gemüsehändlers vor 12 Monaten war der Auslöser für den Sturz vieler Diktaturen in der arabischen Welt. Wer hätten gedacht, dass die Russen gegen Putin aufbegehren. Sein Freund Berlusconi ist schon Geschichte. Sechs kanadische Jugendliche wurden von den Klimaverhandlungen in Durban verwiesen, weil sie Kanada den Rücken zukehrten. Die Kanadische Regierung, kaum 24 Stunden von Durban zurück, kehrt der Weltgemeinschaft und den Jugendlichen der Welt den Rücken zu.
In den Augen der Jugendlichen brechen die heute Mächtigen ein für ihre Zukunft relevantes Versprechen nach dem anderen: Das 0,7%-Versprechen, das Versprechen der Entwicklungsziele bis 2015 und jetzt in Durban das seit Jahrzehnten gegebene 2°C Grad Versprechen. Die heute Mächtigen und Einflussreichen demonstrieren, dass kurzfristiger Profit und Machterhalt ihnen wichtiger ist als Nachhaltigkeit und damit die Zukunft der heute lebenden jungen Menschen. Wie lange werden diese jungen Menschen noch mit der Weltrevolution warten?
"Don't Kill Africa": Global Marshall Plan Supporter and Climate Activists such as Kumi Naidoo, Head of Greenpeace International Occupy Durban Talks Demanding Binding Emissions Cuts
Sehen Sie dazu auch Prof. Peter Kruse diese Woche bei der Enquette Kommission. Prof. Peter Kruse unterstĂĽtze die Initiative bei drei wichtigen internationalen Konferenzen: "Save the World now Meeting" Hotel Adlon, 2008, "Monestary Hude Meeting" Kloster Hude, 2008 und "World Commons Forum" Residenz Salzburg, 2009.
Revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen (3,33 min) BundestagTV mit Peter Kruse
Bewerben Sie sich bis zum 22.12.2011 auf die letzten Plätze für den nächsten Lehrgang
Die Heterogenität der Gruppe wurde in jedem Lehrgang als sehr bereichernd gelobt! Dies ermöglicht uns Dinge aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten. Auch im nächsten Durchgang der Global Marshall Plan Academy werden wieder viele unterschiedliche Hintergründe und Kompetenzen zusammenkommen: Studierende, Dozenten, Musiker, Naturwissenschaftler, Führungskräfte und Mediengestalter werden ab dem 3. Februar an drei Wochenenden gemeinsam überlegen, wie wir eine Welt in Balance befördern können!
Werden auch Sie Teil dieser Gruppe und lassen sich zu einem Multiplikator der Global Marshall Plan Initiative ausbilden! Es gibt noch zwei Plätze und bis zum 22. Dezember haben Sie die Möglichkeit, sich zu bewerben.
Warum Sie an der Academy teilnehmen möchten: Sie wollen aktiv etwas für die Zukunft dieser Welt tun! Sie suchen nach neuen Herausforderungen und möchten eigene Potenziale entdecken und ausschöpfen!
Was die Academy ist: Die Global Marshall Plan Academy ist eine Multiplikatorenschulung, die ihre Teilnehmer dazu befähigt aktiv zu werden und sich stärker „ins Geschehen“ einzumischen. Menschen, die den Wunsch hegen selbst an der Gestaltung unserer Gesellschaft mit zu wirken, erfahren wie sie selbst zu einer starken Zivilgesellschaft beitragen und so auch das politische Geschehen mit beeinflussen können.
Als Absolvent/in sind Sie in der Lage weitere Menschen fĂĽr globale Themen sensibilisieren, stoĂźen selbst Projekte an oder motivieren Menschen aus Ihrem Umfeld dies zu tun, um so aktiv die Idee des Global Marshall Plan zu multiplizieren.
Die Academy findet an drei Wochenenden im Februar, April und Juni 2012 statt. Mehr Informationen und die genauen Termine erfahren Sie unter: www.globalmarshallplanacademy.org. Den Flyer des Lehrgangs 2012 finden Sie hier. Nutzen Sie diese letzten Tage zur Bewerbung und seien Sie 2012 mit dabei!
*** Die Global Marshall Plan Academy ist ein offizielles Projekt der UN Dekade Bildung fĂĽr Nachhaltige Entwicklung. Sie wird unterstĂĽtzt von der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME, der Global Marshall Plan Foundation, der SPES Zukunftsakademie, der ThinkCamp Genossenschaft und dem Ă–kosozialem Studierendenforum Ă–sterreich. ***
Koordinationskreis startet Abstimmungsprozess!
„Wie reagieren wir auf die nächste Finanzkrise?“ Dies war die zentrale Frage der Teilnehmer des Jahrestreffens der Global Marshall Plan Initiative im Juni 2011. Der Koordinationskreis beschloss daraufhin verschiedene Inhaltsgeber in unserer Initiative zu einer Abstimmung einzuladen um einen Forderungskatalog für das Finanzsystem zu erarbeiten.
Am 15.11.2011 wurde in Karlsruhe ĂĽber Rahmenbedingungen zur Ăśberwindung des Marktfundamentalismus diskutiert. Das im Vorfeld von Herrn Professor Radermacher vorgelegte und diskutierte Papier, in welches sich bereits diverse Personen mit ihren Anregungen eingebracht haben, finden Sie hier. Ein etwas kĂĽrzeres Papier mit Karikaturen veranschaulicht von Herrn Dr. Solte finden Sie hier.
Wie es weiter geht? Der Koordinationskreis wird die Diskussion mit weiteren Organisationen u.a. Greenpeace, Oxfam, Finance Watch und WAFUNIF fortsetzen. Das Ziel ist die Ausarbeitung von Forderungen, die von möglichst vielen mit getragen werden können. Sie, als Unterstützer und Aktivisten, können sich jedoch bereits für sämtliche in den Papieren genannten Forderungen einsetzen. Als Vorschlag:
Sollten Ihnen einzelne Begriffe oder Inhalte unbekannt sein, informieren Sie sich auf unserem Infoportal zur Finanzkrise!
Auf unserer Facebookseite können Sie die Forderungen diskutieren! Bringen Sie dann Ihre Erkenntnisse und Forderungen mit Leserbriefen, Kommentaren, Blog- oder Forenbeiträgen in die öffentliche Wahrnehmung! Diskutieren Sie mit anderen, bspw. aus der Occupy Bewegung selbst auf https://www.facebook.com/Occupy.Germany ein.
Tragen Sie zur Meinungsbildung bei! Sie sind wichtig! Ein einziger Kommentar eines UnterstĂĽtzers zu einem Artikel bei Spiegel-Online leitete beispielsweise innerhalb weniger Stunden mehr als 120 Leser auf die Global Marshall Plan Website - verweisen Sie auf die Initiative, nutzen Sie das Potenzial der modernen Medien und unterstĂĽtzen somit unser aller Engagement fĂĽr eine Welt in Balance!
Hinweis: Wenn Sie auf Facebook kommunizieren, werden Sie Fan von unserer Seite! Egal auf welchen anderen Seiten Sie dann Kommentare schreiben, können Sie durch anfügen des @-Zeichens, also @Balance the …, automatisch auf die Seite unserer Initiative verlinken. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf unsere gemeinsame Initiative.
Wenn Sie Fragen zur Nutzung und dem Verbreitungspotential über Internet und soziale Medien haben oder diese mit uns diskutieren möchten, dann schreiben Sie uns eine Mail an andreas.huber@globalmarshallplan.org
Auch 2012 möchten wir mit Ihnen weiter Globalisierung gestalten!
Liebe Freunde und UnterstĂĽtzer,
wir leben in extrem spannenden Zeiten und dürfen Zeitzeugen einer Weltbürger-Bewegung sein. Menschen auf der ganzen Welt gehen auf die Straße, empören sich und erkennen, dass auch wir Bürger global handeln können. Wir begreifen, dass wir selbst die stärkste Lobby werden müssen, damit Politiker endlich das umsetzen, was die meisten ohnehin längst wissen. Selbst der eingefleischteste Anhänger der freien Marktwirtschaft beginnt zu erkennen, dass sich Marktwirtschaft ohne Spielregeln als marktradikaler Turbokapitalismus zum Monster entwickelt.
Bitte empfehlen Sie uns weiter! Versuchen Sie, einen Ihrer Bekannten zu gewinnen, uns mit 5 Euro gegen Ignoranz oder 16 Euro fĂĽr das Buch-Abo monatlich zu unterstĂĽtzen. Verschenken Sie ein Abo zu Weihnachten, oder bestellen Sie das eine oder andere Buch als Weihnachtsgeschenk. Sie bereiten damit doppelte Freude.
In zwei Bereichen investieren wir Ihre Spenden:
Bitte bringen auch Sie unsere gemeinsamen Forderungen in den globalen Diskurs im Internet und vor Ort ein. In Bewegungen wie die Empörten, Occupy und Echte Demokratie jetzt tauschen sich hundertausende Menschen aus.
Denken Sie bei Ihrer Weihnachtsspende bitte auch an uns, damit wir unsere Aufklärungs-, Vernetzungs- und Mobilisierungsarbeit weiter ausbauen können. Wir danken Ihnen!
Mit herzlichen GrĂĽĂźen fĂĽr eine besinnliche Adventszeit
Ihr Team der Global Marshall Plan Foundation
Global Marshall Plan Karlsruhe bei Model United Nations Konferenz Karlsruhe
Ein Bericht der Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe
Die Welt ist eine Kugel! – Dadurch sind alle ihre Ecken miteinander verbunden. Diese Erkenntnis verpflichtet besonders Entscheidungsträger, sich in Kreisen zusammenzusetzen, um auf Rechtecken ihre Gedanken, Zahlen und Formeln zu notieren, welche die Lösungen für globale Probleme und Aufgaben aus dem Zylinder zaubern sollen.
Sich dabei im Kreis drehen? – Von wegen! Wer glaubt, Politiker seien auf einen kleinen Radius möglicher Standpunkte beschränkt, sodass als „Diskussionen“ getarnte Versammlungsrunden letztendlich weder Veränderung noch Konsens hervorbrächten, der konnte in Karlsruhe ein anderes Bild erleben. Am Wochenende vom 04.11. bis zum 06.11.2011 nahmen drei Vertreter der Hochschulgruppe (HSG) Global Marshall Plan Karlsruhe an der „Muni(n)KA 2011“ teil, einem von der HSG „MuniKA“ in Karlsruhe veranstalteten Event, das Teilnehmern die Möglichkeit bietet, die UN-Versammlung aktiv nachzubilden und dabei als Delegation eines UN-Staates aufzutreten. In diesem Jahr drehte sich alles um das Thema „globaler Emissionshandel“, was sich also perfekt für unseren Zirkel von (=)lern eignet. Unser Ziel bestand darin, neben der Debatte auch eine Kooperation mit der HSG „MuniKA“ zu etablieren.
Nachdem wir das Konstrukt von Regeln und Abläufen bei einer Model United Nations Konferenz auf zwei Nachkommastellen genau mehr oder weniger erschlossen hatten, gingen wir als Repräsentanten Deutschlands und Serbiens in die erste Runde: einzelne Länder stellten Ihre Meinungen vor. Doch diese sollten nicht konstant bleiben. Durch Überzeugungsarbeit beim Umherwandern im Versammlungsraum, dem Ausarbeiten von „working papers“ und nicht zuletzt dem Verkehr von Zettelchen mit relevanten Nachrichten, vollzogen manche eine Kehrtwende in ihrer Politik und gruppierten sich, während sich andere radikaleren Ansichten zuwandten und eigene kleine Kreise bildeten – ganz wie bei der echten UN-Versammlung. Aufgrund einer zuvor nicht getroffenen Festlegung der zu diskutierenden Themen, wurde immer genau das Aktuellste besprochen. Erstaunlicherweise fand sich stets ein Teilnehmer, der am Zahnrädchen des Diskussionsverlaufs drehte, um Wiederholungen zu verhindern. Mit Einsatz, Dreisatz und Analysis auf dem Weg von Argumenten zu Konzept konnte ein Maximum an Kreativität erreicht werden, wenn sich auch der Blick in eine Formelsammlung manchmal als hilfreich erwies.
Zum Schluss erwuchs tatsächlich eine in sich geschlossene, abgerundete „draft resolution“, ein solches Rechteck in Papierform, das bei der Abstimmung die Mehrheit fand. Ob man sich wohl bei der aktuellen UN-Klimakonferenz auch darauf einigen wird?
Die HSG Global Marshall Plan Karlsruhe jedenfalls hat in der Ausarbeitung grandios mitgemischt. Auch bei den abendlichen Veranstaltungen, die das Wochenende abgerundet haben, konnten wir die Ideen und den Elan der Initiative weitergeben und sind in diesem globalen Umkreis auf starkes Interesse gestoĂźen.
Wie es sich Gisela Wohlfahrt vom Hamburger Global Marshall Plan-Team wohl erhoffte, als sie uns darauf hinwies, während des eigenen Studiums auch bei der HSG „MuniKa“ teilgenommen zu haben, konnten wir an diesem Wochenende ihre Vision aufgreifen: Die Zusammenarbeit lebt wieder auf – und damit schließt sich der Kreis.
Viktoria Medvedenko
Hochschulgruppe Global Marshall Plan Karlsruhe
*** Wenn Sie nun auch Lust bekommen haben, die Ideen der Initiative bei einer MUN-Konferenz zu verbreiten, besuchen Sie unsere Themenseite "Als Global Marshall Plan-Vertreter bei Model UN?" auf Smenos ***
Sie sind herzlich eingeladen auch auf der Facebook-Seite und Website der Hochschulgruppe Karlsruhe vorbeizuschauen!
(Bilder: Global Marshall Plan Hochschulgruppe Karlsruhe)
Die Gewinner wurden im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Green Jobs in Wien bekannt gegeben
Das Ökosoziale Studierendenforum (ÖSSFO), ein Mitglied des Koordinationskreises der Global Marshall Plan Initiative, und das österreichische Lebensministerium haben die besten Diplomarbeiten des Masterarbeitenportals GO EcoSocial prämiert. Das Masterarbeitenportal ist eine Plattform für Diplom- und Masterarbeiten der Themenfelder Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltige Entwicklung. Studierende sowie Unternehmen können dort nach zukunftsorientierten Themen suchen und ausschreiben.
Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung „Green Knowledge for Green Jobs“ am 28. November 2011 an der WU Wien – veranstaltet durch das ÖSSFO – wurden die drei besten Masterarbeiten des Jahres ausgezeichnet.
Den ersten Platz der Prämierung erreichte Eva Maria Burger, die an der Universität für Bodenkultur Wien Umwelt- und Bioressourcenmanagement studierte. Mit dem Thema Ihrer Masterarbeit „Inhaltsanalytische Ermittlung relevanter Kriterien zur Berechnung des Carbon Footprint bei Lebensmitteln“ konnte sie die Jury überzeugen. Mit der Arbeit über „Maßnahmen und Instrumente zur Förderung der Energieeffizienz in Gebäuden – ein Vergleich zwischen Österreich und der Schweiz“ belegte Sandra Meier den zweiten Platz. Die drittprämierte Sarah Stamatiou konnte mit ihrem Thema „Consumer Perception of Corporate Social Responsibility and the Communication of Corporate Social Responsibility – An Analysis of Dutch Consumers“ punkten.
Die hochkarätige Jury bewertete die besten Arbeiten unter Einbeziehung der Kriterien „Innovationspotential“, „Nutzen für die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt“ sowie „Praxisbezug & Umsetzbarkeit“. Die Rahmenveranstaltung bot zudem interessante Vorträge und Diskussionen zum Thema Jobmotor Umweltbranche. Studierende hatten hier die Möglichkeit auf Unternehmen zu treffen, die „green jobs“ anbieten und auch in Zukunft Arbeitsplätze im Umweltbereich schaffen wollen. „Green jobs gibt es in vielen Bereichen und zwar vom Facharbeiter bis zum Akademiker – das zeigen die unterschiedlichen Unternehmensprofile. Wer in Zukunft einen sicheren Job haben möchte, sollte bereits in seiner Ausbildung auf „grüne“ Themenbereiche setzen, empfahlen die anwesenden Experten.
Die Pressemitteilung der Veranstaltung finden Sie hier.
(Bildquellen: nachhaltigkeit.at, Ă–SSFO)
Alexis Pasadakis, Mitglied des attac-Koordinationskreises, zu Gast bei der Regionalgruppe DĂĽsseldorf
Ein Bericht der Regionalgruppe DĂĽsseldorf
Die Euro-Krise stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Regionalgruppe in Düsseldorf am 29. November. Vor 40 Teilnehmern erläuterte der Politikwissenschaftler Alexis Passadakis, Mitglied des Koordinationskreises von attac-Deutschland, die Zusammenhänge zwischen der aktuellen Eurokrise und der Finanzkrise 2008 und stellte Alternativen vor.
Während Spekulanten längst wieder im Casino zockten, sollten jetzt die Bürger für die Fehlspekulationen gerade stehen. Der Euro selbst sei nicht das Problem. Ein grundlegender Konstruktionsfehler aber hätte darin bestanden, dass rigorose Stabilitätskriterien vereinbart worden seien, das Ungleichgewicht im Außenhandel aber toleriert worden sei. Insbesondere Deutschland hätte seine Exporte in den Euroraum erheblich ausgeweitet. Die Überschüsse des Einen seien aber die Defizite der Anderen.
Beispiele untermauerten, dass die Verschuldung Griechenlands wohl kaum auf „zu wenig Fleiß“ und „zu hohe Löhne“ zurückzuführen sei. So verfüge Griechenland heute über mehr Leopard-Panzer als Deutschland. Passadakis plädierte für den Aufbau einer europaweiten sozialen Sicherung, zu denen z.B. Mindestlöhne gehören könnten.
Breiten Raum in der Diskussion nahm die Frage der Demokratie ein. Europa tendiere zu einem postdemokratischen Zustand. Unter dem Vorwand der Krisenbekämpfung würde die Entscheidungsgewalt durch nicht demokratisch legitimierte Gremien ersetzt, z.B. die sogenannte Troika aus Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission oder die Versuche, die Selbstbestimmung der Euroländer über ihre Finanzen durch eine rigide Aufsicht weitgehend zu ersetzen.
Die Veranstaltung war ein gelungener Auftakt. Am 6. März geht es unter dem Titel „Sind wir wirklich noch zu retten?“ um das Verhältnis Ökonomie zu Ökologie. Zu Gast ist der Ökonomieprofessor und Wachstumskritiker Niko Paech. Die Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH wird durch seien Leiter, Professor Uwe Schneidewind, vertreten. Der Ökologe Dr. Daniel Dahm erläutert den Ansatz der Initiative „Gemeingüter – nehmen und geben“. Sie will Investitionen in Gemeingüter mit denen in Produktionsgüter gleichstellen. Ein Vertreter der Ökosozialen Marktwirtschaft wird noch gesucht.
Ab Mittwoch, den 1. Februar 2012 trifft sich die Gruppe wieder regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Ort: BĂĽrgerzentrum Bilk (DĂĽsseldorf Arcaden, S-Bahnhof Bilk)
Zeit: 19:00 Uhr.
Zur Website der Regionalgruppe Düsseldorf geht es hier. Bei Fragen zu Treffen oder sonstigen Aktivitäten der Lokalgruppe, melden Sie sich mit einer kurzen E-Mail unter duesseldorf@globalmarshallplan.org.
(Foto: Jörn Wiertz, Leiter Regionalgruppe Düsseldorf)
Unterstützer Rabbi Michael Lerner fördert den Dialog unterschiedlichster Haltungen bezüglich der "99%" und wirbt für den Global Marshall Plan
Rabbi Michael Lerner ist namhafter Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative und Herausgeber des in Berkeley, Kalifornien, publizierten interreligiösen Tikkun Magazins. Das Magazin als auch die von ihm initiierte Kampagne für einen Global Marshall Plan in den USA sind zwei der Themen für die er sich als Mitgründer des "Network of Spiritual Progressives" (NSP) - der interreligiösen Interessensvertretung von Tikkun - einsetzt. Neben der Befürwortung eines Global Marshall Plan ist er unter anderem auch begeisterter Unterstützer der Occupy-Bewegung, die er auch zur Verbreitung der Idee und Forderung eines Global Marshall Plan zu nutzen weiß. Sie können sich seinen Occupy-Flyer hier zur Ansicht herunterladen.
Tikkun Daily, die Online-Plattform Lerners religionsübergreifenden und aufklärerischen Magazins, dient als zentraler Angelpunkt für Menschen mit spirituellen und freigeistigen Perspektiven. Jeder ist eingeladen dort seine Meinung zu politischen Themen, Kunst, Religion und Aktivitäten wie die Occupy-Bewegung frei zu äußern und zu diskutieren. Fasziniert vom Ausmaß und der demokratischen Stärke der Bewegung, reflektieren dort die verschiedensten Menschen über die Aktionen der „99%“. Die daraus resultierenden Online-Diskussionen enthüllen spannende Einblicke in die Bewegung in den USA und darüber hinaus.
Im Beitrag "Occupy That Next Level: Four Ideas for the Movement" gibt ein engagierter Unterstützer der Bewegung in Oakland vier Vorschläge für das zukünftige Agieren der Demonstranten. Realisierend dass die Bewegung in einer Sackgasse steckt, rät er sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Occupier sollen die Zeltlager schließen, da Krankheiten und kalte Winternächte viele potenzielle Mitstreiter vom Aktiv-Sein abhalten würden. Außerdem soll die Komplexität der 99% erfasst werden. In den USA beispielsweise wäre die Bewegung "weiß", obwohl doch eigentlich umfassende Solidarität gefordert werden soll. Im Hinblick auf die wachsende Bewegung sollten außerderm zentrale Anspreckpartner und konkrete Forderungen definiert werden. Nur so könne Kriminalität aus eigenen Reihen unterbunden und die gesteckten Ziele auf politischer Ebene erreicht werden. Mehr dazu hier.
Erfahren Sie unter “Occupy the Holidays – Discussing the Occupy Movement with Family Over Thanksgiving and the Holidays” wie man ein Thema wie „Occupy“ und andere alternative Ideen in den USA an einem Nationalfeiertag wie Thanksgiving auf den Tisch bringen kann. Es wird beispielsweise angeraten keine politischen Parteien zu erwähnen und geduldig zuhören ohne Kritik zu üben. Stereotypisierung sollte vermieden und eine gemeinsame Basis gefunden werden. Noch mehr Tipps und Ansichten dazu finden Sie hier.
Doch auch die deutschen Occupier haben seit kurzem eine etwas andere Plattform zur Diskussion. Auf der Facebook-Seite "Sparkassen im Dialog" diskutieren Occupier und Banker der Sparkassen zum Thema. Bringen Sie sich ein, auch die Initiative hat einige Vorschläge zur Rettung des Weltfinanzsystems.
Hier finden Sie detaillierte Infos zur von Tikkun getragenen Version des Global Marshall Plan. Lassen Sie sich inspirieren und verbreiten Sie unsere Lösungsvorschläge!
(Bilder: Deckbatt des Occupy-Flyers von Tikkung und NSP, Michael Lerner)
Sigmar Gabriel spricht am Theodor-Heuss-Gymnasium in Hagen
Ă–kosoziale Studientage in TĂĽbingen - Bereits zum zweiten Mal
Nachhaltig von der Organisation ihres ersten Hochschultages Ă–kosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit ĂĽberzeugt, welcher am 13. Mai 2011 stattgefunden hat, organisierte die engagierte TĂĽbinger Global Marshall Plan Lokalgruppe noch im selben Jahr einen zweiten Ă–kosozialen Studientag!
Zusammen mit der lokalen oikos-Gruppe und der Greening University- Hochschulgruppe TĂĽbingen konnte somit in TĂĽbingen am 2. und 3. November eine zweite bewustseinsbildenende Veranstaltung zum Thema auf die Beine gestellt werden.
Am Mittwoch, den 2. November, ging es los mit dem Film „The Age of Stupid“, einer kritischen Retrospektive über die Unfähigkeit der Menschen auf die drohende Klimakatastrophe zu reagieren. Der Film veranschaulichte, dass die Vielfalt an unterschiedlichen Bedürfnissen und Zielen einer globalisierten Welt zu einer kollektiven Lähmung führen können.
Knapp 200 Besucher kamen dann am Folgetag an die Hochschule, um Herrn Ernst Ulrich von Weizsäcker zum Thema „Ökologische Marktwirtschaft- müssen wir radikal umdenken?“ sprechen zu hören. Er erläuterte den Zusammenhang von Wohlstand und Ressourcenverbrauch, sowie dass dessen Entkopplung bei einem hohen HDI (Human Development Index) einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen würde. Weiter gab er an, dass durch Effizienzsteigerungen, die zur Abschwächung des Klimawandels und einer Reduzierung des Ressourcenverbrauchs stattfänden, ein Bumerangeffekt entstehe, da diese Effizienzsteigerungen den Konsum weiter anheizten. Um diesen Effekt zu verhindern sei eine entsprechende Rahmenordnung, wie z.B. eine ökologische Energiesteuer, notwendig.
Bei der von Dr. Niels Weidtmann moderierten anschließenden Podiumsdiskussion nahmen MdL Daniel Lede-Abal (Mitglied des Wissenschaftsausschusses) und Prof. Dr. Josef Schmid (Dekan der WiSo-Fakultät) teil. Es ging um die Nachhaltigkeitsstrategie der grün-roten Landesregierung, deren Umsetzung an den Universitäten und um die Forderung nach mehr Interdisziplinarität in der Ausbildung der Studenten sowie nach Freiräumen, um Engagement, wie bspw. für die Ökosozialen Studientage, zu unterstützen.
Abschließend gab es einen Sektempfang mit Butterbrezeln und zahlreiche weiterführende Einzeldiskussionen, sowie den Markt der Möglichkeiten, auf dem die Besucher die an der Organisation der Studientage beteiligten Gruppen näher kennen lernen konnten.
Nähere Informationen zur Lokalgruppe Tübingen finden Sie hier auf deren Website.
*** Die Hochschultage sind ein organisationsübergreifendes Projekt der Global Marshall Plan Initiative und fünf Partnern. Global Marshall Plan Gruppen, die einen solchen Hochschultag organisieren wollen oder interessiert sind, können sich gerne unter hochschultage@globalmarshallplan.org melden. Für das jahr 2012 sind bereits weitere Hochschultage innerhalb der Initiative (Karlsruhe, Kiel, Freiburg, Bielefeld) in Planung. ***
Hochschultage Ă–kosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit in Schweinfurt
Ein Bericht der Lokalgruppe Schweinfurt
Oberbürgermeister Remelé begrüßte die rund 200 Besucher, die am 12.11.2011 in die Hochschule für angewandte Wissenschaften gekommen sind, um das ganztägige Symposium „Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit“ zu besuchen. Die Schweinfurter Lokalgruppe des Ökosozialen Forums e.V. (ÖSF), eine Unterstützergruppe der Global Marshall Plan Initiative, veranstaltete dieses Symposium zusammen mit der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen. Thematisch fokussiert wurden dabei die aktuelle Bankenkrise, die Armut, den Klimawandel, und wie wir diese globalen Probleme in den Griff bekommen wollen.
Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher hielt den Einführungsvortrag zum Thema Ökosoziale Marktwirtschaft und Nachhaltigkeit und begeisterte seine Zuhörer mit der Beantwortung der Frage: „Markt und Nachhaltigkeit – geht das zusammen?“ Prof. Radermacher ist ein anerkannter Experte zu Fragen der Globalisierung und berät u.a. die Bundesregierung. Er verstand es meisterlich die komplexen Zusammenhänge der Weltwirtschaft, des Klimas, und der sozialen Frage anschaulich und mit viel Witz und Humor darzustellen.
Radermacher ist überzeugt von der Innovationskraft der Märkte, aber nur in regulierter Form. Weltweit verbindliche Spielregeln müssen dafür sorgen, dass sich die Wirtschaft nach ethischen Werten orientiert. „Nachhaltiges und auf Gemeinwohl ausgerichtetes Verhalten muss belohnt werden, und egoistisches, nur auf den Einzelprofit ausgerichtetes Verhalten muss bestraft werden“, fordert Radermacher.
In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Welche Vision haben wir als zukünftige Fach- und Führungskräfte in einer globalisierten Welt?“ diskutierte eine hochkarätige Runde von Wirtschaftsführern die Frage, ob eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft ausreicht, oder ob wir mehr Staat brauchen, der unethisches Verhalten sanktioniert. Dr. Peter Grassmann, der Vorsitzender des Ökosozialen Forums schlägt vor, dass Kammern und Verbände branchenspezifische Leitlinien des ethischen Verhaltens formulieren sollten, gemeinsam mit Wissenschaftlern und Mitgliedern der Zivilgesellschaft.
Letztlich kamen die Diskussionsteilnehmer überein, dass es in den Verbänden mutige Vorreiter geben muss, die auch notfalls Unternehmer bei Verfehlungen die Mitgliedschaft aufkündigen müssen. Der ehrbare Kaufmann ist wieder in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Handelns zu stellen, der persönliche Verantwortung übernimmt. Ein regulierender Ordnungsrahmen ist hierfür notwendig.
Anschließend konnten die von Vorträgen und Dikussion eingestimmten Teilnehmer aus zehn thematisch unterschiedlichen Workshops auswählen, reichend vom Thema Energieeffizienz und Energiesparen, über Ernährung im Zeichen der Globalisierung, bis hin zum Nachhaltigen Wirtschaften am Beispiel der Abtei Münsterschwarzach.
Begeistert von der sichtbar positiven Resonanz durch hohe Teilnehmerzahlen, sowie der aktiven Beteiligung und Interessam an den Themen Nachhaltigkeit und Ă–kosziale Marktwirtschaft, blickt das Organisationsteam auf einen erfolgreichen ersten Hochschultag in Schweinfurt zurĂĽck.
*** Die Hochschultage sind organisationsĂĽbergreifendes Projekt der Global Marshall Plan Initiative und fĂĽnf Partnern. Global Marshall Plan Gruppen, die einen solchen
Hochschultag organisieren wollen oder interessiert sind, können sich
gerne unter hochschultage@globalmarshallplan.org melden. FĂĽr das jahr 2012 sind bereits weitere Hochschultage innerhalb der Initiative in Planung. ***
Engagierte Global Business-Studierende der Universität Augsburg regen zum Umdenken an
Ein Bericht des Organisationsteams der Hochschultage in Augsburg
Ein Beitrag von Heiner Flassbeck, Ă–konom bei der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) sowie UnterstĂĽtzer der Global Marshall Plan Initiative
Die Zivilgesellschaft muss jetzt handeln, damit dieser vor 2020 in Kraft tritt
Die Reaktionen auf das Ergebnis der Klimakonferenz in Südafrika sind geteilt. Positiv ist: ein Weltvertrag, der wirklich alle Staaten einschließt, ist geplant. Das Negative daran ist, dass die Verhandlungen dazu bis 2015 abgeschlossen und der Vertrag erst 2020 in Kraft treten soll, was in den neuen Jahren dazwischen viel Spielraum für weiteren hohen CO2-Ausstoß lässt. Es steht zu befürchten, dass einige große Schwellenländer diese Zeit nutzen, um mehr CO2 zu emittieren und sich damit eine vermeintlich bessere Ausgangsbasis für die im nächsten Jahr beginnenden Verhandlungen schaffen wollen.
Das Jahr 2010 hat gezeigt, was passiert, wenn es keinen verbindlichen Rahmen gibt: Aus einem Papier der Internationalen Energieagentur IEA geht hervor, dass der weltweite Kohlendioxid-Ausstoß 2010 um 1,6 Gigatonnen angestiegen ist. Das ist der höchste Anstieg an CO2-Emissionen seit Beginn der Messungen.*
Da ist es ein schwacher Trost, dass das Kyoto-Protokoll weiter läuft, denn große Emittenten wie Japan, Kanada und Russland sind nicht dabei.
Die Zivilgesellschaft, besonders die Jugend, muss nun darum kämpfen, dass der Vertrag schon vor 2020 in Kraft tritt und damit die Erderwärmung auf 1,5 Grad C begrenzt wird. Da die grundsätzliche Einigung bereits getroffen wurde, muss früher gehandelt werden. Wenn die Zivilgesellschaft mit einer Stimme spricht und sich darauf konzentriert, ist es vielleicht noch nicht zu spät, um die Folgen der Klimakrise abzumildern.
* www.energieleben.at
Lesetipp dazu: sueddeutsche.de wissen - Klimagipfel in Durban Willkommen in der warmen Welt
12.12.2011, 07:38
Ein Kommentar von Michael BauchmĂĽller, Durban
Der Klimagipfel in Südafrika hat noch kein Problem gelöst, aber er stellt eine Lösung in Aussicht: Erstmals in der Geschichte der Klimadiplomatie wollen sich alle Staaten auf ein rechtlich verbindliches Abkommen einlassen - aber es soll erst im Jahr 2020 in Kraft treten. Doch damit wird die Erderwärmung nicht aufzuhalten sein.
Erfolg, zumal im Klimaschutz, ist Ansichtssache. Misst man den Fortschritt am Notwendigen, gerät auch die Klimakonferenz in Durban zur großen Enttäuschung. Die Erderwärmung wird dieser Gipfel nicht aufhalten.
COP17/CMP7 United Nations Climate Change Conference 2011 in Durban
Nach einem Jahr wie 2010, in dem weltweit so viel Kohlendioxid ausgestoĂźen wurde wie nie zuvor, haben die Staaten auch in SĂĽdafrika nichts besseres zu vereinbaren gehabt als einen Fahrplan in ein neues Abkommen, das im Jahr 2020 in Kraft treten soll. 2020: nach neun weiteren Jahren massiver Emissionen. Willkommen in der warmen Welt.
Wird es dem Klima helfen?
Weiter lesen / Quelle: www.sueddeutsche.de
Copyright: sueddeutsche.de GmbH / SĂĽddeutsche Zeitung GmbH
Methan- und RuĂźverringerung als mittelfristige MaĂźnahme zur Erreichung der Klimaziele
Zum Auftakt der Klimakonferenz in Durban berichteten Forscher des UN-Umweltprogramms (UNEP) und des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) dass das Zwei-Grad-Ziel im Klimaschutz allein durch die CO2-Strategie nicht zu erreichen ist. Neben der notwendigen CO2-Reduktion halten die Experten deshalb auch weitere Maßnahmen, die sich auf eine Reduktion von Russpartikeln, Ozongasen und Methan konzentrieren, für äußerst wichtig. Hier würde Klimaschutz schnelle Effekte erzielen und zudem viele auch gesundheitliche Vorteile bringen.
Grundlage der Aussagen sind Studien im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre. Hierbei wurden Maßnahmen der Klimapolitik ausgewertet. Die 16 schlagkräftigsten der 2000 Maßnahmen könnten bereits 90 Prozent des maximal erreichbaren Klimaschutzes bis 2030 verwirklichen.
Von der Verringerung der Rußemissionen würde nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit der Menschen profitieren, gehen doch viele Kindstode auf die Luftverschmutzung in Innenräumen und im Freien zurück.
Die Grundvoraussetzung eines wirksamen Klimaschutzes bleibt allerdings nach wie vor, dass die Staaten die CO2-Reduktion ernsthaft angehen.
Hier finden Sie den vollständigen Artikel zum Thema, hier den kompletten Forschungsbericht der UNEP (Englisch, 76 Seiten).
(Foto:Hembo/flikr.com)
Ein Ăśberblick ĂĽber den deutschen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Die Heinrich-Böll-Stiftung zusammen mit der Umwelt- und Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt sowie Germanwatch und Oxfam haben eine gemeinsame Webseite ins Leben gerufen, welche die finanziellen Aufwendungen Deutschlands zum Klimaschutz analysiert. Erstmals informiert nun ein Internetportal umfassend über die Art, den Umfang und die Wirkung der deutschen Klimafinanzierung. Die Organisationen hoffen so eine kritische Betrachtung der deutschen Klima-Hilfen zu gewährleisten.
Regelmäßig sollen auf dem Portal Informationen bereit gestellt werden, relevante Artikel zum Thema Klimafinanzierung veröffentlicht und über die Entwicklungen bei den UN-Klimaverhandlungen berichtet werden. Die finanzielle Unterstützung für die armen Länder soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Die Hoffnung der vier Organisationen ist hierbei, auch die Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern durch deutsche Steuergelder zu fördern. Vor allem aber geht es ihnen um mehr Transparenz bei der Finanzierung von Klimaschutz durch die deutsche Bundesregierung.
Bei den ersten Untersuchungen zur Transparenz wird deutlich, dass Deutschland noch einige Fortschritte machen muss um die versprochenen Mittel für den Klimaschutz zu mobilisieren und effektiv einzusetzen. Um diese Zielsetzungen besser überwachen zu können, soll in Kürze auf der Webseite eine Projektdatenbank zu finden sein, die auf der Grundlage von ausgewählten Kriterien eine sehr viel spezifischere Bewertung der klimarelevanten Maßnahmen ermöglichen soll.
Hier erfahren Sie mehr zum Thema.
(Bildquelle: deutscheklimafinanzierung.de)
Von Nova EUropa
Wien, 8.12.2011
"Deutschland muss seinen Widerstand gegen ein massives Eingreifen in den Markt für Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank aufgeben", appelliert Nova-EUropa Präsidiumsmitglied Alt-Vizekanzler Josef Riegler an die deutsche Politik, die - ob man es will oder nicht - das Schicksal der Eurozone bestimmen wird.
"Kaufen die Notenbanken Staatsanleihen, ersetzen sie nur die Nachfrage privater Banken, Versicherungen und Fonds - die dadurch erhöhte Zentralbankgeldmenge, die die Basis für die eigentliche Geldschöpfung - die Kreditvergabe der Banken - ist, kann dabei dem Geldmarkt wieder entzogen und die Interventionen damit sterilisiert werden", erklärt Nova EUropa-Obmann Karl Koller und "die EZB macht das auch ". "Die Angst, mit dem Ankauf von Staatsanleihen eine Hyperinflation auszulösen, ist damit unbegründet", so Koller - der noch zwei zusätzliche Argumente liefert: "Eine nachfrageinduzierte Inflation entsteht, wenn das Angebot eine erhöhte Nachfrage nicht befriedigen kann - das war nach Kriegen der Fall, wo die Produktionskapazitäten zerstört und die arbeitsfähige Bevölkerung zum Teil umgekommen war - heute aber sind die Produktionskapazitäten unterausgelastet, was man nicht zuletzt an der hohen Arbeitslosenrate in der Eurozone erkennen kann". Und das zweite Argument: "Die Notenbanken der USA oder Japans beweisen, dass direkte oder indirekte Notenbank-Staatsfinanzierung nicht gleichbedeutend mit Inflation ist".
Josef Riegler betont, dass "die Staatsfinanzierung zu wichtig ist, um sie den manisch-depressiven privaten Finanzmärkten zu überlassen", und er ergänzt, dass "kein Staat in der Lage ist, auf Dauer überhöhte Zinssätze zu zahlen - die Konsequenz ist, dass Staaten in die Pleite und deren Bevölkerungen - verstärkt durch Rezessionen auslösende Sparprogramme - in Arbeitslosigkeit und Elend gestürzt werden".
Auch Nova-EUropa-Präsident Heinrich Neisser ist überzeugt, dass "kurzfristig nur die EZB den Euro und damit das Europäische Projekt retten kann". "Im Laufe des Jahres 2012 müssen aber institutionelle Veränderungen erfolgen, die die Währungsunion durch eine Fiskalunion ergänzen", so Neisser. Nova EUropa schlägt vor, dass die Eurostaaten einen Vertrag über die Gründung einer Europäischen Föderation schließen, "mit einer Wirtschaftsregierung, die unter demokratischer Kontrolle eines Zweikammernparlaments steht - einer Parlamentskammer, die die Bürger vertritt und aus den EU-Parlamentariern der Eurozone besteht, und einer Staatenkammer nach dem Muster des deutschen Bundesrates". "Lösungsvorschläge, die die realen Machtverhältnisse nicht berücksichtigen, haben keine Chance", erklärt Koller, deshalb schlägt Nova EUropa vor, "dass die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Staatspräsident fix in der Wirtschaftsregierung vertreten sind, ergänzt um einen weiteren Regierungschef, der aus den Reihen der 17 Euro-Regierungschefs gewählt wird sowie vier Fachministern, die von der Staatenkammer bestimmt werden". "Der Föderation müssen alle Euro-Staaten angehören - die Schwachen verdienen unsere Solidarität", so Koller, aber "jene, die nicht bereit sind, Souveränität abzugeben, müssen die Eurozone verlassen."
"Dieser Übergangslösung muss die volle Demokratisierung folgen", betont Neisser und fordert eine Befristung des Föderationsvertrags bis 2020 und einen Konvent, der in der Zwischenzeit "eine Verfassung für eine Europäische Republik mit einem gewählten Präsidenten ausarbeitet, in die dann die Föderation übergeht".
"Europa hat das Potential, aus der Krise gestärkt hervorzugehen und eine führende Macht im Konzert der Weltmächte zu werden - entweder Europa wird stärker, oder es zerfällt und andere werden über uns bestimmen", so Neisser abschließend.
Link zum Nova-EUropa Euro-Rettungsplan - bitte hier klicken
Link zum Statement von Nova EUropa-Präsidiumsmitglied Dr. Josef Taus zur Rolle Deutschlands in der Euro-Krise - bitte hier klicken
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RĂĽckfragehinweis:
Nova EUropa
Obmann: Karl Koller (+43 676 619 955 1)
Bildquelle: www.browzz.com, www.novaeuropa.eu
Laut einer neuen Studie tragen Banken durch Kohleinvestitionen zur globalen Erwärmung bei
Einige Banken investieren in Kohle und leisten damit einen starken Beitrag zur Klimaerwärmung - so die Studie Bankrolling Climate Change. Die deutsche NGO "urgewald", die beiden südafrikanischen NGOs "groundWork" und "Earthlife Africa", sowie das internationale NGO-Netzwerk "BankTrack" mit Sitz in Nijmegen haben diese Studie in Zusammenarbeit erstellt und nun veröffentlicht.
Die Studie zeigt auf dass deutsche Banken ähnlich schlecht abschneiden wie die Banken anderer Industrienationen. Die Deutsche Bank zählt z.B. zu den weltweit sechs Banken, die am stärksten in die klimaschädliche Kohle investieren. Auch die UniCredit/HVB, die Commerzbank, die Allianz sowie die beiden Landesbanken WestLB und LBBW sind jeweils mit Milliardensummen im Abbau oder bei der Verbrennung von Kohle engagiert.
Die Studie präsentiert ein Ranking von 93 Banken, die weltweit mit den größten Beträgen an der Finanzierung von Kohleprojekten beteiligt sind. Mit einem Kohleportfolio von 16,5 Milliarden Euro führt die US-Bank JP Morgan Chase das Ranking an. Die Deutsche Bank folgt mit einem Engagement von 11,5 Milliarden Euro an weltweit sechster Stelle. Betrachtet man nur das Engagement im Kohlebergbau, steht die Deutsche Bank weltweit sogar an zweiter Stelle. Aber nicht nur große Banken fallen als Klimasünder auf, auch Sparkassen, Genossenschafts- und Landesbanken investieren großzügig in Kohle.
Dabei sind Kohlekraftwerke die Hauptverursacher von CO2-Emissionen und müssten spätestens seit Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls stärker in der Kritik stehen. Stattdessen wächst die Finanzierung der Kohle durch internationale Banken. Die Studie legt somit offen, wie nichtssagend die Nachhaltigkeitserklärungen der Banken zum Thema Klima tatsächlich sind.
Lesen Sie hier mehr dazu!
Hier finden Sie die komplette Studie (Englisch, 58 Seiten).
(Bildquelle: urgewald.org)
Der Weltsozialbericht 2011 - Die sozialen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise
Das UN-Department für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (UN-DESA) hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der sich intensiv mit den sozialen Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise beschäftigt.
Der Global Social Crisis Bericht legt dar, dass Staaten ihre Wirtschaftspolitik derzeit ohne Rücksicht auf die sozialen Auswirkungen entwickeln, was zu langsamen Wirtschaftswachstum und schwachem sozialen Fortschritt führen kann. Die Konsequenzen für Ernährung, Gesundheit und Bildung der Menschen sind verheerend und beeinträchtigen langfristiges Wirtschaftswachstum. “Die Wirtschaftskrise erinnert uns dass es für Menschen essentiell ist gesund, gebildet, ausreichend untergebracht, als auch gut ernährt zu sein. All dies sind Voraussetzungen für Produktivität und dazu befähigt einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten", sagt Jomo Kwame Sundaram, UN-DESA Assistent des Generalsekretärs für Wirtschaftliche Entwicklung.
Jedoch wird auch argumentiert, dass die Auswirkungen der Krise noch nicht in vollem Umfang absehbar sind. Trotzdem wird prognostiziert dass der Anstieg von Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit in Folge der globalen Krise, in den nächsten Jahren weiterhin Milliarden von Menschen betreffen werden.
Weiter zeigt der Report auf, dass die Bewältigungsstrategien der privaten Haushalte negativen Einfluss auf Bildung, Gesundheit und Ernährung haben können, was zu einem lebenslangen Defizit der betroffenen Kinder führt und somit Armut verfestigt. Vor allem Länder mit schwachen Sozialsystemen sind laut Bericht betroffen. Sozialschutzsysteme sind aber wichtig für die wirtschaftliche Erholung, um die Armutsspirale zu durchbrechen und Ungleichheiten zu reduzieren.
Den kompletten Bericht finden Sie hier (Englisch, 131 Seiten).
Ein schockierender Kommentar von Agrarexperte Peter Clausing
Jedes Jahr wird genügend Nahrung produziert um statistisch gesehen alle Menschen satt zu machen. Trotzdem ist Hunger die Alltagsrealität für ein Sechstel der Menschheit und die Todesursache für 10 Millionen Menschen jährlich. Das Millenniums-Entwicklungsziel, den Anteil der Menschen, die Hunger leiden, von 1990 bis 2015 zu halbieren, wird nicht annähernd erreicht werden. Im Jahr 2008 stieg die Zahl der Hungernden weiter an.
Agrarexperte Peter Clausing zeigt in seinem Kommentar die Ursachen fĂĽr diese Katastrophe auf.
Die Gründe der skandalösen Diskrepanz zwischen Produktion und Versorgung sind demnach zunächst die Preisexplosionen der Lebensmittelpreise, welche von der Konkurrenz durch Agrotreibstoffe, Spekulation an den Getreidebörsen und – in geringerem Maß – Änderungen in den Ernährungsgewohnheiten begründet ist. Weiter wurde im Zuge der Hungerkatastrophe 2008 über Lebensmittelverschwendung in Metropolen diskutiert, was einen Fehler im System offenlegte. Die Umverteilung von Nahrungsmittel wäre jedoch ein logistisch unmögliches Unterfangen und würde das Problem nicht nachhaltig lösen.
Die Lösung liegt vielmehr in lokal angepassten, wissensbasierten agroökologischen Systemen. Doch dieser Ansatz wird von den mächtigen Institutionen nicht unterstützt, da solche Verfahren Unabhängigkeit vom globalen Agrobusiness schaffen. Eine ressourcenschonende Ertragssteigerung mit anschließender lokaler Vermarktung in den Ländern des Südens, basierend auf ausgeklügelten ökologischen Methoden wäre angebracht. Solche Anbausysteme sind energiesparender und resistenter gegen die Folgen des Klimawandels.
So könnte also, laut FAO, jeder Dollar, der sinnvoll in die Landwirtschaft investiert werde, zehn Dollar an humanitärer Hilfe ersetzen.
Fakten:
Hier finden Sie den kompletten Kommentar mit Anmerkungen.
(Bilder: isotockphot.com, Fotolia.com)
Am 7. Dezember ĂĽbergab die UNEP im Rahmen der Klimakonferenz COP17 die Billion Tree Campaign an Plant-for-the-Planet
Der 7. Dezember ist ein groĂźer Tag fĂĽr uns. An diesem Tag
übergab die UNEP (United Nations Environmental Programme) im Rahmen der Klimakonferenz COP 17 (17th United Nations Framework Convention on Climate Change) die "Billion Tree Campaign“ in die Verantwortung von uns Kindern.
In den ersten fünf Jahren seit dem Start, der von Wangari Maathai ins Leben gerufenen "Billion Tree Campaign", haben die Bürger, Regierungen und Unternehmen zusammen 12,5 Milliarden Bäume gepflanzt, das sind knapp zwei pro Bürger. „Auf dieser erfolgreichen Basis können die Kinder aufbauen und wollen, dass jeder Bürger 150 Bäume pflanzt, dann schaffen wir bis zum Jahr 2020 1.000 Milliarden Bäume“, bedankt sich Felix bei Fürst Albert II. von Monaco, Schirmherr der Billion Tree Campaign.
Mit der Übernahme der Kampagne durch Plant-for-the-Planet wird aus dem ursprünglichen Ziel in jedem Land der Erde 1 Million Bäume zu pflanzen, damit das neue Ziel bis zum Jahr 2020 weltweit 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Dadurch werden jedes Jahr zusätzlich 10 Milliarden Tonnen CO2 gebunden. Damit gewinnen wir Zeit, um die CO2-Emissionen endgültig nachhaltig zu senken.
Die Ăśbergabe dieser groĂźen Verantwortung an uns Kinder
steht symbolisch für das Vertrauen, das die Erwachsenen in unsere Aktivitäten haben, denn wir Kinder führen nun den offiziellen Baumzähler. Dieser Zähler wird sowohl auf der Seite der "Billion Tree Campaign" als auch auf unserer Website dargestellt. So kann der aktuelle Stand der gepflanzten Bäume verfolgt werden. Die Bäume von Plant-for-the-Planet haben schon immer auch die "Billion-Tree-Campaign" unterstützt und finden sich nun im diesem Baumzähler wieder. Aktuell noch gesammelt, schon bald aber werden sich alle Bäumepflanzer von Plant-for-the-Plant in diesem Zähler wiederfinden. Bisher wurden insgesamt bereits über 12 Milliarden Bäume in 193 Ländern gepflanzt.
Mehr Informationen zur "Billion Tree Campaign" findet ihr auf der Website oder schaut euch die Pressemitteilung in unserem Pressebereich an.
Hier findest du das Video zur Verantstaltung!
Weitere Bilder zur Verantstaltung findest du hier!




Quelle Bilder: Shane Doyle Photography, South Africa
Alina, Felix und Niklas ĂĽberzeugen als Klardenker bei den Querdenkern
"Wir können Euch nicht in die Haftung nehmen, weil Ihr tot sein werdet, wenn wir die Probleme werden ausbaden müssen. Gestern begann der 17. Klimagipfel – COP17. Der CO2 Ausstoß steigt derzeit im Jahr um ca. 10% oder 3 Milliarden Tonnen CO2 an.
Verfolgt man die Kommentare in den Medien und in der Ă–ffentlichkeit, dann meinen die meisten, dass es kein Ergebnis geben wird in Durban.
Die einen empfehlen, man solle doch nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 einen neuen Anlauf in 2018 versuchen.
Andere Medien, wie die SZ am 29.11.2011, schreiben als Überschrift: Sechs Grad plus bis 2100. Keiner weiß, was 6°C plus bedeuten wird. Wir wissen aber, was 5°C minus Durchschnittstemperatur bedeutet hat, nämlich zwei Kilometer Eis über uns.
2100 werdet Ihr alle tot sein, aber wir Kinder werden noch leben."
Mit diesen klaren Worten leitet Felix seinen Vortrag vor 300 Managern in MĂĽnchen ein.
Am Rande der Konferenz brachte Alina noch Alfons Schuhbeck und den angetrunkenen Til Schweiger zum Schweigen
Berliner Kinder erreichen ihr selbst gestecktes Ziel
Am 25.11. wurde der 100.000ste Baum in Berlin gepflanzt.
Es ist eine Kastanie. Da Kastanien keine Selbstbestäuber sind, haben die berliner Forsten den Plant-for-the-Planet - Kindern drei Kastanien geschenkt. Sie stehen auf dem Gelände der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, von wo aus die Aktivitäten in der Hauptstadt ihren Anfang nahmen.
Daniel Boese über Stärke und Notwenigkeit der weltweiten Jugend-Klimabewegung
"Wir sind jung und brauchen die Welt" lautet das neu erschienene Werk des Online-Redaktuers Daniel Boese. Der Sub-Titel seines Werkes "Wie die Generation Facebook den Planeten rettet" zeigt, dass der Autor mit seinem Buch auf eine Jugendbewegung aufmerksam machen will die sich mit der wichtigsten Frage ihrer Zukunft beschäftigt: Wie lange wird unsere Welt der globalen Erwärmung noch standhalten? Boese bereist die Welt, interviewt zahlreiche Klimaktivisten und spricht mit diesen über die Bewegung, ihre Probleme und natürlich auch deren Ziele.
Während seiner Reise wird ihm eines klar; die jungen Aktivisten haben eine starke Waffe: Die sozialen Medien. Und sie nutzen sie auch mit voller Kraft, denn sie sind der einzige Vorteil den sie haben, gegen ihre starken Gegner in der Politik und Wirtschaft. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es möglich global zu kommunizieren, globale Probleme anzusprechen und eine globale Bewegung auf die Beine zu bringen. Bisher war es auch nicht erforderlich, doch nun ist das Fass am Überlaufen. Die Folgen der globalen Erwärmungen sind nunmehr keine Bedrohungen mehr auf dem Papier sondern machen sich langsam bemerkbar. Boese zeigt nicht nur Meinungen vieler internationaler Aktivisten sondern auch wissenschaftliche Äußerungen und Ergebnisse internationaler Klimaforscher die eindeutig belegen, dass wir am Rande eines ökologischen Kollaps stehen und es dringend erforderlich ist, etwas zu tun - wenn es nicht schon zu spät ist.
Das letzte Kapitel, "Tipping Point: wird die Bewegung stark genug?" ist das Fazit einer 212 Seiten langen Reise durch die Welt und ihrer Freiheitskämpfer. Ein "Tipping Point" ist eine inzwischen anglizisierte Wortwahl für einen Umschwung jeglicher Art oder wörtlich übersetzt: "Kipppunkt". Der Autor möchte damit sowohl auf einen physikalischen Kipppunkt des Ökosystems als auch einen sozialen Umschwung aufmerksam machen.
Boese beginnt sein letzes Kapitel, mit einer kurzen Einführung zur Hoffungslosigkeit in der Klimafrage. Er beschreibt wie er selbst den "Murmeltiereffekt" erlebt hat, die Bezeichnung für ein Phänomen bei dem es einem vorkommt, als ob jeder Tag stets wie der vorherige aussieht. Genau so kam es Boese bei der Gesamtheit aller internationalen politischen Diskussionen um das Problem mit dem Klimawandel vor. Jeder Tag schien nach dem selben bekannten Muster abzulaufen: Politiker besprechen, diskutieren, kommen zu keinem Ergebnis und treffen sich dann jedes Jahr erneut, um wieder zu keinem Ergebnis zu kommen.
Die Jugendlichen dieser Welt sind es Leid diesem Schauspiel weiter zuzusehen. Es ist für sie eine Schande, dass hier mit ihrer Zukunft gespielt wird und sie keinen Einfluss auf diese nehmen können. Empörung macht sich breit. Es hat sich nicht viel verändert seit Kyoto und der Kohlendioxidgehalt steigt und steigt unaufhörlich. Die Zeit für einen Tipping Point, einem gesellschaftlichen Wandel, ist gekommen; die Jugendlichen müssen ihre Zukunft nun selbst in die Hand nehmen und dank der sozialen Medien gelingt ihnen dies immer besser. Internationale Protestaufrufe und Bestzungsaktionen, ziviler Ungehorsam in allen Ländern und vor allen Parlamenten dieser Welt gehören zum Programm der jungen Klimaaktivisten.
Ihr Ziel ist es, eine Bewegung ins Rollen zu bringen, welche ein friedliches aber drohendes Potential erreicht.
Ihre Kernkritikpunkte betreffen das scheitern der Politik, die mangelnde Bereitschaft der "global player" aber auch vieler gewöhnlicher Bürger, diese Welt in eine bessere Richtung lenken zu wollen. Micheal McCarthy, einer der ersten Umweltautoren für die Londoner Times, berichtete, er sei überall dabei gewesen, bei allen Verhandlungen und in Shanghai habe er sein persönliches Fazit gezogen: Der Versuch mit Wissenschaft das Problem des Klimawandels zu lösen, sei gescheitert. Es ist ein festverankertes, primitives Denken in der Gesellschaft vorhanden, welches die menschliche Psyche streng nach dem Motto leitet: Wenn es mich nicht stört, warum sollte ich dann was dagegen tun?
Altruistisch, vorausschauend und verantwortungsvoll sind wir Menschen bei weitem noch nicht. Der Großteil der Menschen auf diesem Planeten wird sich erst dann ändern, wenn wenn es unbequem für sie selbst wird. Andere sind da erstmal egal. Darüber sollten wir mal alle nachdenken. Leider erst dann, wenn die Klimakatastrophe auch in Europa angekommen ist.
Boese jedenfalls ruft die Jugend von heute auf, nicht aufzugeben. Es lohnt sich noch zu für seine Zukunft zu kämpfen. Er beschreibt diesen Aufruf zu neuen Zeiten als eine Wachablösung. Die alten Klimakämpfer geben auf, weil sie keine Hoffnung mehr sehen, die neuen kämpfen nur aus einem Grund: Sie haben keine andere Wahl.
Seit der erfolgreichen Demonstration ihrer Unmut, gegenüber der Ignoranz der Politik, in Kopenhagen, ist die Zahl der jungen Klimaaktivisten nicht am abnehmen, im Gegenteil, es werden immer mehr und sie bringen inzwischen sogar juristische Unterstützung mit. Effektiv wie sich herausstellt, denn bei geauerer Betrachtung wird jeder zugeben müssen, dass eine Klage gegen die US-Amerikanische Regierung begründet ist bei der Argumentation: Die Atmosphäre gehört uns allen und nicht nur wenigen Unternehmen. Es ist die Pflicht der Regierung dafür zu sorgen, dass das Allgemeingut geschützt wird. Artikel 20a des Grundgesetes der deutschen Verfassung enthält tatsächlich so einen Absatz. Ob der Staat sich nun daran hält oder nicht, ist Diskussionssache. Aber die jungen Aktivisten haben eines gelernt: Zeit ist ein Luxus, den sie nicht mehr haben, es muss jetzt gehandelt werden. Hoffnungen in einen Erfolg in Durban sind schon lange vor der Konferenz gestorben. Und so könnten die nächsten Jahre zu den wohl wichtigsten ihrer Zukunft werden, auch ohne Durban.
Wenn Sie das Thema interessiert dann können Sie in unserem Online-Shop das gesamte Buch kaufen.
(Pictures: Circle of Blue, oekom Verlag)
Die Initiative in den Medien
Teaserbild: Pixelio, Rainer Sturm
15.12.2011 - 16.12.2011
Berlin
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales lädt zur internationalen CSR-Konferenz
16.12.2011 18:30 Uhr (Ortszeit)
Augsburg
Ein KochvergnĂĽgen mit Bewusstseinsbildung - eine Initiative der ThinkCamp Genossenschaft
Kochen und nebenbei die Zukunft gestalten - oder andersherum. "Das
Esszimmer", eine neue Initiative der Kossow & Jeggle Results GmbH
& Co. KG aus MĂĽnster in Zusammenarbeit mit der ThinkCamp gem. eG.,
lockt mit einem attraktiven Konzept.
Die Idee hinter der Initiative ist ein Treffen von interessierten Gästen aus der gleichen Region, die zusammenkommen, um gemeinsam zu kochen, zu diskutieren und sinnvolle Gespräche über die Zukunft der Gesellschaft zu führen. Sei es eine freundliche dialektische Diskussion in der Runde über Themen wie "Ressourcenverbrauch in der modernen Welt" oder ein Kurzvortrag mit anschließendem Meinungsaustausch über das Thema "Nachhaltiges Wirtschaftswachstum" - es ist alles möglich. Ziel der Initiative ist es Menschen zusammenzubringen und einen Austausch von Gedanken zu fördern.
Das offene Abendessen wird von einem Gastgeber organisiert und die
Kosten im Nachhinein aufgeteilt. Je nachdem wer zu einem „Esszimmer“
eingeladen hat, ergeben sich immer wieder neue Konstellationen und
Themen, die Art der Gäste die Schwerpunktsetzung für den Abend.
Die
Initiative ist noch recht jung, feiert jedoch bereits erste Erfolge.
Teilnehmer berichten von einem sehr angenehmen Abend in Gesellschaft von
Gleichgesinnten, die zu gemeinsamen Projekten und vielen neu geknĂĽpften
Kontakten endeten.
Wenn Sie das Konzept überzeugt hat, dann informieren Sie sich auf der ThinkCamp-Website genauer und melden Sie sich auch für das nächste "Esszimmer" an. Zur Anmeldung gehts hier.
18.01.2012 18:15 Uhr (Ortszeit)
LĂĽneburg
Lokalgruppe Hamburg
Was sind die Gründe von Hunger und warum ist seine Bekämpfung so schwierig? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Dokumentarfilm "Hunger", den das
AIESEC Lokalkomitee LĂĽneburg innerhalb einer Abendveranstaltung am 18. Januar 2012 nach einleitenden Worten durch einen Vertreter der Global Marshall Plan Lokalgruppe Hamburg zeigen wird.
Der 90-minütige Dokumentarfilm veranschaulicht anhand von fünf Ländern, wie Menschen und Organisationen darum ringen eines der schlimmsten sozialen, politischen und ökonomischen Probleme unserer Zeit zu lösen. Karin Steinberger und Marcus Vetter waren in Kenia, Haiti, Brasilien, Mauretanien und Indien unterwegs, um zu untersuchen, wie Menschen mit dem Hunger leben. Sie erforschten die Ursachen, welche die Menschen dazu treiben ihre Familien und Heimat zu verlassen und ihr Leben für eine ungewisse Zukunft zu riskieren, sowie warum so viele Konzepte der Entwicklungspolitik bisher versagt haben. Der aufreibende Dokumentarfilm wurde bereits mit mehreren Auszeichnungengeehrt.
Im Anschluss wird in Kooperation mit der Global Marshall Plan Lokalgruppe Hamburg eine Diskussion stattfinden, moderiert von Global Marshall Plan Academy Alumnus Christian Halseband. Diese Kooperationsveranstaltung entstand durch das Partnertreffen der Initiative mit AIESEC in Bielefeld im April 2011. Mehr Infos zu der Veranstaltung finden Sie auf der Facebook-Seite des Events.
Veranstaltungsort: Hörsaal 4 an der Leuphana Uni, Scharnhorststr. 1, 21335 Lüneburg (hier ein Link zum Lageplan des Campus, zum Finden des Hörsaals).
Mehr Details zum Film finden Sie hier.
(Foto: swr.de)
19.01.2012 - 21.01.2012
WĂĽrzburg
Spannende Workshops und Vorträge laden zum aktiv werden ein
Vom 19.-21. Januar finden die ersten ökosozialen Hochschultage in Würzburg statt, organisiert vom Würzburger Arbeitskreis Ökologie und der lokalen Weltladen-Hochschulgruppe. Die Würzburger Hochschultage verbinden globale Probleme mit lokalen Lösungsansätzen, insbesondere im Kontext der Universität.
Neben Vorträgen zu den Themen nachhaltige Entwicklung auf globaler Ebene (Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher) und ökologische Haushalts- und Finanzpolitik in Deutschland (Dr. Anselm Görres) gibt es Workshops zu Themen wie Umweltpädagogik, Nachhaltigkeit an der Uni, Verkehr und internationale Entwicklungszusammenarbeit.
Hier finden Sie den Flyermit vollständigen Programm. Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Hochschultage.
30.01.2012 - 31.01.2012
Bonn
"Globale Lebensstile – Neue Wege für die Entwicklungspolitik"
Unter dem Titel „Globale Lebensstile – Neue Wege für die Entwicklungspolitik“ steht der Zusammenhang zwischen Lebensstilen und Konsumgewohnheiten und den Lebensverhältnissen in Entwicklungsländern im Fokus der dritten Bonner Konferenz.
Wie müssen sich Konsum- und Lebensstile von Gesellschaften in Nord und Süd verändern, um eine nachhaltige globale Perspektive zu ermöglichen? Welchen Beitrag können dazu Unternehmen in Wahrnehmung ihrer ethischen Verantwortung leisten? Brauchen die Entwicklungspolitik und insbesondere die entwicklungspolitische Bildungsarbeit einen Perspektivwechsel, um nachhaltige Lebensstile für die Entwicklungszusammenarbeit nutzbar zu machen?
Dies sind zentrale Fragen, die auf der Dritten Bonner Konferenz für Entwicklungspolitik mit hochkarätigen deutschen und internationalen Experten diskutiert werden. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag für die Fortschreibung der MDGs und den Rio+20-Prozess leisten. Zugleich wird auf der Konferenz erstmals die in einem Open-Government-Prozess entwickelte neue Eine-Welt-Strategie des Landes NRW der Öffentlichkeit präsentiert und deren Umsetzungsperspektiven diskutiert.
Alle relevanten Informationen zur Konferenz, den Programmablauf sowie die Online-Anmeldung finden Sie unter
06.03.2012
DĂĽsseldorf
Regionalgruppe Düsseldorf lädt ein zur Diskussion
Das Netzwerk Ökoszioale Entwicklung e.V., eine Regionalgruppe der Global Marshall Plan Initiative, lädt am 6. März 2011 zur Podiumsdiskussion mit dem Titel "Sind wir noch zu retten?" ein.
Dabei wird das Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie, das sich in der Finanzkrise ja nur oberflächlich widerspiegelt, thematisiert werden. Niko Paech, Öjonomieprofessor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg, wird erläutern, welche Tendenzen einer nachhaltigen Zukunft entgegenwirken.
AuĂźerdem wird die Wuppertaler
Institut fĂĽr Klima, Umwelt, Enrgie GmbH durch seinen Leiter
Professor Uwe Schneidewind, vertreten sein. Der Ökologe Dr. Daniel Dahm wird den Ansatz der Initiative „Gemeingüter – nehmen und geben“ erläutern. Diese will Investitionen in Gemeingüter mit denen in Produktionsgüter
gleichstellen. Ein Vertreter der Ă–kosozialen Marktwirtschaft wird noch
gesucht.
Das Wuppertal Institut ist, wie auch die VHS-Düsseldorf und die Böll-Stiftung NRW, Mitveranstalter der Diskussion.
Näheres dazu finden Sie bald hier auf der Website der Regionalgruppe Düsseldorf.
12.05.2012 10:00 Uhr (Ortszeit) - 12.05.2012 16:00 Uhr (Ortszeit)
KoordinationsbĂĽro Hamburg
Globale Vision – Konkrete Handlungsmöglichkeiten?!
Am Samstag, den 12. Mai 2012 veranstaltet die Global Marshall Plan Foundation einen Workshop zum Global Marshall Plan im Rahmen der "Aktionstage Politische Bildung", die von der Bundeszentrale fĂĽr Politische Bildung ins Leben gerufen wurden.
Die Impuls-Academy ist eine Schulung, bei der sich engagierte Menschen aus dem deutschsprachigen Raum zusammenfinden um sich intensiv mit der Global Marshall Plan Initiative zu beschäftigen. Von den aktuellen Herausforderungen der Globalisierung fasziniert und interessiert an Themen von globaler Relevanz, lernen die Teilnehmer der Schulung ihr Interesse an diesen Themen von der Theorie in die Praxis umzusetzen und die Ziele der Global Marshall Plan Initiative zu verbreiten.
Anhand eines Planspiels lernen die Teilnehmer systemisch zu denken und erkennen die Risiken, die von fehlenden globalen Rahmenbedingungen ausgehen. Im Anschluss werden die Teilnehmer einen Impulsvortrag zum Global Marshall Plan hören und über die Kernforderungen der Initiative und ihre Wirkung in Richtung eines besseren Ordnungsrahmens für die Weltwirtschaft diskutieren. Aktuelle Projekte im Netzwerk der Initiative werden vorgestellt und als Inspiration für eigene Ideen genutzt. Diese Ideen werden anschließend im Hinblick auf konkrete Realisierungsschritte diskutiert.
Ziele:
Die Teilnehmer lernen anhand des Beispiels Global Marshall Plan alternative Lösungsvorschläge kennen und werden inspiriert, weitere Menschen für globale Themen und Werte sowie für die Notwendigkeit globaler Rahmenbedingungen zu sensibilisieren und zu mobilisieren.
Hinweis: Die Impuls-Academy ist eine Kurzversion der normalerweise an drei Blockwochenenden stattfindenden Global Marshall Plan Academy. Diese ist die offizielle Multiplikator/innenschulung der Global Marshall Plan Foundation, in Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft Club of Rome, der Think Camp Genossenschaft, dem Ă–kosozialen Studierendenforum Ă–sterreich und der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach, Ă–sterreich. Mehr zur groĂźen Academy erfahren Sie auf der Academy-Webseite.
Seminarleitung: Helge Bork, Andreas Huber, Gisela Wohlfahrt
Zielgruppe: Interessierte und engagierte Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft.
Termin: Samstag, 12. Mai 2012, von 10:00 – 16:00 Uhr
Ort: KoordinationsbĂĽro Hamburg
Infos zur Anmeldung:
Max. 16 Teilnehmer, Anmeldeschluss ist der 08. Mai 2012, symbolische TeilnehmergebĂĽhr von 5 Euro, Anmeldung bei Gisela Wohlfahrt unter workshop@globalmarshallplan.org
Das ausführliche Programm werden Sie demnächst hier vorfinden.
Wenn Sie sich bereits im Voraus über das Aktiv sein innerhalb der Initiative informieren möchten, werfen Sie doch einen Blick in das "Handwerkszeug zum Aktiv werden".
Die "Aktionstage Politische Bildung" sind eine bundes- und europaweite Kampagne von und für die politische Bildung. Die Kampagne präsentiert die Vielfalt der Akteure, Zielgruppen und Aktionen lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das breite und wichtige Angebot politischer Bildung innerhalb der Zivilgesellschaft. Hier erfahren Sie mehr!
05.06.2012 - 31.12.2012
Deutschland, Schweiz und Ă–sterreich
Jetzt anmelden und Botschafter fĂĽr Klimagerechtigkeit werden!