Im Jahr 2005 erreichte die Initiative "Make Poverty History" einen
Bekanntheitsgrad von 85%. Ein großartiger Erfolg. Allerdings beschränkte
sich
die Ursachenanalyse und die Kommunikation der Prominenten auf
"Entwicklungshilfe". Abgesehen von Nelson Mandela am 3. Februar 2005
thematisierte im Rahmen dieser Kampagne niemand die durch das globale System
(z.B. ungerechtes Handelssystem) bedingte strukturelle Armut. Obwohl der
weit überwiegende Teil der Armut strukturell bedingt ist,
besteht auch 2007 die Gefahr, dass wieder nur die Symptome thematisiert
werden. Im Juni 2005 griff Tony Blair dankbar die Forderungen der
UK-Kampagne auf und machte sich für 50 Mrd. Schuldenerlass stark. Im
Bewusstsein der mobilisierten Bevölkerung blieb: unsere Regierung hat
konsequent reagiert, "job done". "Make Poverty History" wurde Ende 2005
eingestellt.
Analyse der Kampagne (in englisch)
Angela Merkel wird das
Thema einer gerechteren Weltordnung, einer globalen
Sozialen Marktwirtschaft auf die Agenda des G8-Gipfels in Heiligendamm
setzen.
Diese historische Chance müssen wir nutzen. Die geplanten Kampagnen sollten
sich beim Thema Armut neben den Frage der Entwicklungshilfe unbedingt auch
mit der Frage nach der Global Governance beschäftigen. Weil
Entwicklungsorganisationen vermutlich erneut das Thema "Hilfe" zu Ihrer
Kernaussage machen, müssen wir zum Thema "Weltinnenpolitik" eine eigene
Kampagne starten. In den nächsten acht Monaten öffnet sich dazu ein
historisches Zeitfenster. Wir haben die Verantwortung, diese Zeit zu nutzen.
Auf der Website
www.togetherforequality.org sammeln und diskutieren wir
Slogans für diese Kampagne.
Eine Vielzahl anderer Organisationen und Bündnisse plant ebenfalls
Aktivitäten zum G8-Gipfel, die teilweise schon angelaufen sind. Hier eine
Auswahl: Das globalisierungskritische Netzwerk
Attac plant unter dem Motto 'Keine Macht
für G8!' verschiedene Aktionen wie einen Gegengipfel und eine internationale
Bündnisdemonstration.
Die weltweite Plattform GCAP (
Global Call to Action
aganist Poverty), zu deren Unterstützern die Global
Marshall Plan Initiative zählt, nimmt Bundeskanzlerin Merkel in die Pflicht,
während der deutschen G8-Präsidentschaft die
Armutsbekämpfung entscheidend
voran zu bringen.
Zusammen mit ihren internationalen Partnern, in Deutschland ist dies "
Deine
Stimme gegen Armut", mobilisiert
GCAP vom 16.09. - 17.10.2006 zum Thema "
Stand-Up Against Poverty".
Dem Motto
hat sich auch die
Millennium Kampagne
angeschlossen und möchte am 15./16. Oktober, beim weltweiten Stand-Up
Zeichen setzen.
Das Aktionsbündnis
Gerechtigkeit jetzt!
rief das Aktionsjahr von Mai 2006 bis zum
G8-Gipfel in Heiligendamm im Sommer 2007 aus und mobilisiert mit dem Slogan
"WTO – Weltweit Taube Ohren".
Viele dieser Organisationen sind in der
G8 NGO
Plattform aktiv und planen u.a. eine
Veranstaltungsreihe zu Globalisierungsthemen. Auch die Global Marshall Plan
Initiative ist Teil dieser Plattform.
a) Solidarität, die ankommt
Unter Federführung von Peter Hesse, Partner der Initiative, ist das neue
Buch "Solidarität, die ankommt" entstanden. Es wird in
Gemeinschaftsproduktion von Peter Hesse (Verantwortlich für die Inhalte) und
der Global Marshall Plan Initiative herausgegeben.
Mit dem Buch "Solidarität, die ankommt" wird anhand konkreter Beispiele
aufgezeigt, dass ziel-effizientes Einsetzen finanzieller Mittel in der
Entwicklungszusammenarbeit möglich ist. Die vorgestellten Projekte in diesem
Sammelband beweisen, dass sich auch mit geringen Mitteln eine wirksame
Unterstützung für Entwicklung international umsetzen lässt.
Zum Buch (pdf, 1,6 MB)
Zum Cover (pdf, 600 kB)
Die Veröffentlichung des Sammelbandes ist für Mitte / Ende September diesen
Jahres vorgesehen. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, bereits im Vorfeld
einige Exemplare des Buches zu vergünstigten Preisen zu erwerben:
- Einzelexemplar: 14 Euro pro Exemplar (zzgl. 1,40 € Versandkosten in
Deutschland)
- ab 10 Exemplaren: 10 Euro pro Exemplar (zzgl. 7 € Versandkosten in
Deutschland)
- ab 50 Exemplaren: 8 Euro pro Exemplar (zzgl. 20 € Versandkosten in
Deutschland)
- ab 100 Exemplaren: 6 Euro pro Exemplar (zzgl. 40 € Versandkosten in
Deutschland)
- ab 500 Exemplaren: 4 Euro pro Exemplar (zzgl. 100 € Versandkosten in
Deutschland)
Die vergünstigten Konditionen können wir nur bis zum 22. September 2006
anbieten. Bitte bestellen Sie über die
Webseite.
b) Global Population Blow Up
In diesen Tagen wird die Publikation "Global Population Blow Up" fertig
gestellt. Das Buch von Prof. Dr. Sergey Kapitza zur Bevölkerungsentwicklung
erscheint als Bericht an den Club of Rome und die Global Marshall Plan
Initiative. Es ist bisher nur in englischer Sprache erhältlich.
(pdf, 1,6 MB)
Zum Buch (pdf, 600 kB)
Zum Cover
Sie können das Buch von Prof. Kapitza auf unserer
Webseite. Wir bieten Ihnen das Buch
zu folgenden Konditionen an:
-Einzelexemplar 10 Euro pro Exemplar (zzgl. 1 € Versandkosten in Deutschland)
-ab 10 Exemplaren 6 Euro pro Exemplar (zzgl. 7 € Versandkosten in
Deutschland)
-ab 25 Exemplaren 5 Euro pro Exemplar (zzgl. 20 € Versandkosten in
Deutschland)
-ab 50 Exemplaren 4 Euro pro Exemplar (zzgl. 20 € Versandkosten in
Deutschland)
c) Kyoto Plus
Am 5. September wurde das Buch "Kyoto Plus - So gelingt die Klimawende" von
Lutz Wicke, Peter Spiegel und Inga Wicke-Thüs in Berlin vorgestellt. Die
Studie zum weltweiten Klimaschutz und Emissionshandel ist ein Bericht an die
Global Marshall Plan Initiative.
Rezension aus dem Tagesspiegel
Weitere Reaktionen
Wir stellen Ihnen die neue "Ein Projekt der Hoffnung" der Global Marshall Plan Initiative, die bereits in der nächsten Woche gedruckt werden soll. Die
Broschüre ist unter Federführung des Ökosozialen Forums Europa entstanden und soll bereits in der nächsten Woche gedruckt werden. Bitte senden Sie Ihr Feedback an
austria@globalmarshallplan.org.
Vorversion
Sie können die Broschüre schon heute
vorbestellen
Bereits am 6. September 1946 verkündete der amerikanische Außenminister
Byrnes, man wolle dem deutschen Volk die Regierung wiedergeben und es wieder
in die Reihe der freien Völker aufnehmen. Dieses Versprechen hatte durchaus
richtungweisenden Charakter: Durch die Schaffung der Bizone und
wirtschaftliche Unterstützung in Form des Marshallplans war die Spaltung
Deutschlands vorprogrammiert. Die Rede weckte Hoffnungen. Sie wurde als
Abkehr von der bisherigen Besatzungspolitik verstanden und als Zeichen eines
Neubeginns. (Quelle bpb)
Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung
Rede von Außenminister Byrnes am 6. September 1946
Artikel zum Jahrestag aus "The Washington File" (in englisch)
Auf ihrer Sitzung am 24.08.2006 in Hamburg beschloss die World Trade Point
Federation (Germany), Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative zu werden. Die
Organisation, die von der UNCTAD initiiert wurde, repräsentiert mehrere
Zehntausend Unternehmen in 90 Ländern.
Webseite der World Trade Point Federation
Studierende aus Lüneburg und Münster starten gemeinsam am 17. - 19. November
2006 die studentische Kampagne "Eine nachhaltige Welt ist möglich!". Die Kampagne will das historische Zeitfenster 2007 in diesem Sinne zu nutzen.
Der Dachverband der Studierendeninitiativen Lüneburg und AIESEC Deutschland
wollen sich damit gemeinsam und mit wissenschaftlichen Vorschlägen für eine
Welt in Balance in den G8-Gipfel einbringen. Einige der Veranstaltungen
werden in Kooperation mit der Global Marshall Plan Initiative gestaltet.
Weitere Informationen
Am 15.08. präsentierte sich die Düsseldorfer Lokalgruppe der Global Marshall
Plan Initiative erstmals mit einem Infostand beim Fest der Kulturen in
Ratingen. Das Fest auf dem Marktplatz war gut besucht. Viele nutzten den
angebotenen Flyer, um sich mit den Zielen der Initiative vertraut zu machen.
Bericht von Jörn Wiertz
"Beim 1. Weltinnenpolitischen Colloquium vom 7.- 8. Juli 06 im Spiegelsaal
der Kolping Akademie zu Ingolstadt fand die von Frithjof Finkbeiner
vorgestellte Global Marshall Plan Initiative im voll besetzten Saal und auf
dem Podium großen Anklang. In seinem Rückblick verdeutlichte Professor
Ulrich Bartosch den großen Erfolg der Gesamtveranstaltung auch dadurch, dass
das 2. Weltinnenpolitische Colloquium im nächsten Jahr bereits beschlossen
und gesichert sei." (Klaudius Gansczyk)
Artikel aus der Ingolstädter Zeitung vom 8. Juli 2006 (pdf, 520 kB)
Audio:
Wunder sind möglich: Prof. Radermacher wirbt für einen weltweiten Marshall
Plan. Aus der WDR5 Sendung "Neugier genügt" vom 29. Juni 2006
Interaktiv:
Globalisierung verändert unseren Blick auf die Welt. Auf der Seite von
Worldmapper finden Sie Weltkarten, die zeigen,
wie unser Planet aussehen würde, würden wir ihn nicht wie gewohnt nach
Fläche, sondern nach anderen Faktoren zeichnen, z.B. nach der Anzahl
minderjähriger Mütter, dem Ausmaß der Waldzerstörung oder der Dauer
durchschnittlicher Arbeitswege.
Text:
Rede von Josef Riegler
"Global Marshall Plan - Auswege aus der ökonomischen
Falle" vom 26. April 2006, Vier-Länder-Seminar der Kath.Arbeitnehmer/innenbewegung
(KAB) Österreich: „Auswege aus der ökonomischen Falle“
Artikel:
“Haben wir etwa gewonnen?”
Fünf Jahre nach dem 11. September: ZEIT-Gespräch mit Spaniens
Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero (Quelle ZEIT online)
7. - 8. September 2006, Gnadenwald (Österreich)
Round Table 2006 – Akteursnetzwerk Nachhaltiges Österreich
Beginn: 11:15
Ort: Hotel Süpeckbacherhof, 6060 Gnadenwald
Experten wie Franz Fischler, Christian Felber, Petra Gruber und Klemens
Riegler beschäftigen sich während eines zweitägigen Round Tables mit dem
Thema „Globalisierung und Selbstbewusstsein. Zwischen Resignation und
Aufbruch.“
Weitere Informationen
13. September 2006, Erfurt
Ort: Begegnungsstätte Kleine Synagoge
Referent: Frithjof Finkbeiner
Zeit: 18:00 - 20:00
Weitere Informationen
21. - 23. September 2006, Wien
19. The European Business Ethics Network (EBEN) Annual Conference
Gastredner: Franz Fischler
Weitere Informationen
27. September 2006, Düsseldorf
Attac und der Global Marshall Plan
Referent: Jörn Wiertz
Begin: 19:30
Ort: ZAKK, Raum 4
Weitere Informationen
28. September - 1. Oktober 2006, Hamburg
Jahreskongress des Bundesverband Mediation e. V. - Mit Infostand der Global
Marshall Plan Initiative
Ort: Universität Hamburg Hauptgebäude Westflügel
Weitere Informationen
29. September - 1. Oktober 2006, Hamburg
Die globale Architektur nachhaltig gestalten. Es geht und es lohnt sich!
Ort: Hauptkirche St. Katharinen
Zeit: Fr 19-22 Uhr, Sa 11-17 Uhr, So 10 Uhr
Weitere Informationen
15. Oktober, Bayern 2
Radiosendung "Projekt Hoffnung - ein globaler Marshall Plan für eine Welt in
Balance".
8:00 in der Sendeleiste 'Katholische Welt'.
Weitere Informationen
Für weitere Veranstaltungen besuchen Sie bitte unsere Webseite:
www.globalmarshallplan.org
Wir freuen uns über Ihre Kommentare zu diesem Newsletter, unserer
Website oder der Initiative:
office@globalmarshallplan.org
Für Beiträge Dritter übernehmen wir keine Verantwortung.
Global Marshall Plan news Redaktion - Global Marshall Plan Initiative
Helge Bork, Andrea von Lehmden, Frithjof Finkbeiner (V.i.S.d.P.R.)
Global Marshall Plan Initiative
Koordinationsbüro
Steckelhörn 9
D-20457 Hamburg
Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich für eine Ökosoziale
Marktwirtschaft durch einen Global Marshall Plan ein.
Global Marshall Plan News ist der offizielle Newsletter der Global Marshall
Plan Initiative an alle Interessierten.
Global Marshall Plan News erscheint ein Mal pro Monat, jeweils am ersten
Donnerstag des Monats. Redaktionsschluss ist der letzte Donnerstag des
vorhergehenden Monats. Bitte senden Sie Artikel an:
office@globalmarshallplan.org.