Denken Sie auch an Weihnachten an uns!
Nur mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin über die Fehlsteuerungen der Globalisierung aufklären und Menschen darin unterstützen, eigene Aktivitäten zu starten.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 - durch Karolin und Frithjof Finkbeiner - koordiniert die Global Marshall Plan Foundation die gleichnamige Initiative und bietet kostenlose Dienstleistungen für Aktive an.
Die Global Marshall Plan Foundation finanziert sich zu 2/3 durch Spenden von Förderern, die überwiegende Anzahl davon sind Klein- und Kleinstspender sowie Abonnenten.
Ein Drittel zu den Finanzen trägt der Buchversand bei, den die Familie Finkbeiner seit 2003 aus ihrer Garage heraus betreibt und damit an Zukunftsthemen interessierte Menschen mit Literatur versorgt.
In Vorträgen klären wir über die fehlgesteuerte Globalisierung auf. Alle Vortragshonorare von Frithjof und Felix Finkbeiner fließen zu 100% in die Stiftung. Zu den erfolgreichsten Fundraisern avancieren die Kinder Franziska und Felix, die Toyota Deutschland als Sponsor begeistern und damit einen Teil der Personalkosten finanzieren.
Wir gehen sehr sorgsam mit Ihren Spendengeldern um. Das können Sie auch im aktuellen Prüfbericht und dem Stiftungsprofil People, Participation, Power nachlesen.
In der aktuellen Krisensituation ist es um so wichtiger, Menschen aufzuklären, sie einzubeziehen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Das sind die Ziele, die wir mit unseren Projekte wie:
Gewinner und Verlierer der Finanzmarktkrise von Dirk Solte
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: In diesem Text geht es nicht darum, "Schuldige" der aktuellen Krise des Weltfinanzsystems / der Weltökonomie zu identifizieren und "Gewinner" als "Abzocker" darzustellen. Es wird hier auch in keinster Weise die Behauptung "machiavellischer" Handlungen unterstellt – ganz im Gegenteil. Es geht um die Verdeutlichung "systemischer Probleme", die ihre Ursache in ungenügenden Regulierungen auf globaler Ebene und in Disharmonien nationaler Regelsetzungen haben. Die Akteure sind derzeit häufig "dazu verleitet oder sogar gezwungen", das Falsche zu tun, weil das Richtige nicht über Gesetze eingefordert, sondern ganz im Gegenteil – in dem System – bestraft wird.
Zum Artikel
Die Herausforderung einer besseren Global Governance
Artikel von Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher.
Die größte Herausforderung, vor der die Menschheit heute steht, ist die Etablierung einer funktionierenden Global Governance, also einer funktionierenden internationalen Ordnung. Diese Position vertreten der Club of Rome, das Ökosoziale Forum Europa und die Global Marshall Plan Initiative seit vielen Jahren. Die Notwendigkeit einer besseren Global Governance war schon immer im offensichtlich im Bereich der Klimafrage, mittlerweile gilt das ebenso im Bereich des Weltfinanzsystems und der Regulierung der Steuerparadiese. Fairer Handel, die Durchsetzung der Menschenrechte für alle, Abschaffung von Kinderarbeit, Verhinderung von Umweltzerstörung sind weitere Themen einer Global Governance, tangieren aber die Interessen der Machteliten und des Finanzkapitals deutlich weniger als die Finanzfragen, die Steuerfragen und die mit der Klimathematik verbunde-ne Bedrohung von Eigentumsrechten. Dem Umgang mit der aktuellen Krise kommt deshalb für die Zukunft eine besondere Bedeutung zu.
Den vollständinge Artikel finden Sie hier (pdf).
Ausgewählte Beiträge aus deutschsprachigen Medien
Nachlese zur Finanzkrise:
Ausgewählte Beiträge aus deutschsprachigen Medien
WissenschafterlerInnen in den Medien
Top-Lesetipp: Regiert Geld die Welt? von Peter Wahl
Lesetipps zusammengestellt vom Forum Wissenschaft & Umwelt, Wien.
Fragebogen für Lokalgruppen
Hallo liebe Lokalgruppenmitglieder und Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative,
bei dem letzen Lokalgruppentreffen haben die anwesenden Lokalgruppen nach ihren aktuellen Bedürfnissen Arbeitspakete definiert, mit denen ihnen Arbeitshilfen geschaffen werden sollen für die tägliche Arbeit. Es wurden Probleme und daraus abgeleitete Lösungsvorschläge ausgearbeitet.
Seit dem hat die Lokalgruppe Passau und Karlsruhe daran gearbeitet einen Fragebogen zu erstellen und eine Plattform einzurichten mit deren Hilfe diese Arbeitspakete abgearbeitet werden sollen und somit die beschlossenen Maßnahmen auch eine Umsetzung finden.
Der Fragebogen soll uns, dem Öko-Sozialen Forum, den aktiven
Lokalgruppenmitgliedern, die die Arbeitspakete bearbeiten werden und der Global Marshall Plan Initiative einen Überblick geben, welche Arbeitshilfen und Hilfsmittel am dringendsten gebraucht werden um diese zu erst zu entwickeln.
Der Fragebogen sollte von jedem Lokalgruppenmitglied ausgefüllt werden (dauert 5 min.) um einen möglichst aussagekräftigen Überblick zu bekommen!
Zum Fragebogen
Als Plattform zur Bearbeitung der Arbeitspakete wurde www.Huddle.net gewählt. Um euch die Plattform anzuschauen muss ich Euch oder ein anderer auf der Plattform einladen. Also einfach per E-Mail antworten.
Wir haben ein Video erstellt welches euch die ersten Schritte erleichtern soll. Ihr könnt das Video auch erst einmal ansehen und euch dann anmelden.
Ihr findet es hier.
Die Plattform "Global Marshall Plan Lokalgruppen" findet ihr dann in dem neu angelegten Account auf www.huddle.net
Wir wollen ansprechen die Wissen oder Erfahrung haben und uns in den Bereichen:
- Aktive Mitglieder
- Netzwerk stärken
- Inhalte des Global Marshall Planes
- Öffentlichkeitsarbeit
- Projekte
helfen können. Wir freuen uns auf alle die Lust haben etwas beizutragen, dass die Lokalgruppen in Zukunft effektiver arbeiten können.
Bitte leitet diese Mail an die Mitglieder Eurer Lokalgruppe weiter, sofern diese Mail nicht Euren Verteiler erreicht hat.
Liebe Grüße
stellvertretend, Tobias Guller
(Lokalgruppe Karlsruhe)
P.S. Der gesamte Output des Lokalgruppentreffens in Karlsruhe (21 MB) findet sich nochmal hier da er bisher nicht auf den Seiten des ÖSF und des Lokalgruppentreffens zu finden ist.
Weltweite Aktion am Tag gegen die Armut
Am 17. Oktober 2008 (zur weltweiten Aktion gegen die Armut, für die UN-Millenniumziele) wurde auf dem Bremer Platz der Schule, auf der Allee der UN-Ziele, auf die Global Marshall Plan Initiative aufmerksam gemacht.
Erich Kalkus
Noch wenige Plätze frei
Fragen Sie sich auch, wie Sie den Global Marshall Plan in ihrer Stadt weiterbringen können? Für den ersten Durchgang der Global Marshall Plan Academy sind noch einige wenige Plätze frei!
Nähere Infos erhalten Sie unter www.globalmarshallplanacademy.org oder bei Miriam Lakemann.
Eine neue Arbeitsgrundlage für die kommenden fünf Jahre
Voraussichtlich am 2. Dezember wird die neue österreichische Bundesregierung unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und mit Beteiligung der Volkspartei angelobt. Im bereits vorliegenden Regierungsprogramm drückt sie ihre Bereitschaft zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative aus. "Die Bundesregierung unterstützt Aktivitäten zur Förderung der Nachhaltigkeit wie die Global Marshall Plan Initiative, so:fair oder Fairtrade“ (S. 84f), heißt es dort im Wortlaut. Besonders erfreulich ist das erneute Bekenntnis zum Einsatz für eine „verbindliche Einführung einer Finanztransaktionssteuer“ im Rahmen der Europäischen Union. Die Dringlichkeit der Umsetzung dieser langjährigen Forderung der Global Marshall Plan Initiative wurde im Lauf der heurigen Jahres – Stichwörter Hungerkatastrophe und Finanzkrise – überdeutlich. In Österreich werden wir uns diesem Thema auch im kommenden Jahr verstärkt widmen und auf eine rasche Einführung einer allgemeinen Finanztransaktionssteuer drängen.
Etwas weniger erfreulich gestaltet sich leider die Lektüre des Kapitels über Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Zwar enthält auch das Programm der neuen Regierung ein grundsätzliches Bekenntnis zur Einhaltung der mehrfach zugesagten Anhebung der österreichischen EZA auf 0,51% bis 2010 und 0,7% bis 2015. Jedoch wird bereits im folgenden Satz konstatiert, dass „(...) die Erreichung dieses Ziels (...) jedoch vor dem Hintergrund der beschränkten budgetären Möglichkeiten schwierig (erscheint).“ (S. 235) Im vergangenen Jahr wurden in Österreich für die Offizielle Entwicklungszusammenarbeit 0,49% des Budgets ausgegeben. Beinahe die Hälfte davon waren Entschuldungsmaßnahmen, die im heurigen Jahr beinahe zur Gänze auslaufen werden. Die dringend notwendigen finanziellen Anstrengungen zur Erreichung einer substantiellen Anhebung sind ebenso im Regierungsprogramm – und lassen auf einen ähnlichen Eifer wie bei der Sicherung des Bankenwesens hoffen –, wie das Bekenntnis zur entwicklungspolitische Nachhaltigkeit und Kohärenz. In diesem Sinne müsste allein die Bekämpfung des Klimawandels ganz oben auf der Agenda stehen! Von uns verursacht sind die Länder des Südens die Hauptbetroffenen. Laut UN-Zahlen könnte die Zahl der Hungernden auf unserer Welt in Folge des Klimawandels bis 2080 um 600 Millionen steigen! Darauf hinzuweisen und entsprechende Maßnahmen und Handlungen zu fordern ist auch weiterhin die Aufgabe von uns allen!
Bericht von der Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsbeirats
Angesichts von Finanzkrise und Klimawandel empfahlen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Ex-UN-Umweltdirektor Prof. Dr. Klaus Töpfer auf der Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsbeirats in Berlin das Modell der sozialen und ökologischen Marktwirtschaft und setzten sich für die Einhaltung der deutschen und europäischen Klimaschutzziele ein.
Berlin, 17.11.2008
"Wenn das Haus brennt, muss gelöscht werden -- ohne nach der Brandursache zu fragen. Die Feuerwehraktion von heute muss allerdings Ausgangspunkt für die Schaffung einer neuen Weltfinanzarchitektur sein. Dazu brauchen wir ein dramatisches Handeln in bisher ungekannter Dimension", forderte Klaus Töpfer, langjähriger Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Mit Finanzkrise und Klimawandel waren zwei Probleme mit globaler Reichweite in den offiziellen Beiträgen auf der diesjährigen Jahreskonferenz des Nachhaltigkeitsbeirats der Bundesregierung ebenso präsent wie auf den informellen Gesprächen am Rande des Geschehens.
Die Lösung dieser Probleme könne nur gelingen, wenn kurzfristig
orientiertes und regional begrenztes Denken und Handeln Platz machten für ein Bewusstsein der gegenseitigen Abhängigkeit, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor mehr als 500 Konferenzteilnehmern im Berliner Congress Center. Sie berichtete von einem neuen Gefühl der gemeinsamen Verantwortung auf dem "Bretton Woods II" Treffen, das die Staatschefs der führenden 20 Wirtschaftsmächte zwei Tage zuvor nach Washington gebracht hatte. Das Ringen um globale Regeln und die damit verbundene Abgabe nationaler Souveränität werde allerdings ein anstrengender Prozess sein, wie beispielsweise die Schaffung des Schiedsgerichtsverfahrens der Welthandelsorganisation WTO gezeigt habe. Auf die Gerichtsbarkeit der WTO blicken andere internationale Abkommen wie das Kyoto-Protokoll mit Neid: Es sieht nämlich empfindliche Sanktionen vor, womit die Mitgliedsländer an die Umsetzung gemeinsam ausgehandelter Regeln auch tatsächlich gebunden sind.
Mit Blick auf die Gestaltung der Globalisierung stellte die Kanzlerin die Frage, wie viel finanzielle Ungleichheit die Welt verträgt und brachte die soziale Marktwirtschaft als erfolgreiches Beispiel einer am Menschen orientierten Regulierung der Märkte ins Spiel. Töpfer nannte das Modell einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft eine reale Möglichkeit für eine Welt mit zukünftig 8,5 Milliarden Einwohnern.
Schließlich lobte die Kanzlerin den Einsatz des Nachhaltigkeitsrates für die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und deren Umsetzung und Fortschreibung. Im Hinblick auf die Anstrengungen bei den laufenden UN-Verhandlungen zum internationalen Klimaschutz unterstrich sie die Bedeutung deutscher und europäischer Klimaschutzerfolge. Nur mit ernsthaften eigenen Erfolgen und Ambitionen könne sie glaubwürdig für die Einbindung von Schwellenländern wie China werben. Trotz der Finanzkrise halte sie deshalb an den vereinbarten Klimaschutzzielen auf europäischer Ebene fest. Diese Position wird sie bei den UN-Klimaverhandlungen im polnischen Poznan Anfang Dezember und in den Folgemonaten noch heftig unter Beweis stellen müssen.
Dr. Maike Sippel
Sigmar Gabriel am THG Hagen
Jugendliche sollten die Zukunft nicht anderen überlassen
Bundesumweltminister Gabriel am THG in Hagen
Hagen, 27.10.2008, Finja SEROKA
Hoher Besuch am Theodor-Heuss-Gymnasium: Bundes-umweltminister Sigmar Gabriel sprach im kleinen Raum über ganz große Themen – Weltinnenpolitik und ökosoziale Marktwirtschaft.
Es ist ein Weltthema, doch Sigmar Gabriel blieb nicht abstrakt, sondern wurde konkret: "Wie wollen wir eigentlich auf der Welt miteinander leben?" und "welche wirtschaftlichen und sozialen Spielregeln soll es geben?"
Jeder habe das Recht, sich nicht mit Politik zu beschäftigen, aber "ich würde meine Zukunft nicht anderen überlassen." Momentan sei Deutschland, und vor allem Europa eine Region, wo Umweltpolitik und Spielregeln gut funktionierten. Aber es gelte die ganze Welt an Bord zu holen - ärmere Länder wollten einen höheren Lebensstandard erreichen, bevor sie an Klimapolitik dächten. Die finanzielle Förderung sei, so Gabriel, auch in unserem Interesse, "um übermorgen davon zu profitieren". Vor allem beim Umweltschutz lohne es sich, heute ein Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) zu investieren. Denn: Kein Umweltschutz koste letztendlich 20% des BIPs. Betroffen wären Entwicklungsländer am schlimmsten: "Der Klimawandel ist eine sozial verdammt ungerechte Veranstaltung". Kriege um Trinkwasser wären dann keine Seltenheit mehr. Bevor 2012 das Kyoto-Protokoll ausläuft, müsse ein Folgeabkommen geschlossen werden. 35% der Energie sollen 2020 von erneuerbaren Energieträgern hergestellt werden. Der Klimaschutz müsse wirtschaftlich werden - die Branche biete 250 000 neue Arbeitsplätze. Der Emissionshandel werde auch attraktiver. "Die Finanzmarktkrise ist eine Chance", findet der Bundesumweltminister. Eine Chance, in die Realwirtschaft zu investieren, anstatt in Spekulationen. Gabriel forderte dazu auf, "keine faulen Kredite bei ihren Kindern und Enkelkindern zu nehmen." Die Jugendlichen selbst sollten sich für eine bessere Zukunft engagieren. Gabriel merkte an, dass die Schüler eigentlich in den ersten, und die geladenen Gäste in den letzten Reihen sitzen sollten. Nach dem Vortrag stellten drei Schülerinnen und Schüler des THG dem Bundesumweltminister auf der Bühne noch einige Fragen.
Klaudius Gansczyk, Umweltminister Gabriel und Rene Röspel (von links) bei der Jubiläumsveranstaltung am 27. Oktober 2008 in der Aula des THG. Foto: Theo Schmettkamp
Sigmar Gabriel war einer Einladung von René Röspel und dem Lehrer Klaudius Gansczyk gefolgt. Der Vortrag bot Gästen sowie THG-Schülern der Stufen 11 und 12 die Möglichkeit, sich mit dem Thema zur 2. Jubiläumsveranstaltung der Zukunftsreihe auseinandersetzen - mit einem lebendigen Vortrag.
Quelle: Der Westen
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel spricht im THG
"Weltweite Spielregeln sind wichtig"
Hagen, 27.10.2008, Yvonne HINZ
Hagen. Er nimmt nicht nur an Klimaschutzkonferenzen in Kyoto oder New York teil, sondert kommt auch in eine Schule, wenn man ihn bittet: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sprach gestern Mittag im Theodor-Heuss-Gymnasium zum Thema "Weltinnenpolitik und ökosoziale Marktwirtschaft".
"Rechts Einstein, links Mahatma Gandhi, vor mir Philosophen und Pädagogen - ich hatte gehofft, es ginge eine Spur kleiner", scherzte der schwergewichtige Politiker aus Berlin. Obwohl, wenn man die Kulisse, vor der Gabriel sprach, auf sich wirken ließ . . . Requisiten aus "Im weißen Rössl" zierten nämlich die Bühne der Schulaula. Demzufolge spiegelte sich da eher Wolfgangsee-Idyll wider als Globalisierungsauswüchse. Nicht besonders kosmopolitisch.
Allerdings blickte Gabriel ja auch nicht nur nach China, Indien und Afrika, also auf Länder, in denen Klimaschutz aufgrund der wirtschaflichen Situation nur eine untergeordnete Rolle spielt, sondern sprach auch über die vor Jahren eingeführten europäischen Spielregeln. "West- und Südeuropa müssen Osteuropa zum Mitmachen animieren", forderte der Minister, "denn Europa ist weltweit ein wichtiges Beispiel dafür, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Wohlstand Hand in Hand gehen können."
Schüler und Lehrer - allen voran Philosophielehrer Klaudius Gansczyk, der die Zukunftsveranstaltungen am THG seit zehn Jahren organisiert - freuten sich über den prominenten Gast. Er fand den richtigen Ton (besonders den Elf - und Zwölfklässlern gegenüber) und resümierte: "Uns ist nur das Jetzt wichtig. Doch die Geringschätzung gegenüber der Zukunft ist falsch." Gabriel weiter: "Wir dürfen nicht länger mit Gegenwartspreisen rechnen, sondern müssen heute investieren, um übermorgen Erträge zu erzielen. Wir müssen Zukunftspreise zahlen." Ein Tipp am Rande: Gabriels Vorschlag "Die Schüler sollten in den vorderen Reihen sitzen" sollte bei der nächsten Zukunfts-Veranstaltung beherzt werden.
Quelle: Der Westen
Lesen Sie hier die Einführung von Klaudius Gansczyk (pdf).
Werden die Auffassungen von Heiner Geißler am Ende Zustimmung erhalten?
Ein Kommentar mit anschließenden Fragen von Andreas Stein, Kassel
Als am 01.05.08 der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler im HNA-Interview "das System", also die real existierende Ordnung in Wirtschaft und Gesellschaft, für "krank und unsittlich" erklärte, war vieles von dem, was wir heute sehen und wissen, für die Öffentlichkeit noch unsichtbar und ungewiss. Die Krise war zwar schon präsent, aber kaum ein Mensch konnte sich das Ausmaß der im Herbst folgenden Katastrophen vorstellen.
Um einer Ausbreitung ökonomischer Ungleichverteilung entgegen zu wirken, sieht Geißler es als die wichtigste Aufgabe an, den Menschen eine Perspektive zu geben für eine humane Gestaltung der Globalisierung. Ein Konzept dafür nennt Geißler auch: Eine ökosoziale-Marktwirtschaft verbunden mit einem globalen Marshall-Plan. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist nach Geißler eine nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik notwendig, um dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen.
In ihrer Gesamtheit würden die von Heiner Geißler aufgezählten Ziele und Maßnahmen eine Wendemarke für die seit ca. 20 Jahren vorherrschend praktizierte angebotsorientierte Wirtschaftspolitik darstellen: Mehr Breitenförderung, weniger Spitzenförderung des Wohlstands.
Ein halbes Jahr nach diesem Interview sind die Fragen, die darin behandelt wurden, hochaktuell. Ob sich die Geißler-Vorstellungen durchsetzen werden, ist aber noch offen. Nach dem drohenden Zusammenbruch des Systems durch die Finanzkatastrophen des Herbstes sind die “akuten Löscharbeiten” wohl noch nicht abgeschlossen und die Zeit einer grundsätzlichen Neuorientierung hat noch nicht eingesetzt.
Was meinen Sie zu den Einschätzungen und Vorschlägen, die Heiner Geißler im Interview am 01.05.2008 zum Ausdruck bringt? Können Sie diesen Auffassungen folgen? Halten Sie eine grundsätzliche Neuorientierung der Wirtschaftspolitik für notwendig? Und wenn ja, an welchen Ziel- und Wegmarken sollte sich eine neue Politik orientieren?
Sie sind eingeladen, einen Kommentar zu schreiben oder einen eigenen Beitrag zu diesen Fragen zur Veröffentlichung an dieser Stelle zu senden!
Expansion des nigerianischen Freundschaftsnetzwerks
Dr. David Tola Winjobi lernte die Coalition for the Global Commons während eines Workshops an der CIVICUS World Assembly im vergangenen Juni kennen. Seitdem ist er ein aktiver Unterstützer in Nigeria, wirkt bewusstseinsbildend und baut ein regionales Netzwerk auf.
Er leitete und arbeitete mit verschiedenen internationalen und regionalen Organisationen, die sich mit unterschiedlichen sozialen Belangen beschäftigen, zuletzt als Direktor des Centre for Peace and Conflict Management und als regionaler Vertreter der GCAP (Weltweite Aktion gegen Armut).
Zuletzt hat er einige neue nigerianische Partner hinzugewonnen, wir begrüßen herzlich: Barrister Innocent Adjghunure, Giwa Kola, Surveyor Effik, Raymond, Adams Peter Eloyi und Adebowale. Wir hoffen auf weiteren Erfolg in Nigeria und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit als Teil des Coalition for the Global Commons Netzwerks!
Mehr Informationen zur Coalition for the Global Commons sind zu finden auf www.coalition-global-commons.org (diese Webseite wird bald aktualisiert um die Entwicklungen der letzten Monate darzustellen).
Wenn Sie an aktiver Teilnahme in unseren Arbeitsgruppen zur Coalition for the Global Commons interessiert sind melden Sie sich bitte hier an oder schreiben Sie eine E-Mail an coordination@coalition-global-commons.org. Bitte beachten Sie, dass die Arbeitssprache Englisch ist.
Felix Finkbeiner fordert Klimagerechtigkeit und Beteiligung in Brüssel
Weitere Akademien 2009 geplant
"Diese Maßnahme soll keine Einzelaktivität bleiben, sondern soll bei nächster Gelegenheit ergänzt und erweitert werden", sagte die Projektleiterin Alexandra Hellms.
100.000 Bäume werden erwartet.

Ein Bericht von der Konferenz in Brüssel
"Leaders" aus Wirtschaft und Unternehmen präsentiereten ihre visionären Ansätze.
Viele Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative waren unter den Referenten des CITTA-Forums, das vom 31.10.-02.11. in München stattfand. Neben Vorträgen z.B. von Felix und Frithjof Finkbeiner, Johannes Heimrath und Hans Jecklin fanden Workshops, eine Messe, Filmvorführungen und künstlerische Darbietungen statt.
Gesprächspartner der Podiumsdiskussion "Shaker, Maker, Visionäre – Von der Vision zur Wirklichkeit" (von links nach rechts): Stefan Löbbert (HVB UniCredit Group), Prof. Margrit Kennedy (Expertin für alternative Geld- und Währungssysteme), Prof. Ervin Laszlo (Gründer und Präsident des Club of Budapest), Fritz Lietsch (Altop Verlag - Moderation), Hans-Martin Schempp (Makro-Medien-Dienst GmbH)
Das CITTA-Forum ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man, um die Menschen zu erreichen, auf unterschiedlich Art und Weise und mit verschiedensten Medien kommunizieren muss.
Zur Pressemitteilung über die Veranstaltung
Die Initiative und Plant-for-the-Planet in den Medien
Global Marshall Plan
Sigmar Gabriel, Prof. Dr. Maximilian Gege Peter Grett sowie Felix Finkbeiner melden sich zu Wort.
Utopia rief dazu auf, sich gegen die von Horst Seehofer geplante Klimaschutzpause auszusprechen. Auch die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet beteiligte sich:
"Warum hat die Industrie nicht schon vor zehn Jahren Elektro- und Brennstoffzellen-Autos auf dem Markt gebracht, sondern Geländewägen auf unsere Autobahnen? Mit den Gewinnen der letzten Jahre soll die Industrie Tausende von Forschern einstellen, die saubere Technik entwickeln. Für uns Kinder ist ein sofortiges Handeln überlebensnotwendig. Viele Hundert Kinder aus über 100 Ländern der Welt kamen im Juni 2008 zu einer Kinderkonferenz in Norwegen zusammen und sehen es als ungerecht an, wenn einige Menschen auf dieser Welt mehr C02 rauspusten dürfen als andere, ohne dafür zu bezahlen. Damit wir Kinder in Bayern Europa und der Welt, wenn wir einmal so alt sind wie Sie, Herr Seehofer, nicht die Zeche zahlen müssen, verlangen wir von Ihnen, dass Sie die Versprechen einhalten!"
Felix Finkbeiner (11), Schüler aus Starnberg, UNEP-Kindervorstand
Alle Stimmen auf Utopia.de
Leserbrief von Josef Riegler
So kann es nicht weitergehen!
Seit dem Platzen der von Gier getriebenen Spekulationsblase häufen sich die Hiobsbotschaften. Die Verfechter des ungezügelten, profitgetriebenen "freien" Marktes haben versagt. "Das Monster ist außer Kontrolle geraten", sagte der deutsche Bundespräsident Horst Köhler!
Aber wie aus der weltweiten Abwärtsspirale herauskommen? Da reichen kurzatmige Feuerwehraktionen der Politik und verzweifelte Streikdrohungen der Gewerkschaftern nicht aus.
Seit 5 Jahren liegt ein Modell auf dem Tisch, wie man die brennendsten globalen Herausforderungen bewältigen kann:
Der "Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft".
Der Grundgedanke: Die Staaten (Politiker) müssen sich zusammentun, um GEMEINSAM einen "Masterplan" festzulegen, wie man der wild gewordenen globalisierten Ökonomie WELTWEIT Zügel anlegen kann.
EIN Punkt ist die von der EU geforderte Durchsetzung von neuen Regeln für die Finanzmärkte.
Ein ZWEITER Punkt muß die Durchsetzung weltweit gültiger Sozial- und Umweltstandards sein, wenn es weiterhin einen freien Welthandel und die freie Wahl der Produnktionsstandorte geben soll. Sonst wird die Abwärtsspirale des Sozialabbaues, des Job-Abbaues und des Zusperrens von Betrieben bei uns weitergehen - siehe AT&S.
Ein DRITTER Punkt betrifft die skandalöse Ungleichheit bei der Besteuerung: 70 Steueroasen weltweit laden zur Steuerflucht geradezu ein -
der "Mittelstand"(Arbeitnehmer, Gewerbebetriebe, Pensionisten, Bauern) muß "bluten". Steueroasen gehören abgesschafft! Eine Abgabe auf spekulative Kapitaltransfers soll als erste Maßnahme sofort eingeführt werden!
VIERTENS: Das Erfolgsgeheimnis der Sozialen Marktwirtschaft lautete: "Wohlstand für alle"! Nur wenn alle Menschen genug verdienen, um sich etwas leisten, um investieren zu können, kann die Wirtschaft blühen.
Diese Herausforderung gilt heute weltweit. Daher sind Massnahmen zur Überwindung der Armut auf der Welt die beste Wirtschaftsförderung und noch dazu die beste Investition für Frieden und gegen erdrückende Zuwanderung - den Menschen dort Hoffnung geben, wo sie sind!
Dafür würde ein Bruchteil des Geldes reichen, welches für Rüstung ausgegeben wird oder jetzt innerhalb weniger Tage zur Rettung der Finanzmärkte bereitgestellt wurde!
Vielleicht erinnert sich der neue US-Präsident an die geniale Idee des "Marshallplanes" im Jahr 1947?
Die Politik ist jedenfalls auf allen Ebenen massiv gefordert!
Josef Riegler, Vizekanzler a.D., Graz
(Leserbrief zu: "Der nächste Schock", Kleine Zeitung vom 13.11.08)
01.12.2008 13:00 Uhr (Ortszeit) - 01.12.2008 17:00 Uhr (Ortszeit)
Ökosoziales Forum, Wien
Die Global Marshall Plan Initiative Österreich lädt ihre PartnerInnen zu diesem halbtägigen Workshop ein, der sich zum einen den wichtigsten Inhalten des Global Marshall Plan widmen und einen kurzen Überblick über unsere Erfahrung mit verschiedenen Methoden in der Vermittlung unserer Inhalte liefern wird. Weiters werden verschiedene Präsentationsmaterialien zur Verfügung gestellt. Der Workshop wird gemeinsam von der SPES Zukunftsakademie und dem Ökosozialen Forum organisiert.
03.12.2008 16:00 Uhr (Ortszeit)
Konstanz
Vortag von Frithjof Finkbeiner am Bodensee
Am Mittwoch, den 03.12.2008 hält Frithjof Finkbeiner im Rahmen der Konstanzer Wissensfabrik um 16:00 Uhr einen Vortrag an der Universität Konstanz. Organisiert wird die Vortagsreihe von der Hochschulgruppe Konstanz.
Bei Fragen zur Veranstaltung richten Sie Ihr Anliegen bitte an Frau Delia Pop unter Delia.Pop@uni-konstanz.de.
04.12.2008 18:30 Uhr (Ortszeit)
Wien
An der ThinkCamp Initiative interessierte Personen treffen sich zu einem Informations- und Gesprächsabend.
Das Treffen findet statt im Café Engländer, Postgasse 2 im 1. Bezirk in Wien
Bitte über die XING Gruppe ThinkCamp oder per E-Mail bei info@thinkcamp.eu anmelden.
14.12.2008 19:00 Uhr (Ortszeit)
Brüssel
for a Global Marshall Plan
Wir treffen uns im Arthurs Café, 26 rue de Trèves, 1050 Brussels
Bitte melden Sie sich bei Denis Schrey an.
02.02.2009 19:30 Uhr (Ortszeit)
Hohenheim
Vortrag über die Global Marshall Plan Initiative
Zum Referenten: Prof. Dr. Dr. Radermacher ist Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker, Leiter des Institutes für angewandte Wissensverarbeitung an der Universität Ulm, Mitglied des Club of Rome und Berater der Bundesregierung und der baden-württembergischen Landesregierung
Hörsaal B2 (Garbenstr. 30)
Weitere Informationen finden Sie unter www.uni-hohenheim.de/akoe oder schreiben Sie eine E-Mail an: oekoak@listserv.uni-hohenheim.de
19.03.2009 - 21.03.2009
Zeulenroda
Konferenz im Bio-Seehotel Zeulenroda mit vielen Referenten aus der Global Marshall Plan Initiative und Plant-for-the-Planet
Pioniere haben es bereits bewiesen: Nachhaltigkeitsmanagement ist der Erfolgsmotor für den Mittelstand. Bei der 2. ARENA für NACHHALTIGKEIT, der Zukunftskonferenz für Mittelstand und Familienunternehmen, stehen die Themen radikale Ressourcenproduktivität, ganzheitliches Innovationsmanagement, intelligente Netzwerke und Nachhaltigkeitskultur im Vordergrund.
Die branchenübergreifende Konferenz findet unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vom 19.-21.03.2009 im Bio-Seehotel Zeulenroda statt. Sie ist der Think- und Act-Tank für alle, die die Potentiale der Nachhaltigkeit nutzen wollen. www.nachhaltigkeitsarena.de
Unter den Referenten sind:
Prof. Dr. Hans B. Bauerfeind, Bauerfeind AG
Prof. Dr. Michael Bockemühl, Lehrstuhl für Kunstwissenschaft, Ästhetik und Kunstvermittlung, Universität Witten/Herdecke
Frithjof Finkbeiner, Global Marshall Plan Foundation
Felix Finkbeiner, Plant-for-the-Planet
Dr. Stephan Frucht, Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
Prof. Dr. Maximilian Gege, B.A.U.M. e.V.
Dr. Christian Geßner, Deutsches Kompetenzzentrum für Nachhaltiges Wirtschaften
Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Schweisfurth-Stiftung
Wolfgang Gutberlet, tegut... Gutberlet Stiftung & Co.
Marli Hoppe-Ritter, Alfred Ritter GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Peter Kruse, Universität Bremen, nextpractice GmbH
Rüdiger Nehberg, Abenteurer, Visionär
Prof. Dr. Friedrich Schmidt-Bleek, Factor 10 Institute
Das vollständigen Programm finden Sie hier.